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Mit Technologie gegen Volkskrankheiten

Viele Menschen leiden unter Bluthochdruck – jede:r dritte von uns wird davon betroffen sein. Das Innovationszentrum CSEM hat aufgezeigt, wie Technologie aus Graubünden und der Schweiz dagegen hilft.

Aus dem Leben
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Innovationszentrum CSEM

Die 600 Ingenieur:innen des international anerkannten CSEM an 6 Standorten in der Schweiz, darunter Landquart, entwickeln bahnbrechende Technologien von grosser gesellschaftlicher Bedeutung und geben diese an die Industrie weiter, um die Innovationstätigkeit der Wirtschaft zu stärken. www.csem.ch

Unter dem Motto «Sensoren für die Zukunft schon heute» hat das Schweizer Innovationszentrum CSEM mit Sitz in Landquart zu einem Netzwerkanlass im Technopark Graubünden geladen. In drei packenden Kurzvorträgen wurde gezeigt, wie die Sensoren der Zukunft schon heute sicherer werden, weniger bis gar keine Batterie (Speisung) mehr benötigen, und robuster, zuverlässiger und grüner sind – mit Technologie aus Graubünden und der Schweiz.

So hat David Schmid, Leiter der Regionalen Entwicklung in der Ostschweiz, die neusten Sensoren für Wearables (elektronische Geräte die am Körper getragen werden) des Forschungsinstituts vorgestellt. Um etwa Bluthochdruck und dessen Folgeerkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken, kann dieser mithilfe eines einfachen Armbands am Handgelenk kontinuierlich optisch überwacht werden. Die Technologie ist durch das Startup Aktiia bereits kommerziell erhältlich. Eine andere Technologie nutzt sogenannte kooperierende Sensoren, die erst im Zusammenspiel wertvolle Daten über die Gesundheit liefern. Ein Brustgurt aus einer Vielzahl Sensoren etwa kann durch Elektrische Impedanz-Tomografie die Bewegung des Brustkorbs und des Herzens erfassen und dadurch nicht nur die Atmung überwachen, sondern auch den pulmonalen Blutdruck messen, des inneren kleinen Blutkreislaufes zwischen Herz und Lunge, was mit Manschette oder auch am Handgelenk nicht möglich ist.

Philippe Dallemagne, Koordinator IoT und optische Sensoren, erklärt wie die Sensoren der Zukunft, nachhaltig, sicher, intelligent und batterielos sein werden.
Philippe Dallemagne, Koordinator IoT und optische Sensoren, erklärt wie die Sensoren der Zukunft, nachhaltig, sicher, intelligent und batterielos sein werden.

Philippe Dallemagne, Koordinator IoT und optische Sensoren am CSEM, hat in seinem Referat erklärt, wie die Sensoren der Zukunft als «Smart Dust», intelligente Staubkörner, bezeichnet werden können, die keine Batterie mehr benötigen, um zu messen, die Daten vor Ort analysieren und mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Dank «Privacy by Design» wird bereits im elektronischen Kern dieser Sensoren verhindert, dass Unbefugte Zugriff auf die Daten haben. Das CSEM entwickelt hierzu auch eine nachhaltige IoT Plattform, die nicht nur autark funktionieren soll, sondern auch aus Materialien mit geringem ökologischem Fussabdruck aufgebaut ist.

Francisco Faoro, strategischer Berater des Startups Mithras Technology am Technopark, erläutert wie der Körper als Energiequelle für Wearables genutzt werden kann.
Francisco Faoro, strategischer Berater des Startups Mithras Technology am Technopark, erläutert wie der Körper als Energiequelle für Wearables genutzt werden kann.

In einem abschliessenden Gastreferat hat Francisco Faoro, strategischer Berater des am Technopark angesiedelten Startups Mithras Technology, ihre für Wearables entwickelte Lösung erläutert. Dank thermoelektrischer Generatoren (TEG), kann die Körperwärme in Strom umgewandelt werden – der Körper wird dadurch zur Energiequelle. Integriert etwa in eine Smartwatch am Handgelenk wird dadurch die Laufzeit der Sensoren verlängert oder im besten Fall der Gebrauch von Batterien gar obsolet. Das CSEM begegnet mit seinen Technologien den Herausforderungen unserer Zeit. Im Angesicht dieser Herausforderungen spielen Sensoren eine zentrale Rolle, sei es als Komponenten zur Messung und Steuerung in praktisch allen Industriesektoren, oder am Handgelenk, um unsere Gesundheit zu überwachen und den Volkskrankheiten, den damit verbundenen Kosten und dem Verlust der Lebensqualität effizient entgegenzuwirken – und das nicht erst in Zukunft, sondern schon heute.

Am anschliessenden Apero haben die Teilnehmenden kräftig diskutiert und sich ausgetauscht.
Am anschliessenden Apero haben die Teilnehmenden kräftig diskutiert und sich ausgetauscht.
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