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Aufgepasst, wer Dora heisst

Fiese Maschen haben momentan wieder Hochkonjunktur, und falsche Anrufe häufen sich. Vor allem ältere Frauen mit dem Vornamen Dora sind momentan das Ziel von Betrugstelefonaten.

Südostschweiz
10.08.22 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Aufgepasst: Bei Geldforderungen über das Telefon oder Internet handelt es sich meistens um Betrug.
Aufgepasst: Bei Geldforderungen über das Telefon oder Internet handelt es sich meistens um Betrug.
Bild Roland Weihrauch/DPA/Keystone

von Adrienne Krättli und Nicole Nett

Frauen mit dem Vornamen Dora sind derzeit das Ziel von Betrugstelefonaten. Wie Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, gegenüber Radio Südostschweiz erklärt, haben sich diesmal die Betrüger einen bewusst «alten Namen» – diesmal «Dora» – im Telefonbuch ausgesucht. Allgemein haben die Betrugsfälle in letzter Zeit zugenommen. So vermeldete die Kantonspolizei bereits Anfang Sommer einen betrügerischen Anruf – doch das ist nur einer von vielen. Wir haben darüber berichtet:

Häufig fallen den Betrugsversuchen ältere Personen mit Vornamen wie zum Beispiel Jolanda oder Elisabeth zum Opfer. Die Betrüger geben laut Polizei an, im Namen einer Bank oder der Zentralbank anzurufen, und wollen wegen Sicherheitsbedenken Auskunft über die finanziellen Verhältnisse. Nun warnt die Polizei ihre Community, wie in diesem Facebook-Post ersichtlich ist:

Gespräch abbrechen und Umfeld informieren

Am besten informiert die Bevölkerung das eigene Umfeld und vor allem ältere Personen direkt über diese Masche. Allgemein sollten unbekannten Anrufern keine persönlichen Daten preisgegeben oder Auskünfte zur finanziellen Situation erteilt werden. Auch sollte man sich niemals von telefonischen Androhungen von Bussen oder anderen Folgen unter Druck setzen lassen. Allgemein soll das Gespräch sofort beendet und die Polizei unter der Nummer 117 kontaktiert werden. «Auf solche Anrufe sollte man nicht eingehen», so Walser. «Bestenfalls werden sie direkt beendet.» Schreibt man sich noch die Nummer auf – sofern sie nicht anonym ist – umso besser.

Es geht immer um Geld

Mit allen Maschen probieren die Betrüger immer an Geld zu kommen, erklärt Walser. Die Forderung lautet stets, Geld oder sonstige Vermögenswerte zu überweisen oder an einen Ort zu bringen. Darauf sollte man niemals eingehen, warnt der Polizeisprecher. «Keine Behörde und keine Polizei würde jemals telefonisch Geld fordern.»

«Keine Behörde und keine Polizei würde jemals telefonisch Geld fordern.»

Markus Walser, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden

Dagegen polizeilich vorzugehen, sei laut Walser schwierig. Nebst Anrufen mit betrügerischen Absichten zirkulieren im Internet scheinbar lukrative Angebote, bei denen es sich ebenfalls um Betrug handelt.

Seid vorsichtig mit anonymen Anrufen oder ominösen Angeboten im Internet. Werdet ihr Opfer eines Betrugs, kontaktiert sofort die Polizei unter der Nummer 117.

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