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Irgendwo zwischen Himmel und Erde

Irgendwo zwischen Himmel und Erde

Auch in diesem Jahr haben wir wieder nach dem Leserbild des Jahres gesucht – und mit Eurer Hilfe auch gefunden. Gewonnen hat ein Bild, dass zwar nicht farbig, aber trotzdem ausdrucksstark ist. Wir haben mit dem Sieger über sein Foto gesprochen.

Anna
Panier
vor 3 Wochen in
Aus dem Leben
Das Leserbild des Jahres 2020 zeigt eine Schneelandschaft am Heinzenberg.
CHRISTIAN HUGELSHOFER

Von 60 Bildern hat das Foto der Schneelandschaft am Heinzenberg die meisten Stimmen erhalten und ist somit das Lieblingsbild unserer Leserinnen und Leser. Geschossen wurde das Gewinnerfoto von Christian Hugelshofer aus Zürich. Der Arzt und Psychotherapeut ist mit einer Bündnerin verheiratet und kommt nun schon seit rund zehn Jahren nach Graubünden, genauer gesagt an den Heinzenberg. So auch im Februar 2020, als das Bild entstand.

Es sei einer dieser Morgen gewesen, an dem die Sonne gestrahlt habe und Nebel- und Wolkenbänke durch das Tal hochgezogen seien, erinnert sich Hugelshofer zurück. «Es herrschte eine magische Stimmung und ich hatte das Gefühl, irgendwo zwischen Himmel und Erde zu sein.»

Der Hobbyfotograf zog dann schliesslich mit seiner Kamera los, um dieses für ihn einzigartige Szenario im Bild festzuhalten.  Dass sein geschossenes Foto nun das Leserbild des Jahres 2020 ist, macht Hugelshofer umso glücklicher. «Ich freute mich schon sehr über die Nominierung. Es ist eine Art Rückmeldung an mich, dass das, was ich mache, andere Menschen berührt und das finde ich wirklich schön.»

Seit Jahren begeistert

Seit seiner Kindheit ist Hugelshofer Feuer und Flamme für das Fotografieren. «Ich habe sehr früh damit angefangen. Damals mit einer alten Kamera, in welche die Filmrollen reingespult werden mussten.» In der Schule habe er dann jeweils stundenlang in der Dunkelkammer des Fotolabors gesessen, um schwarz-weisse Bilder zu entwickeln. «Irgendwann bin ich dann auf Digitalfotografie umgestiegen.» Aktuell fotografiere Hugelshofer vor allem Landschaften oder Porträts. Letzteres fasziniere ihn sehr, da man mit dem Ausdruck des Fotos dem Wesen und dem Besonderen der porträtierten Person näher komme.

Wiederum das Fotografieren von Landschaften, wie es auch beim Siegerbild der Fall ist, empfindet Hugelshofer als eine Art von Kunst und Ausdruck. «Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sich am Ende der passende Bildausschnitt, das Licht und die Schatten zu genau dem zusammenfügen, was ich beim Betrachten der Landschaft empfinde und was ich mit dem Bild ausdrücken und vermitteln will.»

Ausdrucksstark trotz fehlender Farbe

Auch im Berufsalltag als Psychotherapeut stelle er immer wieder fest, was für eine Wirkung Bilder auf deren Betrachter hätten. «Ein Patient schaute sich einmal eines meiner Landschaftsbilder in meiner Praxis an und meinte zur mir: ‹Wenn ich das Bild betrachte, geht es mir gut. Ich würde gerne so ein Bild zu Hause haben, damit ich es immer wieder anschauen kann›.» Mit seinen Bildern Gefühle bei Personen auszulösen, das sei für Hugelshofer eine wunderschöne Seite der Fotografie und mit auch ein Grund, warum er sich entschieden habe, auf Instagram aktiv zu werden. «Es ist sehr spannend, wie man sich auf dieser Plattform mit anderen Fotobegeisterten über die Fotografie austauschen kann.»

Auf seinem Instagramprofil (chugel_21) ist auch das Siegerbild vom Heinzenberg zu finden. Daneben sind zwei weitere Bilder mit der Bündner Landschaft zu sehen. Eines haben diese drei Landschaftsbilder alle gemeinsam, die Farbe fehlt – und das aus einem ganz bestimmten Grund. «Ich habe das Gefühl, gerade jetzt im Winter sind schwarz-weisse Fotos fast spannender, denn die Licht- und Schattennuancen lassen sich besser herausheben.» Es sei aber nicht so, dass Hugelshofer keine farbigen Fotos schiesse, er möge beide Varianten. Dies zeigen auch seine restlichen Bilder auf seinem Instagramprofil. «Aber im Winter kommt die Dramatik der Natur in schwarz-weiss einfach mehr zum Ausdruck. Im Frühling jedoch wird es dann wieder farbiger», so Hugelshofer.

Ein Jahr in Bildern
Während rund zwei Wochen haben wir im Dezember nach dem Leserbild des Jahres 2020 gesucht. In einem ersten Durchgang hat eine Jury für jeden Monat des Jahres eine Vorauswahl von fünf Bildern getroffen. Die Hauptkriterien bildeten dabei die Originalität und Regionalität. Die Ausrüstung des Reporters spielte keine Rolle. Das Sujet stand im Vordergrund.
In der zweiten Runde konnten unserer Leserinnen und Leser für ihren Favoriten des jeweiligen Monats voten. Daraus gingen zwölf Monatssieger hervor, die anschliessend in das Finale einzogen. Das Bild von Hugelshofer setzte sich in der finalen Runde mit 586 von 2353 Stimmen durch. Mit 454 Stimmen folgte das Bild «Spiegelungen» von Barbara Thöny und auf dem dritten Platz positionierte sich mit 424 Stimmen das Bild «Seifenblase» von Sonja Räth.

Das gab es zu gewinnen:

Alle zwölf Monatsgewinner erhalten dieses Jahr als Preis und als Dank für die Teilnahme ihr Leserbild als A4-Druck. Die drei Hauptgewinner bekommen zusätzlich die Möglichkeit, abwechselnd einmal pro Monat in der Zeitung «Südostschweiz» ein Leserbild als Sonderinhalt zu publizieren.

Ausserdem verlosen wir den A4-Druck des Siegerbildes auf unseren Social-Media-Kanälen. Wer also von der Aufnahme der Schneelandschaft begeistert ist, sollte unsere Verlosung nicht verpassen.

Weitere Inforamtionen zur Verlosung findet Ihr hier: 
Instagram: @Südostschweiz / Facebook: @Südostschweiz

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