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Wasserqualität in Bündner Badis lässt zu wünschen übrig

Wasserqualität in Bündner Badis lässt zu wünschen übrig

Im Juli und August haben amtliche Wasserkontrolleure 35 Badewasserproben aus Bündner Freibädern erhoben. In 22 der 35 Proben wurden diverse Höchstwerte überschritten.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Aus dem Leben
In Bündner Badis wurden in den Monaten Juli und August Höchstwerte für verschiedene Parameter überschritten.
Pressebild

Um Badegäste vor Krankheitserregern zu schützen, wird das Wasser in Freibädern hygienisch aufbereitet. Gewöhnlich wird das Wasser dabei mit Chlor behandelt. Das Bündner Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hat im Sommer in den Monaten Juli und August Badewasserproben aus 22 Bündner Freibädern erhoben, wie es am Montag in einer Mitteilung hiess. Vor Ort seien jeweils pH-Wert und Chlorgehalt geprüft worden. Anschliessend wurden die Proben ins Labor gebracht, wo sie auf weitere Parameter untersucht wurden, für die Höchstwerte vorgeschrieben sind. 22 der insgesamt 35 durchgeführten Proben mussten dabei beanstandet werden.

So wurde gemäss Mitteilung in 16 Proben jeweils ein Höchstwert überschritten, in drei Proben zwei, in zwei Proben drei und in einer Probe vier Höchstwerte. Der Höchstwert für Chlorat wurde zwölfmal, für freies Chlor zehnmal, für den pH-Wert fünfmal, für Harnstoff dreimal und für Trihalomethane, die Trübung und die Gesamtkeimzahl jeweils einmal überschritten.

Die gemessenen Nebenprodukte entstehen gemäss Mitteilung wenn Schweiss, Urin und Hautschuppen ins Beckenwasser gelangen und dort mit Chlor reagieren. Trihalomethane reizen Augen und Atemwege. Insbesondere in Freibädern könne es unter dem Einfluss starker Sonneneinstrahlung auch zur Bildung giftigen Chlorats kommen, so das Amt.  Chlorat lasse sich aus dem Beckenwasser nicht herausfiltern, sondern nur mit Frischwasser verdünnen.

Die Betriebsverantwortlichen wurden aufgefordert, Verbesserungsmassnahmen zu ergreifen und die Selbstkontrolle zu verbessern, wie es in der Mitteilung heisst. (so)

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