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Gutes Wasser in alten Gebäuden, bei Brunnen sieht es etwas anders aus

Gutes Wasser in alten Gebäuden, bei Brunnen sieht es etwas anders aus

Keine Höchstwerte überschritten: Das Trinkwasser in alten und historischen Gebäuden in Graubünden und Glarus ist einwandfrei. Anders sieht es bei den öffentlichen Brunnen aus.

Südostschweiz
18.11.21 - 10:31 Uhr
Aus dem Leben
Vor allem in alten und historischen Leitungen kann das Trinkwasser durch die Verwendung von Blei- und Kupferrohren verunreinigt sein.
Pressebild

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hat im laufenden Jahr die Trinkwasserqualität in 63 älteren und zum Teil historischen Gebäuden in den Kantonen Graubünden und Glarus untersucht. Getestet wurde das Trinkwasser auf Blei und Kupfer und auf Verunreinigungen wie Cadmium, Quecksilber und Antimon. Bei keiner der untersuchten Proben sei die Metallkonzentration höher als der gesetzlich erlaubte Höchstwert gewesen, schreibt die Behörde. Sie lag demnach überall deutlich unter den Höchstwerten.

Die Glarner und Bündner Lebensmittelkontrolleure haben auch das Wasser der öffentlichen Brunnen untersucht. Hier fällt die Bilanz nicht ganz so positiv aus: 527 Proben seien untersucht worden, heisst es in der Mitteilung. Davon 325 betreffend Uran und 294 hinsichtlich Arsen. Ausserdem wurden 104 Proben auf Radon untersucht. Für alle Parameter liegen gesetzliche Höchstwerte vor. Bei 30 dieser Proben wurde dabei der Höchstwert überschritten. Im Glarnerland hätten sich allerdings alle als einwandfrei erwiesen, wie der Kanton Glarus hervorhebt.

Besonders gefährlich für Babys

Bis Anfang der 1970er-Jahre waren Rohre aus Blei für die heimische Trinkwasserinstallation üblich. Dann wurde bekannt, dass sich das giftige Blei aus den Rohren löst und ins Wasser gelangt. Besonders gefährlich sind diese Bleirückstände im Wasser für ungeborene Kinder sowie Babys und Kleinkinder. Wie das Amt schreibt, kann das kontaminierte Wasser zu langfristigen Beschwerden und Krankheiten führen – auch bei Erwachsenen.

Nun werden demnach sehr häufig Wasserleitungen aus Kupfer verbaut. Doch auch dieses Metall ist nicht ganz ungefährlich: Vor allem in den ersten Monaten der Nutzung der Kupferleitungen kann das Metall ins Wasser gelangen, vor allem wenn der pH-Wert des Leitungswassers unter 7 liegt, wie das Amt schreibt. Kupfer kann vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern zu Leberschäden führen. (so)

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