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Integrationsprogramm: Bündner Bevölkerung hilft bei Entwicklung mit

Zur Erarbeitung des Kantonalen Integrationsprogramms für die Jahre 2024 bis 2027 lädt die Fachstelle Integration zur Mitwirkung ein.

Südostschweiz
21.11.22 - 10:53 Uhr
Aus dem Leben
Das Amt für Migration und Zivilrecht hat zu tun: Die Asylzahlen haben erstmals wieder das Niveau von 2015 und 2016 erreicht – darin sind die rund 70’000 aus der Ukraine in die Schweiz geflüchteten Personen noch nicht miteingerechnet.
Das Amt für Migration und Zivilrecht hat zu tun: Die Asylzahlen haben erstmals wieder das Niveau von 2015 und 2016 erreicht – darin sind die rund 70’000 aus der Ukraine in die Schweiz geflüchteten Personen noch nicht miteingerechnet.
Bild Livia Mauerhofer

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. Oktober den Verpflichtungskredit «Integrationsförderung (KIP3) 2024–2027» zuhanden des Parlaments verabschiedet. Nun liegt der Ball bei den Kantonen: Bis zum 30. April 2023 haben diese Zeit, ihre kantonalen Integrationsprogramme (KIP 3) festzulegen. Darin zeigen sie auf, wie sie die von Bund und Kantonen definierten Ziele der Integrationspolitik erreichen wollen.

Wie das Amt für Migration und Zivilrecht des Kantons Graubünden mitteilt, lädt die Fachstelle Integration nun ein, bei der Erarbeitung der Grundlagen für die künftige kantonale Integrationspolitik mitzuwirken. Dies unter dem Motto «Gemeinsam gestalten».

Mehr Asylsuchende als 2015 und 2016

«Gerade im Asyl- und Migrationsbereich erleben wir besonders anspruchsvolle Zeiten», lässt sich Regierungsrat Peter Peyer in der Mitteilung zitieren. Die Asylzahlen hätten erstmals wieder das Niveau von 2015 und 2016 erreicht. Darin seien die rund 70’000 aus der Ukraine in die Schweiz geflüchteten Personen noch nicht miteingerechnet. Auch die übrige Zuwanderung aus Gründen wie Arbeit, Familie und Ausbildung aus EU/Efta- und Drittstaaten sei auf sehr hohem Niveau.

«Es braucht den Einsatz von uns allen, damit die Geflüchteten und Zugewanderten möglichst bald ihren Platz in unserer Gemeinschaft einnehmen können», so Regierungsrat Peyer. Im Austausch mit der Zivilgesellschaft, den Vereinen für Migrantinnen und Migranten, den Organisationen der Arbeitswelt, den Gemeinden, den zuständigen Dienststellen und mit allen weiteren interessierten Kreisen werde die Fachstelle Integration ein Integrationsprogramm zuhanden der Regierung ausarbeiten, heisst es.

Mitarbeit bis Mitte Dezember möglich

Wer sich an der Erarbeitung der kantonalen Integrationspolitik beteiligen möchte, kann sein Interesse bis zum 15. Dezember per E-Mail an kip3@afm.gr.ch mitteilen. Vorschläge können ebenfalls bis zu diesem Datum an jene Adresse eingereicht werden.

Wie es weiter heisst, finden auf der Grundlage dieser Eingaben im Januar und Februar 2023 mehrere thematisch ausgerichtete Workshops statt. Dort werden die jeweils interessierten Akteurinnen und Akteure versuchen, gemeinsam die Grundzüge für das KIP 3 des Kantons Graubünden zu erarbeiten. Das Schlussergebnis werde dann der Regierung vorgelegt, die das KIP 3 zuhanden des Bundes verabschieden muss. (red)

Im Interview mit RSO-Redaktor Patrick Ulber gibt Felix Birchler, Leiter Fachstelle Integration/Kantonaler Integrationsdelegierter beim Amt für Migration und Zivilrecht, Auskunft über das Projekt zur Erarbeitung der Grundlagen für die künftige kantonale Integrationspolitik:

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