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Damit Euch nicht die Decke auf den Kopf fällt

Zu Hause bleiben. Das ist die Devise und der Aufruf vom Bund während der aktuellen Corona-Krise. Somit findet die Freizeit vor allem in den eigenen vier Wänden statt. Damit Euch in diesen Tagen nicht die Decke auf den Kopf fällt, haben unsere Redaktoren immer mal wieder einen Tipp für die Freizeitgestaltung in petto.

Südostschweiz
Freitag, 03. April 2020, 13:43 Uhr Jeden Tag ein Unterhaltungstipp

Ticker

Freitag, 3. April

Kleider machen Leute

Ja, die Coronakrise hat uns alle fest in der Hand. Wir dürfen uns nicht mehr im gewohnten Rahmen bewegen, Freunde und Familien nur noch mit Sicherheitsabstand treffen und auch der allseits beliebte Shopping-Spree muss leider auf sich warten lassen. Dass einem in den eigenen vier Wänden durchaus mal die Decke auf den Kopf fallen kann, ist klar. Doch vergesst nicht: Wer in dieser Zeit im Homeoffice arbeiten darf, geniesst ein Privileg. Der Arbeitsweg entfällt, die Chance auf Ansteckung im ÖV ebenfalls und man kann den ganzen Tag im Schlabberlook vor dem Computer sitzen.

Doch genau letzteres sorgt mitunter dafür, dass man sich oft fühlt wie der letzte Penner - müde, unnütz und versifft. Deshalb empfehle ich Euch wärmstens, die tägliche Routine so gut wie möglich beizubehalten. Steht morgens auf, macht Euch eine schöne Tasse Espresso, hüpft unter die Dusche und zieht Euch zur Arbeit so an, wie Ihr es auch fürs Büro tun würdet. Vertraut mir, ihr werdet Euch automatisch frischer und besser fühlen. Am Feierabend schlüpft Ihr wieder in Eure Trainerhosen und schaltet somit im Kopf automatisch wieder auf den Freizeitmodus. Das hilft, auch im Homeoffice Arbeit und Freizeit klar zu trennen. Und jetzt der Profitipp: Freitags – also heute – könnt Ihr natürlich den Casual Friday zelebrieren und beispielsweise ohne Hose arbeiten. Sieht funny aus und macht auch Spass. Vergesst einfach nicht, bei allfälligen Videokonferenzen sitzen zu bleiben...

Viel Erfolg beim Umsetzen und bleibt gesund!

Euer CAC

Mittwoch, 1. April

Draussen, aber halt doch daheim: Federball

Zwischen «Bleiben Sie zuhause!» und «Gehen Sie nicht nach draussen!» liegen Welten. Dazu gehören unter anderem das Land «Balkonien» und die «Briefkasten-Bronx». Heisst soviel wie: Man kann gleichzeitig zuhause sein, ohne drinnen sein zu müssen. Das gilt es zu nützen. Das Wetter ist in den letzten Tagen nämlich unverschämt schön und auch in den kommenden Tagen strahlt uns ein gelbes «Sünneli» von der Wetterapp entgegen. Grund genug, die alten Badmintonschläger aus dem Keller zu holen und sich vor oder hinter dem Haus aufzustellen. Zeit für eine Runde Federball! Und wenn Ihr wie ich eher zu der Kategorie Bücherwurm zählt und mit Sport etwa so viel anfangen könnt, wie Daniel Koch mit dem Konjunktiv, dann macht euch auf etwas gefasst. Mein Freund und ich haben angefangen, jeden Tag zwischen 30 und 60 Minuten Federball zu spielen. Das macht zwar einerseits sehr viel Spass, andererseits merke ich nun, dass ich so etwas wie Muskeln habe. Und die tun weh. Das kommt aber nicht primär vom Federballspielen selber, sondern ganz deutlich davon, dass wir alle 10 Sekunden den vermaledeiten Ball aufheben müssen – weil wir absolute Nieten im Federball sind. Aber es hält uns wenigstens ein bisschen fit. Das ist auch für Kinder eine willkommene Abwechslung. Aber wer Kinder hat, ist darauf bestimmt schon selbst gekommen.

Ein bisschen Musik dabei ist übrigens auch nicht verboten. Ich wünsche Euch viel Spass beim Spielen, geniesst den Frühling, der langsam aber sicher Einzug hält und bleibt gesund. Eure (schmerzerfüllte) MMA.

