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Damit Euch nicht die Decke auf den Kopf fällt

Zu Hause bleiben. Das ist die Devise und der Aufruf vom Bund während der aktuellen Corona-Krise. Somit findet die Freizeit vor allem in den eigenen vier Wänden statt. Damit Euch in diesen Tagen nicht die Decke auf den Kopf fällt, haben unsere Redaktoren immer mal wieder einen Tipp für die Freizeitgestaltung in petto.

Südostschweiz
Samstag, 18. April 2020, 11:43 Uhr Jeden Tag ein Unterhaltungstipp

Ticker

Mo, 20.04.2020 - 09:20

Flucht in die (eigene) Vergangenheit

Die gute alte Zeit: Als wir noch jünger waren und Corona einfach nur eine Biermarke. Höchste Zeit, sich dem Eskapismus in die Vergangenheit hinzugeben und sich in der Verklärung der eigenen Jugend zu suhlen. Welche Epoche das sein soll, sei jedem selbst überlassen. Ich habe mich für die folgenden Aktivitäten aus den 90’ern – und damit meinen Teenagerjahren – entschieden:

Game Boy reaktivieren

Schon klar: unsere heutigen Smartphones haben mehr Leistung als der damalige Chefcomputer der NASA. Wir können Spiele in Farbe und in Stereo zocken. Nichtsdestotrotz, nichts versetz einem mehr zurück in die Vergangenheit als das hochtönige «Babling», wenn man den Game Boy startet. Pixelige Grafik und lediglich zwei Aktions- und ein Steuerknopf. Damit ist stundenlange Ablenkung garantiert. Mein Spieltipp: Super Mario Land.

Tamagotchi wiederbeleben

Irgendwo liegt sicher noch eines der Plastikeier rum, das man mit einer neuen Batterie wiederbeleben kann. Das Konzept: Man kümmert sich um ein virtuelles Küken, wie um ein Haustier. Man kann es füttern, unterhalten, zum Schlafen schicken, mit ihm spielen und muss aber auch seinen Dreck wegputzen. Kümmert man sich zu wenig um sein Tamagotchi, geht es ein. Dann sieht man auf dem kleinen Bildschirm nur noch einen Grabstein. 1997 war das unter Jugendlichen der Renner. Das kann es auch heute wieder werden, so man denn noch eines der Eier zuhause findet – oder sich die App auf sein Smartphone herunterlädt.

Friends bingen

Ich gebe es zu: ich kannte die Serie «Friends», hatte sie aber nie komplett geschaut. Da ist der aktuelle Lockdown also DIE Gelegenheit, sich die Kult-Serie zu geben, die in 10 Staffeln zwischen 1994 und 2004 lief. Auf Netflix ist die komplette Serie verfügbar.

Für Männer: Haare bleichen und mittig scheiteln

Es häufen sich die Bilder von Jungs, die zuhause versucht haben, sich ihre Undercut-Frisur wieder auf Vordermann zu bringen: Sie sind alle kläglich gescheitert. Was tut man da also? Man lässt die Haare lang, holt sich Bleichmittel und gönnt sich eine Nick-Carter-Gedächtnisfrisur: blondierte Haare und Mittelscheitel. Die Coiffeurläden machen bald wieder auf und man(n) kann sich die Frisur wieder bestmöglich richten lassen.

Für Damen: 90’s-Trends-Hindernisparcours

Plateauschuhe montieren, gelbgetönte Brille auf die Nase, bauchfreies Top anziehen und in die Miss-Sixty-Jeans gezwängt. Danach Andri Ragettli googeln und sein aktuelles The-Floor-Is-Lava-Video nachgestellt. Da vergeht die Zeit wie im Fluge.

 

Viel Erfolg – und Spass.

DJE

Sa 18.04.2020 - 11:32

UNSPLASH

Bewegung, Energie und Fokus im Alltag

Als Ergänzung zum Tipp von gestern bleiben wir beim Thema Bewegung und gehen noch etwas tiefer. Schmerzen im Rücken und in anderen Körperteilen sind absolut verständlich, wenn wir den ganzen Tag Zuhause herumsitzen. Dazu kommt, dass wir auch im Kopf langsam anfangen durch zu drehen, wenn wir immer die gleichen Wände anstarren. Deshalb ist mein Tipp, mehr nach innen zu gehen, wenn wir nicht nach draussen gehen können (oder sollen). Mit „nach innen“ meine ich in uns selber, in unseren Kopf, unseren Körper und auch in unsere Persönlichkeit.

