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Besenderte Tiere sollen Outdoorsport in Graubünden sicherer machen

Besenderte Tiere sollen Outdoorsport in Graubünden sicherer machen

In einem Pilotversuch hat der Kanton Graubünden Mutterkühe und Herdenschutzhunde auf Alpen mit Sendern ausgerüstet. Damit sollen Konflikte mit Outdoorsportlerinnen und Tierhaltern minimiert werden.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Aus dem Leben
Blick auf eine Mutterkuh mit ihrem Kalb auf einer Weide bei Wannen im Safiental.
Symbolbild Livia Mauerhofer

Mit dem Sender sollen Outdoorsportlerinnen und -sportler sowie Tierhalter Informationen zum Aufenthalt der Tiere erhalten, um Konflikte minimieren zu können.

Der Sender in der Grösse einer Zigarettenschachtel überträgt alle dreissig Minuten den Standort des Tieres auf einen Server. Von dort gelangen die Informationen alle 24 Stunden auf die Webseite und die App von Outdooractive.

Die durch die Tiere genutzte Weide werde dann rot eingefärbt, erklärte der Projektleiter Peter Oberholzer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag. Es könne eine gewisse Ungenauigkeit entstehen, da sich die Tiere innerhalb der 24 Stunden verschieben können, führte Oberholzer weiter aus. Wechsle die Herde auf eine andere Weide, seien die Daten aber nur während eines Tages ungenau.

In der Vergangenheit kam es im Alpenraum immer wieder zu Unfällen bei Begegnungen mit Mutterkühen und Herdenschutzhunden. Viele Menschen seien dadurch unsicher geworden, schrieb der Kanton Graubünden am Donnerstag. Das Pilotprojekt ziele nun darauf ab, Konflikte zu minimieren und gegenseitiges Verständnis zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus zu schaffen.

QR-Code am Weidezaun

Mit dem Projekt spreche man vor allem Outdoorsportlerinnen und -sportler an, die ihre Tour im Vorfeld planen. Für Kurzentschlossene werde aber zusätzlich ein QR-Code am Zaun vor Ort angebracht, welcher auf die Daten verweist, so Oberholzer.

Für die Datenübertragung braucht es Antennen. Solche wurden für den Pilotversuch in Flims und Laax installiert. Würde das Projekt langfristig umgesetzt, bräuchte es Investitionen für wenige tausend Franken, erklärte Oberholzer. Der Sender allein koste weniger als hundert Franken.

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