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Die Feuchtigkeit bringt sie hervor

Die Feuchtigkeit bringt sie hervor

Manchmal sind im Siedlungsgebiet ganz unverhofft Kreaturen anzutreffen, die dort eigentlich nicht erwartet werden.

Barbara
Gassler
vor 1 Monat in
Aus dem Leben

Es gibt wohl keine Situation, die nicht auch etwas Gutes hätte: Dank der ausgesprochenen Feuchtigkeit der letzten Tage sind vermehrt die sonst mehrheitlich nachtaktiven Alpensalamander zu beobachten. Das untenstehende Bild wurde im Kirchner Park aufgenommen. Ein Ort, an dem diese sonst auf Alpweiden und in Schluchten anzutreffende Amphibienart wohl kaum erwartet wird. Die Bündner Interessengemeinschaft für Reptilien- und Amphibienschutz (BIGRA) beschreibt ihn wie folgt: «Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist in vielfacher Hinsicht ein eigentümlicher und von der Norm abweichender Lurch. Als einziges Amphib Europas hat er sich vom offenen Wasser völlig gelöst, ja er ist sogar ein ausgesprochen schlechter Schwimmer. Feuchtigkeit allein genügt ihm, ist aber auch lebensnotwendig.

Sein ganzer Körper (auch die Bauchseite!) ist glänzend schwarz und ohne jedes Zeichnungsmuster. Der Rumpf sieht aus wie in senkrechte Scheiben unterteilt. Entlang der Rückenmitte zieht sich eine Doppelreihe Drüsen. An den Seiten finden sich kegelförmige Erhebungen mit einer Drüsenöffnung auf der Spitze.»

Auch wenn der Alpensalamander hier herum keineswegs selten ist, verdient er doch unsere Rücksichtnahme. Ein Weibchen bringt nämlich nur alle drei bis vier Jahre ein oder zwei voll entwickelte Junge zur Welt. Daher lohnen sich ein Blick auf den Boden und ein bisschen Vorsicht beim Gehen und Fahren. Da die Tiere bei Gefahr ein giftiges Hautsekret absondern, sollten auch Hunde von ihnen fern- gehalten werden.

https://www.bigra.ch/amphibien

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