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Ein neues Gefühl der Schwerelosigkeit

Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Scalottas haben in Scharans ein neues Therapiebad. Das alte stammte aus den 1970er-Jahren.

Südostschweiz
02.03.22 - 11:00 Uhr
Leben & Freizeit

Ende Februar konnte das neu sanierte Therapiebad der Stiftung Scalottas in Scharans mit einer ersten Therapieeinheit für Menschen mit Behinderung eingeweiht werden. Nach über 45 Jahren entsprachen die technischen und baulichen Anlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen und Vorschriften, wie die Stiftung Scalottas in einer Mitteilung schreibt. Eine Sanierung des Therapiebades sei also unumgänglich gewesen. 

Ein wichtiger Bestandteil für die Bewohner

«Die Wassertherapie ist ein wichtiger Bestandteil des Therapieangebots für die Bewohnerinnen und Bewohner des Kompetenzzentrums für Menschen mit Behinderung», heisst es weiter. Denn die konstante Temperatur von 34 Grad Celsius sowie die physikalischen Eigenschaften des Wassers sollen einen rundum positiven Effekt auf den Körper haben. Zudem wirke beispielsweise der Wasserdruck der Schwerkraft entgegen und entlaste den gesamten Bewegungsapparat. «Durch den projizierten Gewichtsverlust entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit, welches eine schmerzfreie Durchführung von Übungen zur Erhaltung der Mobilität ermöglicht», so die Stiftung. «Auch im Rahmen der Freizeitgestaltung der einzelnen Wohngruppen bietet das Therapiebad eine willkommene Abwechslung, zumal Spiel und Spass im Wasser für Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung ideal sind.»

«Im Rahmen der Freizeitgestaltung der einzelnen Wohngruppen bietet das Therapiebad eine willkommene Abwechslung, zumal Spiel und Spass im Wasser für Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung ideal sind.»

Zitiert aus Medienmitteilung, Stiftung Scalottas

Auch für externe Besucher

Das neue Therapiebad sei nicht nur für Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Scalottas gedacht. Durch die Sanierung könne das Angebot in der Region weitergeführt werden. So werden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit die Räumlichkeiten auch für externe Besucherinnen und Besucher zur Verfügung gestellt, wie beispielsweise für das Schul- und Babyschwimmen sowie für Aquafit-Lektionen. 

Natur als Thema

Für die Gestaltung und Materialisierung wurde die Natur als Thema gewählt. Dieses repräsentiere sich nun in Stein, Holz und Wasser mit einem Ausblick ins Grüne. An den rund 2,7 Millionen Franken Sanierungskosten habe sich der Kanton mit einem Beitrag von 80 Prozent beteiligt. Die weiteren Kosten seien über Spenden finanziert worden. (nen)

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