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Die Sache mit den Kniegelenksverletzungen

Knietraumas gehören zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparates und können in verschiedensten Formen auftreten. Wichtig also, dass die Therapie individuell gestaltet wird.

Aus dem Leben
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Vortrag zum Thema Kniegelenksverletzungen

Am Dienstag, 6. Dezember 2022, um 19.30 Uhr, findet im Spital Schiers ein Vortrag zum Thema
«Die Sache mit den Kniegelenksverletzungen – und deren Therapie» statt. 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Instabilitäten nach einer Verletzung des Kniegelenkes können zu weiteren sekundären Schädigungen der Kniebinnenstrukturen (Meniskus, Bänder, Knorpel) führen. Die Diagnostik erfolgt durch eine Anamnese, eine klinische Untersuchung und durch bildgebene Verfahren (Röntgen, MRI). Das Ziel der Therapie ist es, die anatomischen Verhältnisse des verletzten Kniegelenkes  wiederherzustellen. Die operative Therapie der Kniebinnenverletzungen ist heuzutage überwiegend arthroskopisch durchzuführen.

Die Gelenkflächen des Oberschenkelknochens, des Unterschenkelknochens und der Kniescheibe  bilden den knöchernen Gelenkkörper. Die Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die anatomische Ungleichheit der Kontaktflächen ausgleichen, dienen aber  auch als Stabilisatoren und Stossdämpfer.

Das Kniegelenk wird durch mehrere Bänder stabilisiert. Die Bewegung des Kniegelenkes im Sinne einer Beugung und Streckung ist durch die Muskulatur des Oberschenkels gewährleistet. Die innere Schicht der Gelenkkapsel bildet die Gelenkflüssigkeit, die für die Ernährung und Schmierung des Gelenkknorpels wichtig ist.  

Frakturen im Bereich des Kniegelenkes:

Falls die Gelenkflächen durch die Fraktur (Knochenbruch) mitbetroffen werden, ist eine exakte Wiederaufrichtung (Reposition) und Stabilisation (Osteosynthese) notwendig. Eine Gelenksfraktur kann zu einer sekundären Arthrose des Gelenkes führen.

  • Meniskusverletzung

Es werden Horizontalrisse, vertikalen Risse sowie Lappenrisse beschrieben. Falls der ganze Meniskuskörper am Meniskusrand abgerissen ist, wird es als ein Korbhenkelriss bezeichnet. Der abgerissene Meniskus kann sich im Gelenk frei bewegen und kann eine Blockierung des Gelenkes verursachen. Grössere Meniskusläsionen sind operativ zu behandeln.

  • Seitenbandverletzung

Isolierte Seitenbandverletzungen sind Folge einer direkten oder rotatorischen Krafteinwirkung bei fixiertem Kniegelenk. Die Seitenbänder werden meistens konservativ mittels Ruhigstellung in einer Knieschiene behandelt. Ein vollständig gerissenes Seitenband muss operativ versorgt werden.

  • Kreuzbandverletzungen

Ein Riss des vorderen Kreuzbandes ist relativ häufig, das hintere Kreuzband wird dahgegen selten verletzt. Die Kreuzbandruptur hat fast immer eine Instabilität des Gelenkes als Folge. Die Wahl des  Therapieverfahrens ist individuell zu bestimmen. Das Ziel einer nicht-operativen Therapie ist die Schmerzreduktion mit anschliessender physiotherapeutischer Nachbehandlung. Durch eine operative Therapie wird das Kreuzband anatomisch rekonstruiert. Am häufigsten werden körpereigene Sehnen eingesetzt, die durch speziell gezielte Bohrkanäle durch den Knochen ins Gelenk gebracht und fixiert werden.

Dr. med. Petr Šiman, Leitender Arzt Orthopädie,Spital Schiers
Dr. med. Petr Šiman, Leitender Arzt Orthopädie,Spital Schiers
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