Dienstag, 31. März

PIXABAY

Jeder fängt mal klein oder mit YouTube an

Kommt Ihr eigentlich auch zu nichts, obwohl Ihr den ganzen Tag zu Hause sitzt? Ich glaube, dieses Gefühl kennen mittlerweile viele von uns. An die neuen Arbeits- und Lebensumstände müssen wir uns erst noch gewöhnen.

Als Freier Mitarbeiter bei suedostschweiz.ch arbeite ich Teilzeit und besuche an den arbeitsfreien Tagen den Unterricht an der Fachhochschule Graubünden (FHGR). Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen, in denen der Unterricht nicht mehr vor Ort an der Hochschule, sondern mittels Videoübertragung in den eigenen vier Wänden stattgefunden hat. Meine Pendlerstrecke hat sich somit von der Bettkante via Bad in die Küche drastisch verkürzt. Die Pendler- oder eher die Schlenderzeit ist hingegen mehr oder weniger gleich geblieben. Noch immer trete ich mit einer genau getimten fünfminütigen Verspätung in das (virtuelle) Klassenzimmer ein.

Von Instagram zu Linkedin-Learning

Klar vermisst man seine «Klassen-Gspähndli» sehr und der einsame Gang zur Kaffeemaschine in den Pausen ist nicht mehr der, der er vor wenigen Wochen noch war. Dennoch habe ich den Unterricht aus rein didaktischer Sicht lieb gewonnen. Jeder kann in seinem Tempo lernen, man ist bedeutend weniger abgelenkt und hört aufmerksamer zu – also ich zumindest.

Darum rate ich Euch, falls ihr das Ende Eurer Facebook-Timeline erreicht habt und das Lösungswort des Kreuzworträtsels schon wisst, bevor ihr die Zeitung aufgeschlagen habt, lernt doch etwas Neues! Auf YouTube oder Plattformen wie Linkedin-Learning gibt es eine unendliche Auswahl an sinnvollen Tutorials oder Lernvideos, die euch für jedes erdenkliche Problem eine Lösung bereithält. Lernt neue Griffe für die Gitarre, oder was bei der Kamera ein ISO-Wert ist oder wie Ihr die noch bessere Bündner Nusstorte hinkriegt – egal was. 

Jeder fängt mal klein oder mit YouTube an! Euer BAE

Montag, 30. März

PIXABAY

Telefonkonferenz starten

Aufgrund der aktuellen Situation gestaltet sich der Kontakt zur Familie und auch zu guten Kollegen schwierig.  Gerade für Personen, die gerne unter Menschen sind und denen es wichtig ist, sich mit Nahestehenden auszutauschen, ist der momentane Zustand eine Herausforderung. Da nützen früher oder später auch die besten Tipps, um sich selber zu beschäftigen, nichts mehr. Stattdessen entstehen automatisch Gedanken, wie dieser Kontakt wiederhergestellt werden kann.

Die einfache Lösung: Das Telefon in die Hand nehmen und die Menschen, die man ansonsten persönlich treffen kann, anrufen. Es ist zwar nicht das Gleiche, wie wenn man die Personen persönlich sehen kann, aber trotzdem hebt ein Telefonat mit der Familie oder mit Kollegen die Laune merklich. So ist es bei uns unter Kollegen inzwischen Brauch geworden, dass einmal am Tag eine Telefonkonferenz gestartet wird. Alle die Zeit haben, nehmen teil. Diese Telefonkonferenzen haben neben dem offensichtlichen Vorteil der Interaktion noch einen zweiten positiven Nebeneffekt. Man lernt wieder bewusster zuzuhören. Denn während es beim persönlichen Umgang nicht weiter tragisch ist, wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen, so wird das bei einer Telefonkonferenz zum Problem. Deshalb auch mein Tipp an Menschen, die nicht gerne telefonieren (wozu ich mich trotz meines Berufes nach wie vor auch zähle), überwindet euch und ruft an. Zum einen nutzt ihr die Zeit so sinnvoll, zum anderen werdet ihr nach den Telefonaten in den allermeisten Fällen zufriedener sein als noch zuvor. Euer KUP

Sonntag, 29. März

Habt Mut zur Langeweile.
PIXABAY

Seid einfach mal langweilig

Lieser Leserschaft, wir befinden uns momentan alle in einer schwierigen Zeit. Einige arbeiten von Zuhause aus, andere reissen sich den Hintern in den Spitälern, Lebensmittelmärkten oder wo sonst auch immer auf und andere sind zu Hause und können nicht arbeiten. Es ist nun mal so. Deshalb gebe ich Euch einfach mal einen ganz simplen Rat: Habt Mut zur Langeweile. Einfach mal nichts machen. Einfach mal richtig lange ausschlafen, an die Wand starren und schön mal den Körper strecken. Seid doch mal ehrlich, kennt Ihr das Gefühl von echter Langeweile eigentlich noch? Ich zumindest nicht - und ich bin mir sicher, dass ich damit nicht alleine da stehe. 