Das klappt beispielsweise mit Yoga sehr gut, denn Yoga verbindet die Bewegungen des Körpers mit dem Geist im Kopf und bringt uns so näher zu uns selbst. Das wiederum hilft uns am Boden zu bleiben, den Blick klar zu halten und den Fokus im Alltag nicht zu verlieren. Und es funktioniert! Denn nicht umsonst ist Yoga weltweit zu so einem Trend geworden. Immer mehr Menschen entdecken diese Bewegungsform für sich. Genau aus diesem Grund.

Falls Ihr jetzt denkt „ja, aber ich bin doch viel zu unbeweglich dafür“ oder „das ist mir zu langweilig, ich will schwitzen“ oder „ich hab doch keine Ahnung davon, wie soll das jetzt gehen?“ – das sind alles keine Hindernisse. Erstens, Beweglichkeit und Kraft sind eine Folge von Yoga und nicht eine Voraussetzung. Zweitens, ja, Yoga kann sehr langsam und entspannend sein aber Yoga kann eben auch anders und da ist Schweiss und Muskelkater garantiert. Und Drittens, keine Sorge, Yogalehrer lassen Euch gerade jetzt in dieser intensiven Zeit bestimmt nicht im Stich.

Ich bin selber Yogalehrern und auch meine Kolleginnen und Kollegen – ja richtig, Yoga ist definitiv auch was für Männer – führen zurzeit Live-Klassen online durch oder produzieren Videos, mit denen Ihr jederzeit und überall Yoga machen könnt. Dafür braucht Ihr nichts, ausser bequeme Kleidung – das dürfte momentan eh Standard sein – und vielleicht eine Unterlage, wobei auch das nicht zwingend notwendig ist. Es macht es einfach etwas bequemer aber ein Rasen oder ein Teppich tuts auch. Und damit Ihr nicht zu lange nach guten Yoga-für-Zuhause-Videos suchen müsst, verlinke ich Euch hier ein paar: Nadinamasté, Mady Morrison, Yoga and Juliet, Yoga with Adriene (englisch). Viel Spass, Eure HIN.

Freitag, 17. April

Bewegung gegen Rückenschmerzen

Seit ich von Zuhause aus arbeite, habe ich Rückenschmerzen vom Sitzen. (Vermutlich weil ich einfach mehr herumsitze, als in meinem sonstigen Alltag). Diese Rückenschmerzen und das Bewusstsein über mein Sitzverhalten haben bei mir einen Bewegungsdrang ausgelöst, der mich auf einmal dazu gebracht hat, entweder Kraftübungen zu machen, oder im Wald joggen zu gehen. Mein Tipp an euch ist nun die vorige Zeit, die wir erhalten haben, gesundheitsfördernd zu nutzen.

Wenn Euch – wie mir manchmal – der Antrieb fehlt, joggen zu gehen, rate ich Euch die App «Running» von Adidas zu benutzen. Die App misst die Distanz, die Geschwindigkeit, die verbrannten Kalorien und noch vieles mehr. So kann man sich jedes Mal herausfordern und hat es schwarz auf weiss, zu was man eigentlich fähig wäre. Seit ich die App zum Joggen benutze, macht mir das Joggen nun sogar Spass und meine Rückenschmerzen haben sich durchs Joggen vermindert.

