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La Punt Chamues-ch ist Schweizer Dorf des Jahres

La Punt Chamues-ch ist Schweizer Dorf des Jahres

Das Oberengadiner Dorf La Punt Chamues-ch hat einen Wettbewerb der Zeitschrift «Schweizer Illustrierte» gewonnen. 

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Aus dem Leben
Das Dorf La Punt Chamues-ch erhielt die Auszeichnung als «Schweizer Dorf des Jahres».
Foto: Fabian Gattlen / Copyright: 

Die Zeitschriften «Schweizer Illustrierte», «L’illustré» und «Corriere del Ticino» haben dieses Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs nach der Gemeinde mit dem vielfältigsten, aussergewöhnlichsten und aktivsten Vereinsleben gesucht. Unter den zwölf Finalisten setzte sich La Punt Chamues-ch durch.

Das 679-Seelen-Dorf darf sich nun während eines Jahres offiziell Schweizer Dorf des Jahres 2021 nennen und mit diesem Titel werben. Hinzu kommt, dass die Veranstalter gemeinsam mit den Sponsoren des Wettbewerbs Volg, Kneipp und Schweizer Holz ein Fest für alle Einwohner von La Punt Chamues-ch organisieren. 

Vielfältiges Vereinsleben

Es seien in der Tat die Vereine, welche die Menschen verbündeten, die im Dorf lebten, schreibt die «Schweizer Illustrierte». Dieser Meinung ist auch der Gemeindeschreiber von La Punt Chamues-ch Urs Niederegger. Im Interview mit der Zeitschrift sagt er: «Sie machen unser intaktes und interessantes Dorfleben aus.» Niederegger ist 61 Jahre alt und gehört zu den dienstältesten Gemeindeschreibern des Kantons. Seit rund 40 Jahren sei er für die Gemeinde im Dienst, heisst es.

Niederegger ist selbst Mitglied in sechs der elf Dorfvereine und präsidiert davon sogar drei: den Club der Zigarren- und Whiskeyfreunde, den Jassclub und  den Club 92 Engiadina, der kulturelle und sportliche Veranstaltungen durchführt. Letzteren gründete Niederegger in den 90er-Jahren. Den Club der Zigarren- und Whiskeyfreunde Oberengadin rief er erst im vergangenen Jahr ins Leben. Er sei nun mal ein Lebemann, erklärte der 61-Jährige gegenüber der «Schweizer Illustrierte» sein Engagement. 

Für Jung und Alt

Der Gemeindeschreiber wird nicht umsonst auch als CEO des Dorfs oder heimlicher König betitelt. So machte er sich während der Coronakrise stark für das Vereinsleben und setzte sich unter anderem dafür ein, dass der Jassclub weiter Turniere veranstalten durfte und dass der Jugendverein Giuventüna La Punt Chamues-ch LPY einem Raum im Gemeindehaus erhielt. In dem Kellerraum organisiert der Jugendverein beispielsweise den 1.- August-Brunch für die Gemeinde oder den traditionellen Ball am Chalandamarz. 

Ein weiterer Verein im Dorf ist der Verein Muos-cheders, welchen es seit rund sechs Jahren gibt. Er besteht aus sieben Freunden des Fliegenbindens und -fischens. Rico Niederegger, der ältere Bruder des Gemeindeschreibers ist der Vereinspräsident, wie die «Schweizer Illustrierte» weiter schreibt. Ein paar Mitglieder mehr hat der Skiclub von La Punt Chamues-ch. Dieser wurde einst von Olympiasieger Sandro Viletta aus praktischen Gründen ins Leben gerufen – damit er unter den Namen seiner Gemeinde an Skirennen antreten durfte. Heue präsidiert sein Vater Claudio Viletta den Club. Unter den 73 Klubangehörigen befindet sich natürlich auch der Gemeindeschreiber.

Finanzielle Unterstützung

Ob Curling Club, Jodelchörli, Skiclub, Jassclub oder der heimische Alfa Romeo Club – die Gemeinde bietet wohl für jeden und jede einen Verein. «Damit das Vereinsleben auch in Zukunft noch so vielfältig und aktiv bleibe, schenke die Gemeinde jedem neuen Verein 500 Franken zur Gründung. Jedes weitere Jahr gebe es gar 300 Franken obendrauf, heisst es. «Ich bin stolz auf den Zusammenhalt hier im Dorf», wird Gemeindeschreiber Niederegger abschliessend zitiert. (paa)

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