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Doch kein Städtlifest in diesem Jahr

Vor ein paar Wochen hat die Nachricht die Runde gemacht, dass die diesjährige Ausgabe des Ilanzer Städtlifests aktuell geplant werde. Nun wurde der Anlass doch auf 2022 verschoben. 

Südostschweiz
28.05.21 - 18:34 Uhr
Aus dem Leben
Besucher am Ilanzer Städtlifest 2018.
Besucher am Ilanzer Städtlifest 2018.
BILD ROLF SIMEON

Vor rund zwei Monaten hat das Organisationskomitee (OK) des Ilanzer Städtlifest verkündet, die diesjährige Ausgabe des Events zu planen und zu organisieren. Nun teilten die Verantwortlichen mit, dass es doch nicht möglich sei, den Anlass unter den gegebenen Umständen durchzuführen und das Fest darum auf August 2022 verschoben werde. Trotz den am Mittwoch beschlossenen Lockerungen seitens Bundesrat fällt das Städtlifest in diesem Sommer also aus. Was sind die Gründe? Radio Südostschweiz sprach mit OK-Präsident Manuel Montalta.

Man habe vor ein paar Wochen zwar gewusst, was für Bedingungen der Bundesrat aufstellen könnte, aber es sei noch nichts im Stein gemeisselt gewesen, sagt Montalta. Von den jetzt geltenden Vorgaben habe noch niemand gewusst. «Und jetzt sind es schlicht zu viele Vorgaben, die einzuhalten sind. Einzelne davon können sind möglich, aber alle Vorgaben zusammen einzuhalten, das ist aus organisatorischer Sicht nicht möglich. »

Montalta meint damit unter anderem die Vorgabe, dass Besucherinnen und Besucher im Sitzen konsumieren müssen. Beim Städtlifest würden viele Personen durch die engen Gassen von Ilanz laufen, dort bestehe nicht der nötige Platz, um im Sitzen zu essen und zu trinken. «Man kennt es vom Churerfest – Person steht an Person- das geht aktuell nicht», ergänzt Montalta. Die Verantwortlichen hätten auch überlegt, das Fest um die Hälfte der Marktstände zu verkleinern. Aber auch dann fehle der Platz. 

Ein Teil des Organisationskomitees des Ilanzer Städtlifest bei Besprechungen.
Ein Teil des Organisationskomitees des Ilanzer Städtlifest bei Besprechungen.
PRESSEBILD

Hinzu kämen die Parimeter-Absperrungen, sagt Montalta. «Auch das haben wir abgeklärt. Aber wie handhaben wir es, wenn beispielsweise 5000 Personen an fas Fest kommen wollen, jedoch nur 3000 erlaubt sind. Was passiert mit den anderen 2000 Personen?» Davor habe das OK Respekt gehabt. Zudem hätten notwendige Zutrittskontrollen und das damit verbundene zusätzliche Sicherheitspersonal das Budget gesprengt. 

Richtige Entscheidung getroffen

Auch das Städtlifest, um zwei Wochen nach hinten zu verschieben, dann, wenn voraussichtlich wieder grössere Veranstaltungen erlaubt sind, war für das OK keine Lösung. «Machbar wäre es grundsätzlich schon gewesen. Aber wir haben nicht die Sicherheit und wissen beispielsweise nicht, ob die Besucherinnen und Besucher dann im Sitzen konsumieren dürfen oder nicht. Wir scheuen uns vor dem Aufwand nicht, aber die Planungssicherheit fehlt.» Man sei der Überzeugung, mit der Absage des diesjährigen Ilanzer Städtlifests die richtige Entscheidung getroffen zu haben. 

In einer finanziellen Notlage gerät das Städtlifest übrigens nicht, wie der OK-Präsident weiter erklärt. «Die finanziellen Aufwände belaufen sich auf etwa 5000 bis 6000 Franken. Wir haben von Anfang an gesagt, das sind Kosten, die wir verkraften können.»

Ganz auf einen Anlass in Ilanz zu verzichten, möchten die Verantwortlichen trotzdem nicht. Aktuell würden sie daher verschiedene Abklärungen treffen, um möglicherweise im September eine Alternative zum Städtlifest durchzuführen. «Das bestehende Fest an die jetzigen Vorgaben anpassen zu müssen, ist eine andere Ausgangslage, als wenn wir mit den jetzigen Vorgaben ein Fest planen», erklärt Montalta und fügt an: «Wir bleiben positiv und arbeiten daran, dass im September etwas geht.» 

Der mögliche Alternativ-Anlass finde aber nicht im Rahmen des traditionellen Ilanzer Städtlifests statt und werde auch nicht den gleichen Namen erhalten. (paa)

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Sehr geehrte Damen und Herren
Ist es jetzt def. entschieden, dass das Städtlifest Ilanz 2021 nicht stattfinden wird am 07./08.08.2021?
Wir wollen nämlich an diesen Wochenende extra nach Ilanz gehen an das Fest teilzunehmen.
Besten Dank für den Bescheid.
Herzliche Grüsse,
Kathleen Wehrli

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