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Bio Käserei macht Sprung vorwärts

Die Bio Käserei Prättigau verzeichnet für 2019 ein starkes Umsatzplus und erstmals seit der Gründung ein positives Ergebnis.

Béla
Zier
Mittwoch, 29. Juli 2020, 04:30 Uhr Erstmaliges positives Ergebnis
Die Produkte der Bio Käserei Prättigau kommen im Markt gut an.
PRESSEBILD

Vor vier Jahren nahm die Bio Käserei Prättigau in einem Neubau in Pragg-Jenaz ihren Betrieb auf. Im Geschäftsjahr 2019 konnte die Genossenschaft nun erstmals in der Geschichte der Käserei ein positives Jahresergebnis präsentieren. Das geht aus einer kürzlichen Medienmitteilung hervor. Man habe ein ausgeglichenes Ergebnis, eine «schwarze Null» erzielt, präzisierte Martin Büchi, Präsident der Genossenschaft, auf Anfrage. Der Umsatz konnte laut Büchi gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent auf rund 650 000 Franken gesteigert werden und fiel damit so hoch aus wie noch nie.

Milch aus der Region fehlt

Die Käserei teilte weiter mit, man könne positiv in die Zukunft schauen. Es stünden aber bereits die nächsten Herausforderungen an. So gestalte sich nebst der Corona-Pandemie vor allem die Milchbeschaffung und die breitere Stützung der Genossenschaft mit neuen Mitgliedern und Milchlieferanten als «sehr schwierig».

Um ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erreichen, muss die Käserei laut eigenen Angaben monatlich 25 000 bis 30 000 Liter Milch verarbeiten. Ziel sei es, diese Milch hauptsächlich im Prättigau zu beschaffen, um die Wertschöpfung im Tal zu behalten und zu fördern. Im Moment würden aber über 50 Prozent der Geiss- und Schafmilch aus dem Bündner Oberland, dem Churer Rheintal und im Sommer sogar ausserkantonal beschafft. Um die Fehlmengen bei der Milch zu kompensieren, habe die Käserei jetzt mehrere Lösungsansätze erarbeitet, heisst es dazu in der Mitteilung weiter. 

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