Jetzt habt Ihr die Möglichkeit einmal zu entschleunigen. Steht nur auf, wenn der Magen nach Essen knurrt oder Eure Blase sich entleeren möchte. Auf dem Rückweg ins Bett, macht doch noch kurz einen Abstecher in die Küche, holt Euch was zu trinken, gebt dem Partner, der momentan Homeoffice macht, einen dicken Kuss auf die Wange, und verkriecht Euch ganz schnell wieder ins Schlafparadies. Was ihr dann macht, überlasse ich Euch. Greift nach einem Buch, zieht Euch einen Podcast rein, schaut Euch was auf dem Handy an oder kaut an Euren Fingernägeln. Es ist mir wurst!

Falls Euch diese Portion Langeweile aber doch zu viel ist, dann scrollt doch weiter nach unten. Dort schlagen Euch meine Kollegen vor, wie man die Zeit auch noch gestalten kann. Ich klinke mich mal aus und mache mich nach meinem Feierabend in Richtung Bett. Bleibt gesund, Euer HUJ!

Samstag, 28. März

Wingert Rebberg Jenins
Personen erledigen bei milden Temperaturen Arbeiten in einem Wingert in Jenins.
ARCHIV

Arbeiten und «Arbeiten» Zuhause

Was macht Man(n), damit einem in dieser Zeit die Decke nicht auf den Kopf fällt. Meine Kolleginnen und Kollegen haben schon tolle Vorschläge gemacht – die Auswahl wird kleiner – und die Tage, an denen man sich ausserhalb des Homeoffice beschäftigen möchte nicht unbedingt weniger.

Aus diesem Grund schreibe ich nicht, was man machen kann, sondern was Ihr machen könntet, das ich schon gemacht habe. Und was ich noch machen möchte!

An einem frühen Morgen ging ich raus, joggen. Alleine. Und am Wochenende einmal zu zweit. Auch das darf man – zumindest noch. Beide Male lief ich weiter als geplant Und das hat richtig gutgetan! Falls Ihr dazu mehr wissen wollt, Kollege KRT hat darüber schon vor einigen Tagen geschrieben.

Allzu viel anderes habe ich bisher – auch bei längerem Nachdenken – nicht gemacht. Ich möchte aber noch Gartenarbeit erledigen. Da gibt es ja eigentlich immer etwas zu tun. Tagtäglich höre ich Weinbauern mit ihren Traktoren in ihre Wingerte fahren. Dort verrichten sie die Frühjahrsarbeit, pflügen und düngen den Boden. Manchmal monoton Triebe zurückschneiden. Triebe am nächsten Stock zurückschneiden. Und auch am übernächsten Stock Triebe zurückschneiden – bis eine ganze Reihe fertig ist. Und dann folgt die nächste Reihe. Die nächste. Die nächste. Und wenn ein Wingert fertig ist, gibt es meistens noch weitere Parzellen, auf denen dieselbe Arbeit gemacht werden muss. Nicht, dass ich das tagtäglich machen möchte. Aber einmal für einen Tag raus und weg vom Homeoffice. Ich glaube, das mach ich mal – so wie ich im Herbst meistens einige Tage Wimmeln gehe.

Ein nächster Punkt auf meiner imaginären To-do-Liste lautet: Aufräumen. Der Frühling ist dazu immer ein guter Zeitpunkt. Und ob der Corona-Lockdown-Vorstufe wäre es tatsächlich ideal, möglichst bald damit zu beginnen. Tipps und Tricks für ein effizientes Vorgehen finden sich im Internet zu Hauf. Aber nicht zu viel lesen – auch mit Entrümpeln beginnen, ist mein Ziel.

