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Herbstfeste in den reformierten Kirchen

In St. Theodul und St. Johann wurde der Herbsteinzug mit bunten Festen gefeiert.

Davoser
Zeitung
06.10.22 - 06:48 Uhr
Aus dem Leben

Die Kirche St. Johann empfing alle Gäste an diesem Herbstfest mit Vibraphon und Orgel, mit einem fröhlichen Lied namens «Himmelsblume». Albrecht Volz, an Schlagwerk und Vibraphon, und der Organist Ulrich Weissert gaben ihr Können zum Besten und untermalten den Gottesdienst farbig mit ihren Musikstücken. Die Kirchendeko war ebenso bunt, und der Gabentisch wurde von der Mesmerin mit allerlei Gaben  kreativ geschmückt. Die meisten davon hatte Cäcilia Bardill beigesteuert, alles Lokales aus den Gärten des Landwassertals und Prättigaus. Der Anblick erfreute das Herz und machte dankbar für die Natur, die alle mit dem Nötigsten versorgt. Pfarrer Andy Jecklin nahm gerade auch darum den Schöpfungsbericht der Bibel in seiner Predigt auf. Die Schöpfung ist ein Wunderwerk, das auch heute noch verblüfft und staunen lässt. Pfarrer Jecklin verband die Frage nach dem Urheber der Schöpfung mit der weitherum bekannten und schnippischen Frage eines Schweizer-Produkts: «Wer hets erfunde…?» Was für Ricola einfach beantwortet und bewiesen ist, ist dies für die wunderbare Schöpfung etwas schwieriger. Natur und Schöpfung haben etwas Faszinierendes und Unergründliches. Denn hoffnungsvoll kann der Mensch im Glauben vertrauen und naturwissenschaftlich staunen und sagen: Und siehe, es war sehr gut.Dieses Wunder des Lebens wurde auch in einem Sologesang von zwei Schülerinnen der Talentschule Davos aufgenommen im Lied «What a wonderful world». Auch weitere Darbietungen  der beiden jungen Talente mit ihrem Lehrer Michel Estermann bereicherten den Gottesdienst sehr. Eine Gemeinschaft von Jung und Alt. Besonders kam dies auch im gemeinsamen Feiern des Abendmahls zum Ausdruck.Anschliessend an den Gottesdienst waren alle an den Apéro in die Kirche St. Theodul eingeladen. Oder wer abends um 17 Uhr noch mochte, an das Konzert im Rahmen von Mythos Davos. Dort liefen die beiden Musiker Ulrich Weissert und Albrecht Volz nochmals zu Höchstform auf und liessen so dieses farbenfrohe Herbstfest virtuos ausklingen.

Die Kirche St. Theodul war reich dekoriert.
Die Kirche St. Theodul war reich dekoriert.
zVg
Vertreter des Jodelchörlis Parsenn mischten sich unter die Besuchenden.
Vertreter des Jodelchörlis Parsenn mischten sich unter die Besuchenden.
zVg
Astrid Fiehland, Regula Meier undSascha Skwortz (v.l.) im Gespräch.
Astrid Fiehland, Regula Meier undSascha Skwortz (v.l.) im Gespräch.
zVg
250 Schnecken fanden den Weg unter die Besuchenden.
250 Schnecken fanden den Weg unter die Besuchenden.
zVg

In der voll besetzten Kirche St.Theodul begrüsste das Jodelchörli Parsenn unter Leitung von Dirigent Albert Ulmann die Gemeinde mit einem Morgenlied. Die Kirche war an diesem Sonntag mit leuchtenden Sonnenblumen, Äpfeln, Kohlköpfen, Rübli und Kürbissen besonders farbenfroh geschmückt. Für die Gestaltung war Erika Herrli besorgt, die dabei auch gleich den neuen «Lichterbaum» des Davoser Künstlers Resli A. Marugg mit einbezog.Pfarrerin Astrid Fiehland begrüsste an diesem Sonntag auch Sascha Skwortz, der seit August in der Kirchgemeinde im Dorf mitarbeitet: «Wir freuen uns sehr, dass das Pfarrteam nach einem Jahr Vakanz wieder vollständig ist!» Skwortz hat bereits in Kirchgemeinden in Buchs und in Wien Berufserfahrung gesammelt. Neben dem Beruf möchte er auch noch das Studium in evangelischer Theologie abschliessen. Für seinen Dienst, der alle Generationen umfasst – von den Jüngsten bis zu den Bewohnern des Alterszentrums Guggerbach – bat die Gemeinde sodann um Gottes Segen. Auch Präsidentin Regula Meier hiess Skwortz herzlich willkommen und überreichte ihm ein Geschenk. «Wir wurden in der Kirchgemeinde ausgesprochen herzlich empfangen», bedankte sich der neue Mitarbeiter. «Ich freue mich auch auf die ökumenische Zusammenarbeit, die in Davos seit Langem gepflegt wird.»Pfarrerin Astrid Fiehland teilte an diesem Sonntag mit der Gemeinde auch einige Eindrücke von der Vollversammlung des Weltkirchenrates, an der sie Anfang September in Karlsruhe teilnehmen konnte. Das Gottesdienstzelt, in dem die Delegierten aller Konfessionen und Nationalitäten sich jeden Morgen und jeden Abend zur Andacht versammelten, sei eine «Oase» gewesen. Angesichts der grossen Herausforderungen – dem Krieg in der Ukraine, den zahllosen Menschenrechtsverletzungen und der Erderwärmung mit ihren verheerenden Folgen – brauche es solche Oasen, um Klarheit und Kraft zu gewinnen. Die ökumenische Bewegung versteht sich als eine Gemeinschaft auf dem «Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens». Dem Ökumenischen Rat der Kirchen, der 1948 in Amsterdam gegründet wurde, gehören heute 352 Kirchen an. Wegen der kühlen Temperaturen fand der Apéro nicht im Heimatmuseum, sondern in und um die Kirche herum statt. Helene Elmer hatte dafür früh am Morgen bereits 250 leckere Schnecken im Holzofen gebacken. Die Besucher liessen es sich schmecken, es blieb nicht eine Schnecke übrig.

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