Für diejenigen, die sich dennoch nicht zum Joggen aufraffen können, habe ich einen weiteren Tipp. Als meine Rückenschmerzen aufgetreten sind, hat es geholfen, mit angewinkelten Beinen an den Boden zu liegen. Später habe ich dann einige Rückenübungen miteingebaut, da ich ja sowieso schon am Boden lag. So ist es dann dazu gekommen, dass ich auf Youtube Übungen für die verschiedensten Körperteile rausgesucht habe und wann immer es die Zeit zulässt, einige solcher Übungen mache. Die Vorteile am Homeoffice und die Zeit zu Hause zu verbringen sind, dass man solche Übungen immer wieder mal machen kann, ohne die Zeit planen zu müssen. Also legt euch mal auf den Boden und spürt euren Körper. Eure ABR

Mittwoch, 15. April

PXFUEL

Adios Fastfood

Ich will hier nicht den Moralapostel spielen, letztlich muss und soll beim Essen jede und jeder für sich entscheiden, was gut ist. Für mich persönlich ist die momentane Homeoffice-Situation bezogen aufs Essen vor allem eines: Eine grosse Chance. Als voll berufstätiger, alleinstehender und über Mittag nicht nach Hause gehen könnender Mann ist für mich eine sinnvolle Ernährung im normalen Alltag eine grosse Herausforderung. Beim Frühstück muss es schnell gehen, Zum Zmittag gibt es oftmals was von der Tankstelle und abends, häufig bereits mit mächtigem Kohldampf, steht einem der Sinn auch nicht immer danach, noch zwei Stunden in der Küche zu stehen. 

Wer sich einer ähnlichen Situation befindet wie ich, dürfte es bereits festgestellt haben: Im Homeoffice tun sich ganz neue Möglichkeiten auf. Morgens ist es auch mal während der Arbeitszeit möglich, sich ein gesundes Power-Müesli zuzubereiten. Am Mittag macht die Auswahl aus dem eigenen Lebensmittelvorrat deutlich grösseren Spass als die immer gleiche Auswahl der Tankstelle. Und am Abend, auch dank des wegfallenden Arbeitsweges, finde ich deutlich mehr Zeit und Muse, mich um einen feinen Znacht zu kümmern.

Selten hatten wir mehr Zeit für uns als jetzt. Für mich eine tolle Möglichkeit, die Fertigpizza und das Tankstellen-Sandwich wegzulassen. KRT

Sonntag, 12. April

PIXABAY

Flucht in andere Welten richtiggemacht

Wir alle kennen den verführerischen Reiz, in eine andere Welt zu entfliehen. Gerade in Zeiten, in der wir uns aus guten Gründen zuhause verbarrikadieren, im Winter ist es manchmal das garstige Wetter und nun ein nicht minder garstiges Virus. Der Sog in die andere Welt, in Filmuniversen und Geschichten hinein ist kräftig. Nicht selten finden wir uns in düsteren Szenarien wieder, die uns nicht wirklich guttun. Oder man knautscht sich auf dem Sofa stundenlang zusammen für eine Serie, die schlussendlich nicht die Strapazen von Rückenschmerzen oder Albträumen wert war. Als Krimiliebhaberin ist es schwierig, sich dies einzugestehen.

Doch das Bedürfnis nach Feel-Good-Momenten und -Bildschirminhalten hat sich durch die jetzigen Umstände nicht gerade gemindert. Also spricht vieles dafür, in Geschichten, die mit schönen Erinnerungen verbunden sind, zu entfliehen. In welche Geschichtenwelt seid Ihr als Kinder oder Jugendliche eingetaucht? Vielleicht ist nun der Moment gekommen, wieder dorthin zu gehen und Energie zu tanken. Neben klar rationierter Portionen der wichtigsten News aus der Südostschweiz und der Welt, führe ich mir im Moment beispielsweise das Hörbuch eines Harry-Potter-Romans zu Gemüte. Das Hörbuch tut zweifach gut: Einerseits verspricht es eine gehörige Dosis Feel-Good-Momente, andererseits fordere ich meine Fantasie.