Tja, Ihr seht, ich habe in den kommenden Wochen noch einiges vor. Mein oberstes Ziel ist aber, gesund zu bleiben. Wir leben langsame, aber wir leben weiter, sagte Alain Berset heute an der Medienkonferenz des Bundesrates. Ich wünsche Euch allen gute Gesundheit und ein schönes Wochenende – Zuhause! PHW

Freitag, 27. März

UNSPLASH

Wellness Zuhause

Ja Ihr habt im Titel richtig gelesen. Es ist Zeit, dass Ihr Euch und Eurem Körper etwas Gutes tut. Was gibt es nämlich Besseres, als einfach mal abzuschalten und das Stresslevel runterzufahren? Mein Vorschlag für die Corona-Zeit, verwandelt Eure vier Wände kurzerhand in eine Wellnessoase. Und glaubt mir, da freuen sich Männer sowie Frauen gleichermassen. Also holt Euch ein paar Kerzen, Snacks und schaltet Eure Lieblingsmusik ein. Wenn soweit alles vorbereitet ist, kann das Home-Spa beginnen.

Schritt 1: Zeigt her Eure Füsse
Sie tragen uns tagtäglich zuverlässig durch unser hektisches Leben. Also kann man ihnen mal Danke sagen. So funktionierts:

Wärmendes Fussbad: 4 bis 5 Tropfen ätherisches Öl, wie Lavandelöl (falls nicht vorhanden, geht auch Duschmittel) in warmes Wasser geben. Für rund 10 Minuten einsteigen.
Kühlendes Fussbad: 100g Salz in kaltes Wasser geben und ordentlich stampfen

Schritt 2: Altes ade, Neues Juhee

Manchmal muss man sich von Altlasten befreien. In diesem Fall von alten Hautschüppchen. Dafür kann man im Gesicht und auch am Rest vom Körper ein Peeling auftragen. Wer keines zu Hause hat, kann ein Peeling selber machen. Ein kleiner Aufwand, aber eine grosse Wirkung.
Ihr braucht:

  • Olivenöl
  • Zucker

Mischt im Verhältnis 2:1 so viel Masse, wie ihr braucht. Anschliessend verteilt Ihr es in kreisenden Bewegungen auf Euren Körper. Nach ein paar Minuten Einwirkungszeit könnt Ihr das Peeling abwaschen.

Schritt 3: Holt Eures «Badeentli»

Wer jetzt sowieso schon in der Badewanne sitzt, ist klar im Vorteil. Ansonsten springt jetzt in die Wanne. Denn zu einem könnt Ihr so Eure Haut nochmals waschen, zum anderen sorgt ein ausgedehntes Bad für noch mehr Entspannung. Leute wie ich, die keine Badewanne haben, können diesen Schritt ein wenig umwandeln. Anstelle eines Vollbades kann man auch warm duschen. Noch besser ist eine Wechseldusche. Warmes und kaltes Wasser abwechselnd. Übrigens wird unser Immunsystem dadurch gestärkt, was in aktuellen Zeiten ja gar nicht mal so schlecht ist.

Schritt 4: Babyface

Während des Bades könnt Ihr eine Gesichtsmaske auftragen. Denn nach dem Peeling ist die Haut im Gesicht besonders aufnahmefähig. Auch hier kann man die Maske selber machen. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch Spass. In den Weiten des Internets findet Ihr unzählige Anleitungen. Ich stelle Euch hier meinen Favoriten vor. Die Apfel-Quark-Gesichtsmaske. Sie eignet sich besonders für trockene Haut, wirkt aber auch gegen Hautunreinheiten.
Das braucht Ihr: 

  • 1 Apfel
  • 2 EL Quark oder Joghurt
  • 1 EL Honig

Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und beiseitestellen. Dann den Quark oder das Joghurt mit dem Honig vermischen. Die Paste im Gesicht verteilen. Anschliessend die Apfelscheiben darüberlegen. 15 Minuten lang entspannen und danach mit warmes Wasser abwaschen.

Schritt 5: Noch mehr Pflege

Was fürs Gesicht gilt, das gilt auch für die Haare. Eine Haarmaske pflegt das Haar, gibt Feuchtigkeit und repariert Schäden der Haarstruktur. Die Maske könnt ihr nach Lust und Laune einwirken lassen.

Wenn Ihr aus der Wanne oder Dusche raus seid, ist die Haut gut durchblutet. Darum gleich direkt eine Bodylotion auftragen und einmassieren. Wenn Ihr mit Eurem Partner zusammen den Home-Spa geniesst, ist das jetzt die Chance, alle Massage-Gutscheine einzulösen.

