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Elvis ist tot

Elvis ist tot

Nach gesundheitlichen Problemen ist der Bündner Ochse Elvis von seinem Leiden erlöst worden. Er machte seinem bekannten Namensvetter in den vergangenen Jahren alle Ehre. 

Südostschweiz
vor 2 Wochen in
Aus dem Leben
Er ergatterte sich eine Rolle im Schweizer Filmklassiker «Heidi», hatte eigene Besuchszeiten und wurde von Jung und Alt bewundert. Elvis, der Ochse aus Savognin, war wahrhaftig ein kleiner «gewichtiger» Star. Seit Dezember 2020 war das Tier jedoch nicht mehr in bester Verfassung. Eine Arthrose und seine Hufe bereiteten ihm Probleme, wie die Regionalzeitung «Pagina da Surmeir» schreibt. 

Schwierige Entscheidung 

Am vergangenen Montag wurde Elvis von seinem Leiden erlöst. Schon seit mehreren Monaten habe der Tierarzt diese Lösung in Betracht gezogen, heisst es. Der Gang in den Schlachthof Mittelbünden in Cazis sei für seinen Besitzer Bauer Giatgen Arpagaus aber alles andere als einfach gewesen. «Es geht mir überhaupt nicht gut, nachdem ich meinen geliebten Stier töten musste», sagte Arpagaus im Interview mit der «Pagina da Surmeir».
Elvis und sein Besitzer waren ein eingespieltes Team.
Silvia Kessler
Elvis erblickte im Dezember 2009 im Stall in Savognin das Licht der Welt und brachte zum Ende hin knapp 1,3 Tonnen auf die Waage. Seine Fellzeichnung, ein weisser Gurt um den Rumpf herum, war eines seiner Merkmale. Besonders auffällig am Tier war jedoch sein gutmütiger Charakter, wie das «Bündner Tagblatt» im Jahr 2016 schrieb. Bei einem Besuch vor rund fünf Jahren lernte das «Bündner Tagblatt» Elvis und seinen Besitzer kennen. Damals, als der «Heidi»-Film gerade Premiere feierte, wurde auch Elvis zum gefeierten Star, gar Besuchszeiten für seine Fans aus nah und fern wurden eingeführt.

Elvis verzauberte auf und neben der Leinwand

Der Weg zur Kinoleinwand war aber eher einem Zufall zu verschulden, beabsichtigte doch ursprünglich Arpagaus selbst, eine Rolle zu ergattern. Gegenüber dem «Bündner Tagblatt» erklärte der Bauer, dass einer seiner beiden Söhne von einem Kollegen angesprochen worden sei. «Dein Vater sollte sich für die Rolle des Alpöhi im ‹Heidi›-Film bewerben», habe dieser gesagt. Der Bauer aus Savognin nahm sich den Rat zu Herzen und nahm am Casting teil. Als er erwähnt habe, dass er einen Ochsen besitze, sei das Interesse der Filmverantwortlichen geweckt worden und Elvis und seinem Bauern war eine Rolle gewiss, schrieb das «Bündner Tagblatt». 
Hier der Trailer zum «Heidi»-Film:
Elvis ist in verschiedenen Szenen im «Heidi»–Film zu sehen. Etwa in der Szene, als Heidi aus Frankfurt zurückkehrt. Aber auch Arpagaus verzaubert die Kinobesucherinnen und Kinobesucher, zwar nicht als Alpöhi, dafür aber beispielsweise beim Heuen. Ausserhalb der Kinoleinwand zeigte sich das Duo auch immer wieder bei Auftritten an verschiedenen Savogniner Anlässen wie beim Dorfmarkt Scuntrada oder bei der traditionellen Schafschur. Auch bei privaten Hochzeitsfeiern zeigte sich Elvis von seiner besten Seite. Laut der «Pagina da Surmeir» zog Elvis die Aufmerksamkeit und Sympathie vieler Menschen auf sich. Man habe das Tier schlicht und einfach überall gekannt. (kei/paa)

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