Da unsere Augen tendenziell mit Reizen überfordert werden und unsere Fantasie vielleicht eher unterfordert, empfehlen sich auditive Fluchten aus dieser Welt ganz gut. Zudem kann man ein Hörbuch genüsslich mit einem Putzschub oder einem Spaziergang ums Haus kombinieren. Viele Hörbücher findet Ihr auf Spotify, Youtube oder kostenpflichtig bei Audible. ALA

Mittwoch, 8. April

Frühlingsputz: Der Dreck muss weg

Aufgrund der momentanen Situation hocken wir alle mehrheitlich zu Hause rum. Was kann man also tun, damit diese Zeit abwechslungsreich bleibt? Meine Kolleginnen und Kollegen haben Euch bereits tolle Tipps gegeben. Vom Kuchenbacken bis zum Federballspielen war alles dabei. Nun bin ich wieder an der Reihe. Meine Idee für alle, denen langsam aber sicher die Decke auf den Kopf fällt: Frühlingsputz. Hört sich im ersten Moment für viele Leute wohl eher wie eine Bestrafung an. Aber Hand aufs Herz: Wann wurden Eure Fenster zuletzt geputzt und der Backofen gründlich gereinigt? Und habt Ihr euren Möbeln überhaupt schon einmal ein bisschen Frische verliehen? Es ist also ganz klar Zeit, den Kampf gegen den Schmutz anzutreten.

Als Erstes müsst Ihr Euch einen Überblick verschaffen und die Putzaktion planen. So vergesst Ihr am Ende nichts. Nun rüstet Euch mit «Waffen» aus: Weiche Putzlappen für empfindliche Oberflächen, einen Eimer für das Wasser, Glasreiniger für die Fenster. Hier lohnt es sich übrigens, mal beim «Mama» oder «Nani» nachzufragen. Alternativ könnt Ihr auch kurz Google konsultieren, denn es gibt viele Tipps und Tricks, die das Putzen erleichtern sollen. Seid Ihr soweit? Dann kann die «Putz-Schlacht» beginnen. Von der Küche über das Badezimmer und die Betten bis hin zu den Fenstern und Böden, alles soll am Ende glänzen. Natürlich ist das nicht an einem Tag machbar. Nehmt Euch darum pro Tag nur eine Sache vor. Gut Ding will ja schliesslich Weile haben. Und vergesst auch nicht, während des Putz-Marathons eine Pause einzulegen. Putzen wird schliesslich nicht grundlos mit einem Work-out verglichen.

Wenn Ihr Eure vier Wände erfolgreich auf Vordermann gebracht habt, gibt das ein richtig gutes Gefühl. Und falls in Zukunft wieder einmal spontaner Besuch vorbeikommt, müsst Ihr auch keinen Lappen mehr in die Hand nehmen. Ihr könnt im wahrsten Sinne des Wortes mit Eurem Frühlingsputz glänzen. Gutes Putzen! Eure PAA

Montag, 6. April

Einen Rohstoff gewinnen

Es ist der Zeitpunkt gekommen, die aufgeschobenen Dinge zu erledigen. Denn Ausreden, um sie nicht zu tun, gibt es schon längst keine mehr. So habe ich in meiner Nachbarschaft (natürlich vom eigenen Garten aus) beobachtet, dass es Zeit ist, den Kompost zu bearbeiten. Nicht nur ist dann eine mühsame Arbeit erledigt, sondern Ihr erhält auch gleich Erde, die Ihr momentan nicht kaufen könnt.

Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach: Ihr siebt den ganzen Kompost, gewinnt Erde und werft die Kompostreste zurück in den Kompost.
Zu den Materialien: Ich empfehle eine grosse Schaufel, damit Ihr dem Gestank und den Würmern ausweichen könnt. Falls Ihr kein Gartensieb zur Hand habt, könnt Ihr ein Stück Drahtzaun auf einem Holzrahmen befestigen. Eine einfachere Variante ist, Löcher in einen Kessel zu bohren - und schon habt Ihr ein Gartensieb.

Je nach Kompostgrösse beschäftigt Euch diese Arbeit mehrere Stunden lang, die Ihr bei diesem schönen Wetter natürlich auf mehrere Tage aufteilen könnt. So seid Ihr körperlich gefordert, tankt Vitamin D, gewinnt einen Rohstoff, und erledigt eine aufgeschobene Arbeit mit Freude und das alles von zu Hause aus.