Schritt 6: Slow down, take it easy

So ihr habt Euren Körper nun verwöhnt, verwöhnt jetzt auch noch Eure Seele. Geht es ruhig an. Legt Euch auf die Couch oder auf den Liegestuhl in der Sonne und kuschelt Euch in eine Decke ein. Ganz wichtig dabei ist: Denkt an rein gar nichts. Geniesst eure Auszeit! Eure PAA

Donnerstag, 26. März

YOUTUBE/HEYLILAHEY

Vielleicht fällt Euch die Tage nicht nur die Decke auf den Kopf, vielleicht springen Euch auch die Wände an. Dann hängt Ihr die am besten voll – mit selbstgemachten Makramées zum Beispiel. Makramée ist eine Knüpftechnik, die ursprünglich aus dem Orient kommt. Mit den Kreuzrittern und den Mauren gelangte die Technik nach Spanien und damit nach Europa.

Im Wesentlichen gibt es im Makramée nur zwei Grundknoten und die sind ziemlich einfach zu lernen. Alle anderen Knoten sind nur eine Kombination dieser beiden Knoten. Könnt ihr also die Grundknoten, könnt Ihr Makramée. Und während Ihr knüpft und immer besser werdet, fährt der Geist runter. So geht es mir zumindest. Ich höre dazu am liebsten Podcasts.

Probieren geht über Studieren. Ihr braucht:

  • eine Schnur oder ein Seil. Das bekommt man normalerweise am einfachsten im Bastelladen, ist aber natürlich auch im Internet zu haben. Vielleicht habt Ihr ja auch noch was übrig von Eurem letzten Strickprojekt. Für Anfänger eignet sich jedoch ein dickes (5mm) Baumwollseil am besten.
  • einen Stock, als Anfänger am besten einen geraden. Aber ein nicht allzu krummer Ast aus dem Wald geht auch.
  • ein Stück Schnur, mit dem Ihr das Makramée dann aufhängen könnt
  • eine Schere
  • Internetempfang für das passende Tutorial

Mit ein bisschen Übung könnt Ihr mit dieser Technik auch Lampenschirme oder Aufhängevorrichtungen für Blumentöpfe knüpfen. Aber soweit bin ich auch noch nicht. Könnte aber noch was werden in den nächsten Wochen. Viel Spass! Eure JAS

Mittwoch, 25. März

Backen für Anfänger

An alle Konditoren, Bäckermeister und Patisserie-Profis: Folgende Zeilen sind nicht für Euch bestimmt, denn Ihr wisst schon, wie viel Freude backen macht. Scrollt doch einfach runter zum Eintrag von Dienstag. An alle anderen: Das ist Euer Moment! Denn mein Vorschlag, etwas Sinnvolles mit der Corona-Zeit anzufangenen, lautet ganz einfach: Backen. Tönt öde? Ist es nicht. Wirklich nicht.

Selber musste ich fast 30 Jahre alt werden, ehe ich meinen ersten Kuchen gebacken habe. (Das Schüssel Ausschlecken früher, wenn Mami und Papi gebacken haben, zählt nicht). Und eigentlich müsste ich mich dafür ohrfeigen, das Backen so lange nicht für mich entdeckt zu haben. Denn was gibt es schöneres, als etwas zu erschaffen, das lecker ist, den ganzen Raum mit einem herrlichen Duft erfüllt und erst noch relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Das einzige, was Ihr Euch anschaffen müsst, ist eine simple Kuchenform. Natürlich gibt es viele weitere nützliche Helfer für etwas ambitioniertere Kuchenbäcker. Aber für den Anfang reicht die Kuchenform völlig aus.

Sinnvoll finde ich, zu Beginn mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Einer der wohl einfachsten Kuchen ist ein getränkter Zitronencake. Aber so richtig getränkt. Saftig. Frisch. Gleichzeitig süss.

Folgende Dinge benötigt Ihr neben der Kuchenform:

  • 250 g Butter, weich
  • 250 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 2 Bio-Zitronen
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 Zitronen
  • 100 g Puderzucker

Und dann geht's los:

  • Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Butter in eine Schüssel geben, Zucker und Salz darunterrühren. Ein Ei nach dem andern darunterrühren*, weiterrühren, bis die Masse heller ist. Von den Zitronen Schale dazureiben, darunterrühren.
  • Mehl und Backpulver mischen, unter die Masse mischen. Teig in die vorbereitete Form füllen.
  • Backen: ca. 1 Std. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Wir der Kuchen zu braun, kann man ihn auch einige Minuten früher rausnehmen. Cake etwas abkühlen, mit einem Holzspiesschen dicht einstechen. Ihr habt kein Holzspiesschen? Ein langes Messer funktioniet auch prima.
  • Zitronen auspressen (ergibt ca. 1 dl Saft), Puderzucker darunterrühren, über den Cake giessen. Cake aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen. Es darf ruhig auch etwas mehr als 1 dl Saft sein. Glaubt mir, je getränkter der Kuchen, desto besser.

