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Beckenbodenschwäche: Für jedes Lebensalter die richtige Therapie

Beckenbodenschwäche ist ein weit verbreitetes Leiden. Das häufigste Symptom ist die Harninkontinenz. Individuelle Therapien oder allenfalls eine Operation können Linderung bringen.

Leben & Freizeit
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15.11.21 - 00:00 Uhr

Beckenbodenschwäche, vor allen Dingen die Harninkontinenz als ihr häufigstes Symptom, ist ein weit verbreitetes Leiden. Jede dritte Frau über 55 Jahre, jede vierte Frau nach Entbindung sowie jede zweite Frau über 80 Jahre leidet vorübergehend oder dauerhaft an einer Harninkontinenz. Betroffene sind auf Vorlagen angewiesen, sprechen jedoch sehr oft aus Scham das Problem nicht an. Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt, denn das Leben wird nur noch um die Toilette herum geplant.

Fundierte Abklärungen und effiziente Therapien

Die Diagnostik findet in der urogynäkologischen Spezialsprechstunde statt. Dazu gehört eine lange Anamneseerhebung. Anschliessend folgt eine normale aber doch spezielle gynäkologische Untersuchung. Dabei wird durch Husten und Pressen eine körperliche Belastung, wie sie im Alltag vorkommt, simuliert. Eine Ultraschalluntersuchung dient zur Beurteilung der Position der Harnröhre unter bestimmten Bedingungen (Ruhe, Pressen, Kneifen). Meist kann so schon die Diagnose gestellt und das weitere Vorgehen sowie Abklärungen geplant, beziehungsweise mit den ersten Therapien begonnen werden.

Diese müssen sehr individuell geplant werden. Eine junge, sonst gesunde Frau mit nicht abgeschlossener Familienplanung benötigt unter Umständen ein völlig anderes Vorgehen als eine Patientin, die durch Alter und Krankheiten geschwächt ist. Dann gibt es noch das Hauptklientel der Frauen. Solche, die sich in oder nach der Menopause befinden, die aktiv sind und sich stark belasten wollen. Auch hier kann ein grosses Spektrum an konservativen Therapien zur Anwendung kommen. Das können blasenentspannende Medikamente, lokale Östrogenbehandlungen, Physiotherapien, Pessarbehandlungen, Blasenspülungen und viele mehr sein.

Operation: minimaler Eingriff – grösstmöglicher Effekt

Eine Operation kann eine dauerhafte Besserung bringen. Ziel bei den Inkontinenz- und Senkungsoperationen ist es, mit einem minimalen Eingriff den grösstmöglichen Effekt zu erzielen. Speziell bei der Inkontinenz gibt es Techniken mit guter Effektivität, die in lokaler Betäubung, ambulant und mit sehr geringem Risiko durchgeführt werden können. Vor allem bei hochbetagten Frauen sollten Narkosen und längere Veränderung des gewohnten Rhythmus und der Umgebung vermieden werden. Operationen sind je nach Situation komplex und sollten nur nach genauester Diagnostik empfohlen und von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.

Das Spital Schiers bietet eine urogynäkologische Sprechstunde an, welche von erfahrenen Ärzten, gemeinsam mit Urotherapeutinnen und unterstützt von der gynäkologischen Abteilung des Spitals, betreut wird. Sie erfreut sich grosser Nachfrage.

 

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