Wenn Euch die Gartenarbeit nun gepackt hat, könnt Ihr die gewonnene Erde sogleich weiterverwenden…. Eure ABR

Samstag, 04. April

Zeit für «Schundliteratur»

Bis heute haftet dem Medium Comic hierzulande der Geruch der Schundliteratur an. Es gibt immer noch viele Leser, die immer noch Vorbehalte gegenüber dem Begriff der Comics haben. Zeit um dies zu ändern. Denn in dieser Situation hat man genug Zeit, um aufgeschobene Dinge nachzuholen oder mal etwas Neues zu entdecken. Wie zum Beispiel in die Literatur der vielfältigen Comicwelt einzutauchen. Darum gibt es jetzt drei Empfehlungen von mir - zwei davon haben einen Schweizer Bezug: 

1. «Batman: Der Dunkle Prinz» von Enrico Marini

Im letzten Jahr feierte Batman, der wohl menschlichste Superheld der Welt, seinen 80. Geburtstag. Seit einer geraumer Zeit gehört der Mann im Fledermauskostüm zu den bekanntesten Figuren der Popkultur. Im Laufe vieler Jahrzehnte wurde Batman von diversen Comicautoren und Künstlern ausgestattet, dabei konnten einige im grossen Universum des Dunklen Ritters auch echt markante Meilensteine setzen. Im Jahr 2018 machte sich schliesslich der Schweizer Comickünstler Enrico Marini mit «Batman: Der Dunkle Prinz» an eine etwas andere Batman-Geschichte: Um Harley Quinn ein ganz besonderes Geschenk zu machen, legt sich der wahnsinnige Joker sogar bereitwillig mit Batman und Catwoman an. Der Joker, der auch in dieser Geschichte mehr als nur eine Schrauber locker hat, wird auf Bruce Waynes angeblicher Tochter aufmerksam. Als der Clownprinz des Verbrechens das kleine Mädchen entführt, artet die Geschichte in einem persönlichen Konflikt zwischen ihm und der Fledermaus aus. 

Die viel gelobte Batman-Saga des gebürtigen Basler Künstlers ist virtuos, gefühlvoll und eine packende Krimigeschichte. «Batman: Der Dunkle Prinz» gibt es in zwei Alben sowie in einem Sammelband zu kaufen. 

2. «Der Magnet» von Lucas Harari

Mein zweiter Tipp stammt von einem französischen Künstler, spielt aber im Bündnerland. In "Der Magnet" geht es um Pierre, ein junger Architekturstudent, der sich von Zumthors Thermalbad in Vals magisch anziehen lässt. Er schmeisst sein Studium, fährt in die Schweiz und begibt sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis hinter den Mauern der Therme. Der Künstler hinter dem Thriller ist der Illustrator Lucas Harari. Das französische Original hat sich in seinem Heimatland über 21 000 Mal verkauft. Die Graphic Novel wurde auf Italienisch, Englisch, Deutsch und Chinesische übersetzt. Ausserdem ist dieses Werk unter Namen «La Calamita» auch auf Rätoromanisch erhältlich. Mehr zur rätoromanischen Übersetzung von "Der Magnet" findet ihr hier

3. «Maus» von Art Spiegelman

Mein dritter und letzter Typ ist ein Klassiker, den man gelesen haben muss. In "Maus" erzählt Art Spiegelman die Geschichte von seinem Vater und Holocaust-Überlebenden Wladek. In zahlreichen Sitzungen schildert er seinem Sohn von seiner Zeit in Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, sowie von der Rettung und dem Fluch des Überlebens. Das Besondere an der Geschichte ist der Einsatz von Tiermetaphern. Dabei werden Juden als Mäuse, Deutsche als Katzen und Polen als Schweine dargestellt. Durch die Tiermetapher wahrt er den Abstand zum erzählten Grauen. Spiegelmans "Maus" ist eines der wenigen Kunstwerke, die absolut wahrhaftig vom Holocaust erzählen. Für sein Werk bekam der Künstler 1992 den Pulitzer Preis, ein Novum für einen Comic.

