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Die Kulturehe mit allen nimmt Form an

Diesen Mittwoch haben die Kunstgesellschaft Davos und der Kulturplatz Davos einen Fusionsvertrag unterschrieben und damit die Zusammenlegung beider Vereine rechtlich eingeleitet.

Davoser
Zeitung
30.10.21 - 07:01 Uhr
Aus dem Leben
Die Verantwortlichen der Vorstände gratulieren sich. Vorne v.l.: Andres Flütsch (Kassier KGD), Marietta Zürcher (Präsidentin KGD), Anka Topp (Präsidentin Kulturplatz KP), Jörg Naegele (Vizepräsident KP). Hinten v.l.: Stefan Kuoni (KGD), Kathi Guyer (KP), Almiro Carigiet (KP), Irmgard Kühnis (KGD), Tina Stricker (KGD), Janina Sakobielski (KP), Thomas Bruderer (KGD und KP). Es fehlen vom KP: Philipp Wilhelm, Severin Bischof, Christof Hegi und Hans Peter Kocher sowie von der KGD Britta Meisser.
Die Verantwortlichen der Vorstände gratulieren sich. Vorne v.l.: Andres Flütsch (Kassier KGD), Marietta Zürcher (Präsidentin KGD), Anka Topp (Präsidentin Kulturplatz KP), Jörg Naegele (Vizepräsident KP). Hinten v.l.: Stefan Kuoni (KGD), Kathi Guyer (KP), Almiro Carigiet (KP), Irmgard Kühnis (KGD), Tina Stricker (KGD), Janina Sakobielski (KP), Thomas Bruderer (KGD und KP). Es fehlen vom KP: Philipp Wilhelm, Severin Bischof, Christof Hegi und Hans Peter Kocher sowie von der KGD Britta Meisser.
bg

Faktisch ist die Kunstgesellschaft schon eingezogen beim Kulturplatz und hat ihren festen Platz im Programm. Nun liegt es an den Mitgliedern, der Zusammenlegung beider Vereine zuzustimmen. 

2021 ist in Sachen Eheschliessung ein besonderes Jahr für die Schweiz. Und Davos unternimmt in Bezug auf diese neue Art der Ehe für alle gleich noch einen kultursymbolischen Akt: Die bestens eingeführte und traditionsreiche Kunstgesellschaft Davos mit ihrer 102-jährigen Geschichte heiratet den jungen Kulturplatz Davos. Die Grande Dame der Davoser Kultur schliesst sich zusammen mit dem Jungspund. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, dem Kulturschaffen in Davos ein neues Kapitel zwischen Tradition und Aufbruch, Erfahrung und Wissen und auch Synergien bei Strukturen und Programmen zu ermöglichen. Dieses Kapitel soll möglichst viele Menschen animieren, mitzumachen und neue sowie bewährte Formate zu gestalten und zu erleben. Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten auf Hochtouren. Denn die Ehe muss quasi rechtlich mit der Fusion beider Vereine geschlossen werden und soll mit einem bunten Mariagefest am 18. Dezember auch gebührend gefeiert werden.

Zivile Trauung

Dass es nun so weit ist, war im vergangenen Jahr noch alles andere als selbst­verständlich. Diverse Diskussio nen ­zwischen Kulturschaffenden und der Gemeinde Davos gingen dem voraus, Vor- und Nachteile wurden abgewogen. Schliesslich einigten sich alle Beteiligten und stimmten einer Lösung zu: ein neuer, «unbeschriebener» Verein sollte Neues ermöglichen und Bewährtes übernehmen. Mit dem Kulturzentrum und gleichnamigen Verein Kulturplatz Davos wurde letztes Jahr also ein neuer Akteur in der Davoser Kulturlandschaft geschaffen. 

Der Kulturplatz wächst und gedeiht seither. Und es wächst seit Monaten auch schon einiges zusammen. Eine bedeutende Rolle bei der Genese des Kulturplatz Davos spielte von Anfang an die traditionsreiche Kunstgesellschaft Davos. Ihre Vorstandsmitglieder nahmen und nehmen Einsitz im Vorstand des Kulturplatz Davos und bereichern mit ihrer Erfahrung und ihrem Einsatz den Aufbau des Vereins und Betriebs. 

Grosses Hochzeitsfest

Bis im Dezember die grosse Hochzeits­fete steigen kann, erfolgt nun die Zivilehe: Der Fusionsvertrag regelt die Zusammenlegung beider Vereine per Ende Jahr. Dafür mussten beide Partnerinnen sogenannte Fusionsbilanzen erstellen, welche von einem Revisionsexperten begutachtet wurden. Auch der Fusionsvertrag wurde mit juristischer Unterstützung ausgearbeitet, und beide Parteien haben ihm diese Woche zugestimmt. Damit die Fusion rechtskräftig werden kann, halten beide Vereine ausserordentliche Mitgliederversammlungen Anfang Dezember ab. Denn für den Zusammenschluss braucht es die Zustimmung der Mitglieder.

Der Fusionsvertrag sowie alle notwendigen Unterlagen (Fusionsbilanzen, Jahresberichte und -rechnungen) sind für die Mitglieder der beiden Vereine ab sofort bis 30. November auf den jeweiligen Geschäftsstellen einsehbar. Weitere Informationen erhalten die Mitglieder mit der Einladung zur ausserordentlichen Mitgliederversammlung. Für Fragen stehen die Vorstände zur Verfügung. (pd)

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