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Plattform «GRhome» wird eingestellt 

Weil die Interessensgemeinschaft Tourismus Graubünden aufgelöst wird, verliert «GRhome» seine Trägerschaft. Niemand will für das Projekt die Organisation und Finanzierung übernehmen.

Südostschweiz
21.04.22 - 12:02 Uhr
Leben & Freizeit
Für Bündnerinnen und Bündner: 2017 wird das Projekt «GRhome» lanciert – fünf Jahre später ist es bereits wieder Geschichte.
Für Bündnerinnen und Bündner: 2017 wird das Projekt «GRhome» lanciert – fünf Jahre später ist es bereits wieder Geschichte.
Archivbild

Graubünden hat neu seine eigene Soziale Plattform. So lautete die Neuigkeit am 2. Dezember 2017. «GRhome» war die erste touristische Plattform in Graubünden, die sich ausschliesslich an Einheimische und Zweitwohnungsbesitzer richtete. Sie konnten sich auf dem Portal nicht nur darüber informieren, was im Kanton aktuell passiert, sondern auch selber Anlässe und Freizeittipps hinzufügen oder die Einträge anderer Nutzerinnen und Nutzer kommentieren. Zudem profitieren sie von exklusiven Angeboten wie vergünstigten Eintritten, Übernachtungen und anderen Attraktionen.

Doch damit ist jetzt Schluss. Am Mittwochabend haben die Mitglieder der Interessensgemeinschaft Tourismus Graubünden (ITG) entschieden, den Verein per 30. Juni des laufenden Jahres aufzulösen. Wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag heisst, wird deshalb auch das Projekt «GRhome» nicht weiter geführt. Es konnte keine neue Trägerschaft für «GRhome» gefunden werden – niemand wollte die organisatorische und finanzielle Verantwortung übernehmen.

Somedia berichtet über Freizeittipps 

Der Nutzen und die Wirkung von «GRhome» wird laut Mitteilung der ITG seitens der Partner zwar nicht in Frage gestellt, auch wurde die inhaltliche Neuausrichtung begrüsst. Trotz intensiver Bemühungen konnte jedoch keine Nachfolgelösung für die Weiterbetreuung und Bewirtschaftung gefunden werden.

Das Projekt «GRhome» war bis Ende 2021 auf fünf Jahre befristet. Gemäss Auswertung und Analyse habe das Projekt die gesteckten Ziele erreicht und einen Beitrag zur Tourismussensibilisierung geleistet. In den letzten Jahren seien jedoch auch in Graubünden verschiedene weitere Plattformen entstanden. Aufgrund der neuen Ausgangslage hat der Vorstand der ITG darum beschlossen, «GRhome» per sofort einzustellen. Die Freizeittipps werden von Somedia als ehemaliger Wirtschaftspartner von «GRhome» übernommen und den Mitgliedern von «GRhome» wird die Nutzung dieses Angebotes offen stehen.

Tourismusclub des Grossen Rates wird weitergeführt

Die ITG hat den Tourismusclub des Grossen Rates gegründet und aufgebaut. Der Tourismusclub ist ein Instrument, um branchenübergreifend und koordiniert für die Interessen des Tourismus und seiner verschiedenen Branchen einzustehen. Die Tourismusallianz wird die Führung des Tourismusclub des Grossen Rates übernehmen und weiterführen. Nach den Grossratswahlen von 15. Mai wird die Tourismusallianz die bestehenden und neuen Mitglieder organisieren. (red)

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