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Nach der Genesung ist nicht wie vor der Ansteckung

Das Coronavirus ist nach wie vor präsent. Reto Robbi aus Silvaplana hat das Coronavirus zwar überstanden, leidet aber noch heute an den Folgen. Er erzählt, wie es ihm geht und weshalb das Virus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

Südostschweiz
Montag, 25. Mai 2020, 16:55 Uhr Coronavirus

Die Zahlen der Neuansteckungen mit dem Coronavirus werden weniger und trotzdem ist das Virus noch nicht besiegt oder gar aus der Welt geschaffen. Das man das Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, weiss auch der Oberengadiner Reto Robbi. Der 56-jährige Hobbysportler hat sich anfangs März mit dem Virus angesteckt und leidet auch nach der Genesung noch darunter. «Meine sportliche Leistung ist deutlich gesunken und der Husten ist geblieben», sagte Robbi gegenüber «Blick».

SCREENSHOT/BLICKTV

Kraftlos und niedergeschlagen

Als sich das Virus in Norditalien ausbreitete und zahlreiche Touristen und Gastarbeiter ins Engadin reisten, habe sich Robbi wahrscheinlich auf einer seiner Bergtouren angesteckt. «Wie aus der Pistole geschossen bekam ich 40 Grad Fieber und meine Atmung war, als wäre ich mit Vollgas in den sechsten Stock eines Hauses gerannt», so Robbi zum Onlineportal. Zehn Tage lang sei er ausser Gefecht, kraftlos und niedergeschlagen gewesen. «Ein zweites Mal will ich das nicht erleben», sagte der 56-jährige aus Silvaplana weiter, denn ob er nun wirklich immun sei, sei noch unklar.

Dass das Virus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, weiss Robbi nicht nur von seiner eigenen Erfahrung. Drei Personen aus seinem Bekanntenkreis seien bereits an dem Virus gestorben und eine weitere Freundin liege auf der Intensivstation. «Seid vorsichtig. Das Virus ist noch nicht weg», warnte Robbi gegenüber dem Onlineportal. (abr)

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