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Ein intensiver Winter in Graubünden neigt sich dem Ende zu

Nach dem Rekordjahr 2021 war auch der Winter 2021/22 keine Verschnaufpause für die Rega. Trotzdem überwiegt das Positive.

Südostschweiz
27.04.22 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
Turbulente Zeiten: Im Jahr 2021 flogen die Rega-Helis von den Einsatzbasen in Untervaz und Samedan rund 1700 Einsätze. Das sind 200 mehr als im Vorjahr. 
Turbulente Zeiten: Im Jahr 2021 flogen die Rega-Helis von den Einsatzbasen in Untervaz und Samedan rund 1700 Einsätze. Das sind 200 mehr als im Vorjahr. 
Archivbild

Die Einsatzcrews der Rega konnten auch in diesem Winter zahlreichen Menschen in Not helfen. Es sei ein intensiver Winter mit vielen Einsätzen gewesen, sagt Mathias Gehrig, Mediensprecher der Schweizerischen Rettungsflugwacht, gegenüber Radio Südostschweiz. Um auf den ganzen Winter zurückzuschauen, sei es noch etwas früh. «Schauen wir jedoch auf das ganze letzte Jahr, haben die Rega-Einsatzbasen in Untervaz und Samedan zusammen rund 1700 Einsätze geflogen.»

Das seien rund 200 Einsätze mehr als noch 2020, so Gehrig. Dies liege unter anderem an den guten Wetterbedingungen und dem Freizeitverhalten der Menschen in der Schweiz. Die Rega bekam auch zu spüren, dass zur Zeit des ersten Lockdowns viel weniger Freizeitaktivitäten unternommen wurden.

Anpassungsfähig …  

Die veränderte Situation durch Corona hätten die Crews der Rettungsflugwacht gut meistern können, so Mathias Gehrig. «Dabei kam den Crews entgegen, dass sie im Umgang mit infektiösen Krankheiten bereits Erfahrung hatten. Der Transport von potenziell ansteckenden Patientinnen und Patienten gehörte schon vor Corona zum Einsatzspektrum der Rega.» Ebenfalls koordinierte die Rega-Einsatzzentrale auf Anfrage des Bundes im vergangenen Jahr die Auslastung der Intensivstationen als nationale Koordinationsstelle. Dies sei laut Gehrig eine wichtige und besondere Aufgabe für die Rega-Teams gewesen.

Ein Einsatz, welcher dem Mediensprecher besonders in Erinnerung blieb, ereignete sich vor ein paar Wochen in Laax. Eine junge Frau rutschte beim Wandern aus, stürzte und zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Die aufgebotene Rega-Crew konnte aber wegen der sehr schlechten Wetterverhältnisse nicht bis ganz zur Unfallstelle fliegen und landete in der Nähe. Der Rega-Notarzt begab sich daraufhin zu Fuss zur Patientin. Sie war glücklicherweise in der Nähe einer Bergbahn. Man konnte daraufhin die Verunfallte mit vereinten Kräften im Bergessack, gesichert an der Gondel hängend, ins Tal transportieren.

«Sicherlich eine spezielle Rettung, die auch dank zahlreichen Helfern möglich wurde», sagt Mathias Gehrig. Der Einsatz zeige, wie die Rega auch unter speziellen Umständen Menschen in Not helfe. (nua)

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat verschiedene Einsatzgebiete. Häufig werden Personen mit akuten Krankheiten wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle betreut. Ebenfalls sind die Crews für verunfallte Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler unterwegs. Auch bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen sowie für Verlegungen in ein anderes Spital ist die Rega im Einsatz. Im Jahr 2021 koordinierte die Einsatzzentrale rund 18'000 Einsätze.

(nua/jac)

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