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Schulleiter: «Es geht allen gut»

In der Schule Zorten in Vaz/Obervaz ist ein Coronafall bekannt geworden. Dadurch musste eine Person in Isolation und weitere 22 Personen in Quarantäne. Der Schulleiter Stefan Langenegger erklärt im Interview mit Radio Südostschweiz, wie er die Situation erlebt.

Südostschweiz
Donnerstag, 01. Oktober 2020, 16:08 Uhr Coronfall in Primarschule Zorten
In der Schule Zorten in Vaz/Obervaz befinden sich 17 Schulkinder in Quarantäne.
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Am Mittwoch ist bekannt geworden, dass in der Primarschule Zorten (Vaz/Obervaz) ein Coronafall bestätigt wurde. Die Folge: eine Person in Isolation und 17 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrpersonen in Quarantäne. Der Schulleiter der betroffenen Schule, Stefan Langenegger, äussert sich gegenüber Radio Südostschweiz zur Lage. «Selbstverständlich sind wir gefordert. Aber ich bin dankbar, dass viele Personen Verständnis dafür haben, dass es Zeit braucht und ich bin dankbar, dass ich weiss, dass es allen gut geht.»

Schritt für Schritt mit guten Erfahrungen

Am Mittwochnachmittag sei der Schulleiter von der betreffenden Lehrperson informiert worden, dass der entsprechende Test positiv ausgefallen sei. Anschliessend habe der kantonale Stab über das weitere Vorgehen entschieden.

Für Langenegger war die Situation kein Grund zur Aufregung. «Wir sind vom letzten Frühling geprägt, als wir den Chalanda Marz abgesagt haben und weitere Schritte wegen Corona eingeleitet haben.» Auf diese Erfahrungen hätten die Verantwortlichen in der aktuellen Situation zurückgreifen können. «Selbstverständlich spielt sich im ersten Moment ein Kopfkino ab und man macht sich Gedanken.» Viele Personen hätten aber mitgeholfen. «So konnten wir schnell eine Übersicht über die Situation gewinnen», so Langenegger.

Auch in der Kommunikation mit den Eltern ist man gemäss Langenegger geübt. Wenn es um Anliegen der Eltern gehe, habe man dafür ein System. Zuerst setzte sich die Klassenlehrperson mit den Fragen der Eltern auseinander, danach gebe es einen Zwischenschritt über die Stufenleitung und anschliessend werde Langenegger selbst informiert. «Klar gab es Eltern, die sich Sorgen machten. Aber wir haben immer wieder versucht, zu erklären, was wir machen.»

Fernunterricht ist kein Problem

Aktuell befände sich etwa die Hälfte der Schulkinder in Quarantäne, der Rest werde vor Ort unterrichtet. «Der Unterricht des Kindergartens und der 4. bis 6. Klasse wird von nicht betroffenen Lehrpersonen abgedeckt. Die Stunden können so alle nach Stundenplan durchgeführt werden», sagt Langenegger. In der Schule Zorten sind die ersten bis dritten und die vierten bis sechsten Klassen zusammengeführt. Der Kindergarten gehört ebenfalls zur Schule.

Die Kinder, die sich in Quarantäne befinden, werden per Fernunterricht unterrichtet. «Die betroffenen Schulkinder haben schon zehn Wochen erlebt, wie es ist, zu Hause zu lernen. Zudem sind sie durch Lernformen in der Schule einen selbstständigen Unterricht gewohnt. Sie wissen auf allen Niveaus, was sie zu tun haben.» Erste Lehrpersonen hätten auch schon bestätigt, dass es sehr gut funktioniere.

Grund dafür seien unter anderem die guten technischen Voraussetzungen der Schule. «Wir sind in der privilegierten Situation, dass wir schon vor drei Jahren ein Konzept ‹Medien und Informatik› lanciert haben.» Darum habe die Schule auf gute Internetleitungen sowie auf vorhandene Geräte zurückgreifen können. «Wir verfügen generell wirklich über gute Strukturen und das soll auch weiterhin so gut funktionieren», so Langenegger. Die Quarantäne dauert bis am 5. Oktober. (paa)

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