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Bündner wird zweithöchster Feuerwehrmann

Roland Farrér aus Stierva ist neu Vizepräsident des Zentralvorstands der Schweizerischen Feuerwehr.

Tobias
Soraperra
Mittwoch, 09. September 2020, 04:30 Uhr Roland Farrér
Roland Farrér ist neuer Vize-Präsident des Zentralvorstands.
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Es ist ein durchaus besonderes Ereignis, noch dazu in einem Jubiläumsjahr des Bündner Feuerwehrverbands (BFV), wie es in einer Mitteilung des Verbands heisst. Dieser feiert nämlich in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Die für Anfang Juni geplanten Feierlichkeiten in Thusis fielen aus bekannten Gründen ins Wasser.

Roland Farrér ist neuer Vize-Präsident des Zentralvorstands.

Doch nun kann der Bündner Feuerwehrverband wenigstens Historisches in seinen Geschichtsbüchern notieren. Der eigene Verbandspräsident wurde im Rahmen der Konstituierung des Zentralvorstands des Schweizerischen Feuerwehrverbands (SFV) zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Damit bekleidet zum ersten Mal ein Mann aus dem Kanton das zweithöchste Feuerwehramt der Schweiz. Die Wahl erfolgte kürzlich im Rahmen der Sitzung des Zentralvorstands. Der neue Vizepräsident freut sich über die Wahl, welche ohne eine Gegenstimme zustande kam. «Es ist eine grosse Ehre und auch ein historisches Ereignis», so Roland Farrér auf Anfrage. Seit seinem 16. Lebensjahr engagiert Farrér sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und erinnert sich noch gut an die Anfänge zurück: «Mit dem Beitritt zur Feuerwehr gehörte man zum ersten Mal zu den Grossen.»

Grosse Ehre, aber auch Respekt

Die Wahl Farrérs erfolgte nur ein Jahr, nachdem er in den Zentralvorstand des Feuerwehrverbands gewählt wurde. Bereits dies war ein historisches Ereignis, war Farrér doch seit dem Bonaduzer Martin Kohler (1965 bis 1975) der erste Vertreter Graubündens im Zentralvorstand des Schweizerischen Feuerwehrverbands.

Dass er nun ein Jahr später bereits als Vizepräsident vorgeschlagen wurde, sieht der Mann aus Stierva als Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit: «Das zeigt, dass man nicht alles falsch gemacht hat.» Für die neuen Aufgaben sieht sich Farrér gerüstet, auch wenn er durchaus Respekt vor dem Amt und seinen Verpflichtungen hat. «Wir sind derzeit dabei, die Vorstandsarbeit neu zu organisieren.» Deshalb sei es noch etwas unklar, welche Aufgaben auf ihn zukommen werden.

Auf jeden Fall wird er als Vizepräsident die Feuerwehr gegenüber den politischen Institutionen, aber auch dem nahen Ausland vertreten. Der besonderen Verantwortung für die 85 000 Feuerwehrmitglieder ist er sich durchaus bewusst.

Weiterhin im Kanton aktiv

Trotz der neuen Herausforderung im Zentralfeuerwehrverband, Farrér wird auch dem Kantonalen Verband weiterhin treu bleiben und das Amt als Präsident auch in Zukunft ausüben. Dort steht im kommenden Jahr ebenfalls eine Menge an. Der Bündner Feuerwehrverband möchte, sofern es die Situation rund um das Coronavirus zulässt, die Feierlichkeiten zum Jubiläumsfest nachholen. Geplanter Ersatztermin ist der 7. August 2021.

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