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Die Tgesa Parc Ela rückt in Griffnähe

Der Trägerschaftsverein des Mittelbündner Naturparks erlaubt ein Darlehen für die Finanzierung des geplanten Info- und Dienstleistungszentrums in Tiefencastel.

Jano Felice
Pajarola
25.08.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Umbau des heutigen Postgebäudes in Tiefencastel: So soll die Tgesa Parc Ela gemäss Visualisierung dereinst aussehen.
Umbau des heutigen Postgebäudes in Tiefencastel: So soll die Tgesa Parc Ela gemäss Visualisierung dereinst aussehen.
Pressebild

Ab 2023 soll es so weit sein: Dann bekommt der Mittelbündner Naturpark Ela voraussichtlich sein neues Zuhause – sein «Herz» – in der Tgesa Parc Ela am Bahnhof von Tiefencastel. Die Mitgliederversammlung hat dem Vorstand vor wenigen Tagen die Kompetenz erteilt, ein Darlehen von bis zu 1,5 Millionen Franken für die Finanzierung des geplanten Info- und Dienstleistungszentrums aufzunehmen. Damit erhalte der Vorstand die Möglichkeit, ein kürzlich vorgelegtes Kaufangebot für die Postliegenschaft in Tiefencastel weiterzuverfolgen, schreibt der Parkverein in einer Medienmitteilung. Die Tgesa Parc Ela soll durch einen Umbau dieser Immobilie entstehen. Ein Vorprojekt für ein Gebäude in der Quadrin-Bauweise der Savogniner Uffer AG ist ausgearbeitet; der Park setzt dabei auf eine nach zehn Jahren rückbaubare Lösung.

Die Tgesa Parc Ela soll einerseits Raum für die Arbeitsplätze der Park-Geschäftsstelle und für Seminare bieten, andererseits aber auch ein Zentrum für Bildung und Information beherbergen. Dieses Zentrum soll Orientierung und Anregungen für den Besuch des grössten Schweizer Naturparks bereitstellen, wie es in der Mitteilung heisst. In den Bau sollen aber auch weitere öffentliche Dienstleistungen integriert werden. «Von Post und Rhätischer Bahn liegen bereits Angebote für den gemeinsamen Betrieb eines Post- und Bahnschalters in der Tgesa Parc Ela vor», so der Verein.

Wieder komplett ist seit der Mitgliederversammlung der Vereinsvorstand. Nach dem Rücktritt von Carmen Dedual war im März ein Sitz frei geworden, dieser hatte aber in einer Kampfwahl zwischen dem Ökonom Peder Plaz und der Hotelière Sylvia Bärtschi nicht vergeben werden können, da beiden die für eine Wahl nötige Mehrheit sowohl der Einzelstimmen als auch der Standesstimmen der Parkgemeinden gefehlt hatte. Mit dem zusätzlichen Rücktritt von Adrian Ballat im August war inzwischen aber ein zweiter Platz im Vorstand frei geworden, womit nun sowohl Plaz als auch Bärtschi einstimmig ins Amt gewählt werden konnten.

Gefeiert wurde an der Versammlung laut Mitteilung die erneute Auszeichnung des Parc Ela mit dem Naturpark-Label des Bundes. In einem symbolischen Akt fügten Vertreter der sechs Parkgemeinden Holzpuzzles zum neuen Ela-Perimeter zusammen; jedes Gemeinde-Puzzleteil war dabei aus einer anderen einheimischen Holzart gefertigt. Dies solle daran erinnern, so Vereinspräsident Paolo Giacometti, «dass wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten wollen, auch wenn wir nicht alle aus dem gleichen Holz geschnitzt sind».

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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