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Neues Modell für Region Prättigau/Davos

Neues Modell für Region Prättigau/Davos

Die Regionalentwicklung Prättigau/Davos soll mit dem Forum Prättigau/Davos eine neue Basis erhalten.

Südostschweiz
vor 2 Wochen in
Aus dem Leben
Vierjährige Versuchsphase: Das Forum Prättigau/Davos soll die Regionalentwicklung in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik breiter abstützen.
Bild Olivia Aebli-Item

Die Region Prättigau/Davos will die Regionalentwicklung breiter abstützen und schlagkräftiger machen. Dazu soll das Forum Prättigau/Davos geschaffen werden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Mit diesem Forum sollen Führung, Organisation, Partizipation und Kommunikation verbessert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Präsidentenkonferenz Prättigau/Davos am Montag nach einigen Diskussionen und teils skeptischen Voten mit sieben zu vier Stimmen genehmigt.

20 bis 30 Mitglieder

Das aus 20 bis 30 Mitgliedern zusammengesetzte Forum soll gemäss Mitteilung die Regionalentwicklung in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik breiter abstützten. Unternehmen, Verbände, Interessengruppen sollen darin ebenso vertreten sein wie die jüngere Generation, die heute in den Gemeinden meist abseits stehe.

Das Forum werde sich zwei- bis dreimal pro Jahr mit Themen der Regionalentwicklung beschäftigen, Ideen einbringen, Projekte diskutieren und diese zuhanden der Gremien der Region vorbereiten. Die Präsidentin oder der Präsident des Forums werde zudem für die Führung der operativ tätigen Regionalentwickler verantwortlich sein. Das Präsidium sowie die ehrenamtlich tätigen Forumsmitglieder werden durch die Präsidentenkonferenz gewählt.

Wer den Präsidiumsposten übernehmen wird, soll bis September/Oktober feststehen. Das teilte Georg Fromm, Geschäftsleiter der Region Prättigau/Davos, am Dienstag auf Anfrage mit.

In Nachbarregion bewährt

Wie in der Mitteilung festgehalten ist, hat sich das Forumsmodell in der Nachbarregion Engiadina Bassa Val Müstair seit Jahren bewährt. Das Forum Prättigau/Davos werde nun aufgebaut, eine erste Sitzung solle diesen Spätherbst stattfinden. Nach vier Jahren solle dann überprüft werden, ob die gesetzten Erwartungen erfüllt hätten werden können.

Zur Neuaufstellung der Region Prättigau/Davos hätten verschiedene Entwicklungen geführt, heisst es weiter. Dazu gehörten seit Anfang Jahr eine neue Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden sowie auch die personellen Wechsel an den Spitzen der Gemeinden Davos und Klosters. Inhaltliche Überlegungen hätten aber ebenfalls dazu beigetragen. So könne nach der Ablehnung des Internationalen Naturparks Rätikon durch alle Prättigauer Gemeinden festgestellt werden, dass breite Kreise der Bevölkerung «mit diesem Entwicklungsprojekt offensichtlich nicht angesprochen und überzeugt werden konnten».

Zudem wären die Führung und das Controlling der Regionalentwicklung schon länger ein Thema gewesen, denn diese Aufgaben seien «fachlich und zeitlich nicht zu unterschätzen und für die bereits stark ausgelasteten Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten eine Herausforderung». (béz) 

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