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Corona-Hotspot Schule: Was der Kanton dagegen unternimmt

Corona-Hotspot Schule: Was der Kanton dagegen unternimmt

Nach den Sommerferien sind vermehrt Coronafälle an Bündner Volksschulen aufgetreten. Der Kanton weiss jedoch, wie er darauf zu reagieren hat.

Jasmin
Schnider
12.09.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Die PCR-Speicheltests bleiben in den Schulen an der Tagesordnung.
Bild Mayk Wendt

Seit Wochen liegen die Corona-Fallzahlen in der Schweiz auf hohem Niveau. Was dabei besonders auffällt, in Schulen werden immer häufiger Coronaausbrüche festgestellt. Das liegt vor allem daran, dass viele Bündner Schulen nach den Sommerferien nicht direkt mit den Schultestungen begonnen haben, wie Laura Lutz, Präsidentin des Verbands Lehrpersonen Graubünden (Legr), im Interview mit TV Südostschweiz erklärt.

Die betroffenen Stellen seien nun gefordert, Massnahmen zu ergreifen, damit sich dies nach den Herbstferien nicht wiederhole. Sprich: «Nach den Herbstferien müssen die willigen Schülerinnen und Schüler direkt auf das Virus getestet werden. Wir dürfen nicht warten, bis sich das Virus wieder verbreitet», stellt Lutz klar.

Kinder können sich weniger gut schützen

Dass es im Kanton Graubünden nach den Sommerferien an Schulen vermehrt zu Covid-Ausbrüchen gekommen ist, bestätigt auch die Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki gegenüber TV Südostschweiz. Das sei auf zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens steigen die Fallzahlen momentan in der gesamten Bevölkerung an. Zweitens kommt dazu, dass sich Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen nicht so gut gegen das Virus schützen können. Kinder unter zwölf Jahren dürfen sich in der Schweiz bisher nämlich nicht impfen lassen und Kindern über zwölf Jahren empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Impfung erst seit Ende Juni. Das hat dazu geführt, dass im Kanton Graubünden gemäss der Kantonsärztin erst rund 8000 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren vollständig gegen das Virus geimpft sind.

Tests sollen die Maskenpflicht verhindern

Um Coronaausbrüche generell zu verhindern, setzt der Kanton weiterhin auf die Schultestungen. Dabei testen sich alle willigen Schülerinnen und Schüler wöchentlich auf das Coronavirus. Verwendet werden dafür PCR-Speicheltests. Zur Zeit würden alle Bündner Schulen solche Tests durchführen, so Jamnicki.

Wenn es zu einem Coronaausbruch komme, könne das Gesundheitsamt weitere Massnahmen ergreifen. Das können die individuelle Isolation oder Quarantäne sein sowie Fernunterricht von einzelnen Klassen bis hin zur ganzen Schule. Welche Massnahmen zum Zuge kommen, entscheidet das Amt immer situationsabhängig, erklärt Jamnicki.

Weitere Massnahmen seien zurzeit keine geplant. Auch von einer Maskenpflicht an den Schulen, so wie sie etwa der Kanton St. Gallen ab Montag wieder einführt, sieht der Kanton Graubünden ab. «Im Moment testen wir, um keine anderen Massnahmen ergreifen zu müssen», stellt Jamnicki klar.

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Wem schadet der schulische Corona-Hotspot? Sind Kindern auf Intensivstation? Kaum haben sich Eltern infiziert, wenn schon, dann mit Mini-Menge von Viren, ohne schwere Verläufe. Was ist überhaupt das Problem? Zwang zur Durchimpfung?