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Kontaktstelle erwartet nun einen Ansturm

Die Selbsthilfe Graubünden hat die Kontaktstelle wieder geöffnet. Es werden mehr Anfragen als üblicherweise erwartet, denn die Verunsicherung über die nahe Zukunft ist gross. Ausserdem dürfen sich Selbsthilfegruppen immer noch nicht treffen.

Südostschweiz
Mittwoch, 29. April 2020, 04:30 Uhr Nach Lockdown wieder offen
Die Kontaktstelle Selbsthilfe Graubünden öffnet nach ersten Lockerung der Ausnahmesituation.
NADJA SIMMEN

Die Selbsthilfe Graubünden hat nach den ersten Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Kontaktstelle wieder geöffnet. «Auch wenn sich die vielen Selbsthilfe Gruppen immer noch nicht treffen dürfen, brauchen sie trotzdem eine Anlaufstelle», betont der Leiter der Kontaktstelle, Jürg Feuerstein. Er freut sich, wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren: «Kontakt zu den Selbsthilfegruppen von zu Hause aus zu haben, ist einfach nicht das gleiche wie vor Ort.»

Verlangen nach Austausch ist gross

Die Kontaktstelle ist jeweils Dienstag- und Donnerstagvormittags geöffnet. Alle Personen können die Kontaktstelle besuchen oder anrufen. «Meistens kommen die Personen alleine oder zu zweit. Das ist kein Problem, denn die Abstandsregeln können gut eingehalten werden», so Feuerstein und auch die Hygienevorschriften würden ebenfalls eingehalten. Abgesehen von den Schutzmassnahem wird sich die aktuell ruhige Situation zu einer wohl stürmischen Zeit ändern. «Wir gehen davon aus, dass wir mehr Anfragen haben als zuvor, da viele Leute verunsichert sind und nicht wissen wie es weitergeht. Viele haben Existenzängste und fühlen sich sehr einsam», so Feurstein und deshalb sei das Verlangen nach dem Austausch vermutlich grösser. Zurzeit gebe es wenige Rückmeldungen und da viele Initianten anonym sind, höre man nur wenig.

Die Selbsthilfe Graubünden bietet die verschiedensten Dienstleistungen an. Aktuell gibt es unter anderem auch virtuelle Gruppen, welche sich rund um das Thema Corona austauschen können. (abr)

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