Bevor Ihr euch jetzt die Bücher über den bekannten internationalen Onlineversandhändler mit dem «A» kauft, habe ich noch eine Bitte an Euch. Der Einzelhandel hat eine schwere Zeit vor sich, da die Geschäfte schliessen mussten. Das trifft vor allem die kleinen Händler besonders hart. Also bitte unterstützt eure Buch-, Comichändler und Verlage und bestellt direkt bei ihnen Euren Lesestoff. Also, gutes Lesen und bleibt gesund, euer HUJ. 

Freitag, 3. April

Kleider machen Leute

Ja, die Coronakrise hat uns alle fest in der Hand. Wir dürfen uns nicht mehr im gewohnten Rahmen bewegen, Freunde und Familien nur noch mit Sicherheitsabstand treffen und auch der allseits beliebte Shopping-Spree muss leider auf sich warten lassen. Dass einem in den eigenen vier Wänden durchaus mal die Decke auf den Kopf fallen kann, ist klar. Doch vergesst nicht: Wer in dieser Zeit im Homeoffice arbeiten darf, geniesst ein Privileg. Der Arbeitsweg entfällt, die Chance auf Ansteckung im ÖV ebenfalls und man kann den ganzen Tag im Schlabberlook vor dem Computer sitzen.

Doch genau letzteres sorgt mitunter dafür, dass man sich oft fühlt wie der letzte Penner - müde, unnütz und versifft. Deshalb empfehle ich Euch wärmstens, die tägliche Routine so gut wie möglich beizubehalten. Steht morgens auf, macht Euch eine schöne Tasse Espresso, hüpft unter die Dusche und zieht Euch zur Arbeit so an, wie Ihr es auch fürs Büro tun würdet. Vertraut mir, ihr werdet Euch automatisch frischer und besser fühlen. Am Feierabend schlüpft Ihr wieder in Eure Trainerhosen und schaltet somit im Kopf automatisch wieder auf den Freizeitmodus. Das hilft, auch im Homeoffice Arbeit und Freizeit klar zu trennen. Und jetzt der Profitipp: Freitags – also heute – könnt Ihr natürlich den Casual Friday zelebrieren und beispielsweise ohne Hose arbeiten. Sieht funny aus und macht auch Spass. Vergesst einfach nicht, bei allfälligen Videokonferenzen sitzen zu bleiben...

Viel Erfolg beim Umsetzen und bleibt gesund!

Euer CAC

Mittwoch, 1. April

Draussen, aber halt doch daheim: Federball

Zwischen «Bleiben Sie zuhause!» und «Gehen Sie nicht nach draussen!» liegen Welten. Dazu gehören unter anderem das Land «Balkonien» und die «Briefkasten-Bronx». Heisst soviel wie: Man kann gleichzeitig zuhause sein, ohne drinnen sein zu müssen. Das gilt es zu nützen. Das Wetter ist in den letzten Tagen nämlich unverschämt schön und auch in den kommenden Tagen strahlt uns ein gelbes «Sünneli» von der Wetterapp entgegen. Grund genug, die alten Badmintonschläger aus dem Keller zu holen und sich vor oder hinter dem Haus aufzustellen. Zeit für eine Runde Federball! Und wenn Ihr wie ich eher zu der Kategorie Bücherwurm zählt und mit Sport etwa so viel anfangen könnt, wie Daniel Koch mit dem Konjunktiv, dann macht euch auf etwas gefasst. Mein Freund und ich haben angefangen, jeden Tag zwischen 30 und 60 Minuten Federball zu spielen. Das macht zwar einerseits sehr viel Spass, andererseits merke ich nun, dass ich so etwas wie Muskeln habe. Und die tun weh. Das kommt aber nicht primär vom Federballspielen selber, sondern ganz deutlich davon, dass wir alle 10 Sekunden den vermaledeiten Ball aufheben müssen – weil wir absolute Nieten im Federball sind. Aber es hält uns wenigstens ein bisschen fit. Das ist auch für Kinder eine willkommene Abwechslung. Aber wer Kinder hat, ist darauf bestimmt schon selbst gekommen.

Ein bisschen Musik dabei ist übrigens auch nicht verboten. Ich wünsche Euch viel Spass beim Spielen, geniesst den Frühling, der langsam aber sicher Einzug hält und bleibt gesund. Eure (schmerzerfüllte) MMA.

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