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Da geht was im Bündner Wald

Der Bündner Wald wird vom Kanton gepflegt und gestaltet, um die Biodiversität zu fördern. 2020 waren es 3400 Hektaren. Auch schwer zugängliche Wälder werden bewirtschaftet.

Südostschweiz
15.06.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Die Bündner Wälder werden vom Amt für Wald und Naturgefahren jedes Jahr intensiv gepflegt und bewirtschaftet.
Die Bündner Wälder werden vom Amt für Wald und Naturgefahren jedes Jahr intensiv gepflegt und bewirtschaftet.
BILD AMT FÜR WALD UND NATURGEFAHREN

Im Jahr 2020 pflegten die öffentlichen Forstbetriebe und die Forstunternehmen insgesamt 3400 Hektaren Waldfläche, wie das Amt für Wald und Naturgefahren mitteilt. Das entspricht 1,5 Prozent der Gesamtwaldfläche. Die Pflege erfolge gemäss den Prinzipien der Nachhaltigkeit und des naturnahen Waldbaus. So könne der Wald die verschiedenen Ansprüche der Gesellschaft langfristig erfüllen und sei den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen. Im Jahr 2020 wurden im Bündner Wald insgesamt 330’000 Kubikmeter Holz genutzt, heisst es weiter.

Pflege der Schutzwälder im Vordergrund

Im Vordergrund stehe die Pflege der Schutzwälder. Ein stabiler und gesunder Wald sei der preiswerteste und beste Schutz vor Naturgefahren. Von den rund 122’000 Hektaren Schutzwald in Graubünden wurden im letzten Jahr rund 2400 Hektaren gepflegt, was dem Durchschnitt der vorangegangenen Jahre entspreche. Für den grössten Teil der Pflege des Schutzwalds hätten die Waldeigentümer von Beiträgen durch Bund und Kanton profitieren können.

Biodiversität und Bewirtschaftung schwer zugänglicher Wälder

Über die Programmvereinbarung «Wald» würden unter anderem die Bündner Wälder gepflegt und die Biodiversität im Wald gefördert. Dazu gehörten insbesondere Massnahmen zugunsten der Auerhuhnförderung, der Förderung besonderer Gehölze sowie der Pflege von Weidwäldern, Selven und Waldrändern.

Zur nachhaltigen Nutzung des Holzpotenzials, auch in Gebieten, die schwer zugänglich sind, wird ein Programm «Langstreckenseilkran/Seilkran» umgesetzt. Dank dieser Möglichkeit wurden zusätzlich 27’000 Kubikmeter Holz geerntet. Das entspricht ungefähr acht Prozent der gesamten Holznutzung im Kanton. Bei der Ausführung würden auch die Naturschutzanliegen gebührend berücksichtigt werden, schreibt der Kanton weiter.

Jungwaldpflege fördert nachhaltigen Wald

Ausserhalb des Schutzwaldes seien zusätzlich 190 Hektaren Jungwald gepflegt worden. Bei dieser Pflege werde auch die Zusammensetzung der Baumarten beeinflusst. Im Hinblick auf die Waldentwicklung im Zusammenhang mit dem Klimawandel sei dies ein entscheidender Aspekt. Ziel sei es, den Bündner Wald vielseitig, nachhaltig und «klimafit» zu gestalten. (dje)

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