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Belgien: Zusammenprall von Zug mit Tier löst Verkehrschaos aus

Der Zusammenprall eines Thalys-Schnellzugs mit einem Tier in Belgien hat zu einem Verkehrschaos mit tausenden gestrandeten Bahnpassagieren geführt. Der Zug hatte nach dem Zusammenprall nicht mehr weiterfahren können. Ausserdem musste der Strom abgeschaltet werden.

Agentur
sda
30.07.22 - 04:54 Uhr
Aus dem Leben
In der westbelgischen Stadt Tournai ist ein Hochgeschwindigkeitszug mit einem Tier zusammengeprallt. Es entstand ein grosses Verkehrschaos. (Symbolbild)
In der westbelgischen Stadt Tournai ist ein Hochgeschwindigkeitszug mit einem Tier zusammengeprallt. Es entstand ein grosses Verkehrschaos. (Symbolbild)
KEYSTONE/AP/FRANCOIS WALSCHAERTS

Der in der belgischen Hauptstadt Brüssel gestartete Zug stiess am Freitagnachmittag nahe der westbelgischen Stadt Tournai mit einem Tier zusammen, wie ein Thalys-Sprecher sagte. «Es ist Rauch ausgetreten und der Zusammenprall hat zu einem technischen Problem im Triebwagen geführt.»

Tausende Gäste blieben vorübergehend in Zügen auf der Strecke stecken oder mussten an Bahnhöfen warten, häufig ohne zu wissen, ob und wann es für sie weitergeht.

Züge von Paris und Amsterdam

Während es in Paris zunächst hiess, der Thalys-Zugverkehr solle im Verlauf des Abends wieder aufgenommen werden, wurden schliesslich alle sechs geplanten Abfahrten gestrichen. In umgekehrter Richtung schaffte es mindestens ein in Amsterdam gestarteter Zug am späten Freitagabend schliesslich nach Paris.

Die Passagiere des von dem Unfall betroffenen Thalys wurden nach zwei Stunden aus dem Zug und zurück nach Brüssel gebracht. Passagieren am Bahnhof Paris-Nord wurde angeboten, mit dem Taxi nach Hause zu fahren, in einem Hotel unterzukommen oder in zwei Thalys-Zügen zu übernachten.

Allerdings gab es wenig Chancen auf eine Reise am Samstag: Alle Züge waren ausgebucht. Thalys empfahl den Kunden, sich «andere Transportmöglichkeiten» zu suchen und sich ihre Tickets zurückerstatten zu lassen.

Auch von der Leyens Sprecher sass fest

Von dem Chaos war auch der Sprecher von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Eric Mamer, betroffen. Er sass stundenlang in Brüssel fest - und reagierte philosophisch und mit Humor: Er lerne «Geduld», weil er seit fast vier Stunden auf die Abfahrt seines Zuges nach Paris warte, und «Hoffnung», weil er bete, dass der Zug nicht gestrichen werden. «Wenigstens ist es gut für meine Diät, weil kein Essen angeboten wird.»

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