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Flimser Projekt: Krebs soll nicht länger ein Tabuthema sein

Flimser Projekt: Krebs soll nicht länger ein Tabuthema sein

Seit rund einem Jahr betreiben zwei Frauen aus Flims eine Patientenplattform für Krebsbetroffene.  

Südostschweiz
vor 3 Monaten in
Aus dem Leben
Sie wollen Krebs enttabuisieren: Gründerin der Patientenplattform «Leben mit Krebs» Sandra Huber und Geschäftsleitungsmitglied Nadine Gantner. (v.l.n.r.) Pressebild

Im vergangenen Herbst hat Sandra Huber aus Flims eine Plattform für Krebsbetroffene lanciert. Mittlerweile wurde das Projekt durch eine zweite Flimserin verstärkt. Zusammen wollen sie nun ihre Plattform weiterentwickeln. Die Mission des Duos ist klar: Krebs soll nicht länger ein Tabuthema sein. 

Die Patientenplattform «Leben mit Krebs» stellt Informationen rund um das Leben mit Krebs kostenlos zur Verfügung, wie die Verantwortlichen in einer Mitteilung schreiben. Zweimal pro Jahr erscheine zusätzlich ein Magazin und auf der Website lebenmitkrebs.ch würden laufend Beiträge über neue Therapieformen, Geschichten von Betroffenen sowie Informationen rund um das Leben mit Krebs kostenlos zur Verfügung gestellt.

Chance für Patientinnen und Patienten 

Viele Patientinnen und Patienten in der Schweiz seien zu wenig informiert, schreiben die Verantwortlichen weiter. «Es ist aber wichtig, dass sich Betroffene einbringen. Denn gut informierte Patientinnen und Patienten können eine selbstbestimmte Rolle im Umgang mit der Krankheit einnehmen, ihre Chance auf eine erfolgreiche Behandlung steigern und das Leben mit Krebs positiv beeinflussen», wird Huber in der Mitteilung zitiert.

Dieses sogenannte «Patient Empowerment» ist das Ziel der Plattform. In einem ersten Schritt lag der Fokus auf den häufigsten Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs und Hautkrebs. Zukünftig sollen auch seltenere Arten thematisiert werden.

Verschiedene Informationen

Laut Huber kann so einen Mehrwert für Patientinnen und Patienten geschaffen werden, da es noch nicht viele Informationen zu Krebs gibt. «Ausserdem besprechen wir viele Themen, die alle Krebsarten betreffen und auch für die Angehörigen relevant sind, beispielsweise der Umgang mit Intimität bei einer Krebserkrankung», so Huber. 

Die Informationen würden bewusst in den modernen Medien aber auch traditionell als Magazin verbreitet werden. So böten digitale Plattformen verschiedene Möglichkeiten, um komplexe Themen einfacher zu gestalten, beispielsweise in einem Video. Hinzu komme, dass Social Media das beste Werkzeug sei, um Geschichten erzählen. 

Das Magazin «Leben mit Krebs» erscheint zweimal jährlich. 
Pressebild

Trotzdem setzten die beiden Frauen auch auf traditionelle Medien bei ihrer Arbeit: «Vor allem medizinische Beiträge können auf Papier besser verarbeitet werden. Mit dem Magazin kann man einen Artikel auch mal nur bis zur Hälfte lesen und später wieder zur Hand nehmen», erklärt Projektleiterin Nadine Gantner.

Die dritte Ausgabe von «Leben mit Krebs» ist bereits in Ausarbeitung und erscheint im Oktober 2021. Interessierte können das Magazin kostenlos auf lebenmitkrebs.ch/magazin abonnieren. (paa)

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