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Impfmarathon im Kongresszentrum Davos

Impfmarathon im Kongresszentrum Davos

Mit einem gemeinsamen Effort des Kantons, des Spitals Davos und der Bevölkerung wurden am Mittwoch 390 Personen gegen Covid-19 geimpft.

Barbara
Gassler
vor 1 Monat in
Aus dem Leben

Am Mittwoch ging es im Kongresszentrum zu und her wie im Taubenschlag. Oder «wie beim Jahrgängertreffen», wie Walter Kistler, Leiter des Pandemie-stabs am Spital Davos, mit einem Grinsen bemerkte. Kaum Wunder, denn an diesem Tag hatte man sich vorgenommen, die letzten verbliebenen Impfwilligen aus der Gruppe der über 75-jährigen sowie erste Personen aus der Gruppe der über 65-jährigen und weitere Hochrisikopatienten zu impfen. Von frühmorgens bis abends wurden 390 Dosen des Impfstoffs «Pfizer-BioNTech» verabreicht. Dieser ist im Umgang komplizierter als der sonst verwendete Moderna-Impfstoff. Zum Beispiel muss eine ungebrochene Kühlkette und ein erschütterungsfreier Transport garantiert sein, sodass das Mittel nur bei gross angelegten Aktionen wie an diesem Mittwoch zum Einsatz kommt. Am Morgen war der Impfstoff von drei Mitarbeitenden des Kantons nach Davos gebracht worden, während des ganzen Tags hielten 17 Mitarbeitende des Spitals fünf Impfstrassen am Laufen. «Das ist ein grosser zusätzlicher Aufwand für unser kleines Spital», sagt dessen Direktor Daniel Patsch. «Denn gleichzeitig muss der normale Betrieb aufrecht erhalten bleiben.» Es sei jedoch ein Effort, den das Spital und seine Belegschaft für die Gesundheit der Davoser Bevölkerung gerne zu leisten bereit sei. Eine zweite solche Grossaktion ist auf den 28. April geplant. Dann wird den frisch Geimpften die zweite Dosis verabreicht.

Grösste Impfaktion je

«Seit Montag dieser Woche haben wir schon rund 130 Personen geimpft», erklärt Kistler. Am Donnerstag sollen weitere 44 dazu kommen. «Bis Ostern sollten wir dann in Davos alle über 75-Jährigen durchhaben», sagt er. Seit Beginn des Jahres läuft die grösste Impfaktion, die die Schweiz je gekannt hat. Auch hier. Dennoch, Komplikationen habe man keine gehabt, erklärt der Arzt. Mal abgesehen von normalen Impfreaktionen wie Rötungen oder Verhärtungen an der Einstichstelle oder leichten grippalen Symptomen. «Es gab auch keinerlei allergische Reaktionen.» Nach Ostern soll die Impfkampagne mit unverminderter Intensität fortgeführt werden. «Noch weiss ich nicht, wieviele Dosen uns dann zur Verfügung stehen werden, aber ich bin zuversichtlicher als auch schon.» Denn mit jedem Tag der Impfkampagne nimmt auch die Zahl der Impfwilligen zu. Spätestens im Mai soll dann im richtig grossen Stil geimpft werden können. «In der Zwischenzeit hoffen wir, schon erste Dosen an das Gesundheitspersonal an der Front abgeben zu können.»

Mehr dazu ist in der Druck- und Online-Ausgabe der am Karsamstag erscheinenden DZ zu finden.

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