*Tut Euch den Gefallen und schlagt Eier nicht an der Schüssel auf, sondern einfach querwegs auf der Küchen-Kombination. Ihr werdet nie mehr Eierschale im Essen haben.

Dieser Kuchen ist einfach herrlich und ein fast garantiertes Erfolgserlebnis für Back-Anfänger wie mich. Euer KRT

Rezeptidee von «bettybossi.ch»

Dienstag, 24. März

Den Atem fliessen lassen

Jetzt ist die Zeit ideal, sich mal hinzusetzen und einer Sache Aufmerksamkeit zu schenken, die nonstop und ohne grosse Bemühungen unsererseits einfach immer funktioniert: die Atmung.

Atemübungen sind Bestandteil verschiedener Traditionen im Bereich der Körperarbeit. So auch im Yoga. Aber keine Angst: Es braucht keine anstrengenden, nach allen Seiten verdrehten Körperstellungen, um Atemübungen zu praktizieren. Im Gegenteil, man muss sich einfach nur gerade hinsetzen.

Möglich, dass es einem zu Beginn komisch vorkommt. Ich geb zu, als ich zum ersten Mal Atemübungen machen sollte, schloss ich zwar die Augen – wie angewiesen – nur um hin und wieder zu blinzeln. Es hätte mich ja jemand beobachten könnten. Falls es jemandem so gehen sollte wie mir: In den eigenen vier Wänden können einen höchstens die Bilder anstarren. Und die verziehen keine Miene, egal was passiert.

Ich schlage vor, Ihr beginnt mit drei Übungen. Dazu setzt Ihr Euch aufrecht hin. Entweder im Fersen- oder im Schneidersitz (falls es auf diese Weise zu streng wird, den Rücken gerade zu halten: mit Kissen oder Decken eine Sitzerhöhung schaffen), oder einfach auf einen Stuhl, aber ohne anzulehnen. Die Schultern fallen entspannt nach unten und sind leicht nach hinten gezogen. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Die Augen sind geschlossen.

  1. Gar nichts tun! Ausser sitzen und beobachten, wie der Atem ohne Anstrengung fliesst. Der Bauch ist entspannt. Spürt Ihr die Atempausen? Und den Reflex, wieder einzuatmen?
  2. Nun kontrolliert Ihr die Atemlänge. Beim Einatmen wölbt sich zuerst der Bauch leicht nach aussen, dann heben sich Brustkorb und die seitlichen Rippen. Beim Ausatmen genau umgekehrt: Zuerst senken sich die Rippen und der Brustkorb, dann zieht ihr den Bauchnabel zurück. Zuerst ist die Einatmung gleich lang wie die Ausatmung. Zählt dazu langsam auf vier oder fünf. Mit etwas Übung verlängert ihr die Ausatmung immer mehr, bis Ihr schliesslich fast doppelt so lange aus- wie einatmet.
  3. Wechselatmung: Dieselbe Übung wie unter 2., nur führt Ihr jetzt die rechte Hand zur Nase, legt den Daumen zum rechten, den Ringfinger zum linken Nasenloch, Zeige- und Mittelfinger sind zur Handfläche gebeugt. Ihr beginnt mit der Einatmung, schliesst dabei mit dem Daumen das rechte Nasenloch. Zum Ausatmen mit dem Ringfinger das linke Nasenloch verschliessen. Dann rechts ein- und links wieder ausatmen, dabei mit den Fingern wie oben beschrieben jeweils das andere Nasenloch verschliessen. Macht zu Beginn vier oder fünf solcher Zyklen.

Damit die Atemübungen Wirkung zeigen, müssen sie regelmässig wiederholt werden. Aber geht es ruhig an. Ich schlage vor, jeden zweiten Tag 15 bis 20 Minuten. Am besten gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafen, mit (fast) leerem Bauch.

Welche Wirkungen Ihr spüren werdet? Wahrscheinlich jeder ein wenig andere. Bei mir verändert sich der Schlaf, ich schlafe besser und ruhiger, wenn ich regelmässig Atemübungen mache. Andere sind gelassener, näher bei sich selbst. Es lohnt sich, das auszuprobieren – Zeit dazu sollten wir im Moment alle haben.

In diesem Sinne: «guat Schnuuf»! Eure sz.

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