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Die Hofläden werden jetzt rege genutzt

Ob bei der Tierpflege oder beim Verrichten schwerer Arbeit: Die Einhaltung der Hygienemassnahmen des Bundes bezüglich Coronavirus sei in der Landwirtschaft nicht immer einfach, sagt der Bündner Bauernpräsident Thomas Roffler. Umso mehr freut er sich darüber, dass die Hofläden geöffnet bleiben dürfen.

Südostschweiz
Mittwoch, 25. März 2020, 04:30 Uhr Die Landwirtschaft in der Coronakrise
Thomas Roffler Präsident Bündner Bauernverband Bauer
Bündner Bauernpräsident Thomas Roffler: «Die Bauern sorgen auch für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung.»
OLIVIA AEBLI-ITEM

Sehr viele Menschen würden sich derzeit mit Produkten der Hofläden eindecken, erzählt der Bündner Bauernpräsident Thomas Roffler gegenüber Radio Südostschweiz. «So schliesst sich der Kreis sehr positiv.» Denn die Bevölkerung würde auf diese Weise lokale Nahrungsmittel konsumieren – hergestellt von Bauern, die sie kenne. Er sei froh, habe der Bundesrat den Betrieb der Hofläden weiterhin bewilligt, so Roffler.

Bei schwerer Arbeit kommt man sich näher als erlaubt

Eine grosse Einschränkung wegen der Coronakrise erleben die Bauern bei den Schlachtviehmärkten. «Diese sind derzeit nicht gestattet. Das stellt viele Bauern vor Probleme», so Roffler. Auch bei der täglichen Arbeit auf dem Hof und auf den Feldern sind die Bauern vom Coronavirus betroffen. «Wir halten die Hygienemassnahmen des Bundes mit dem Händewaschen und Abstand halten ein. Aber gerade bei der Tierpflege und bei schwerer Arbeit auf den Feldern, wo man sich gegenseitig helfen muss, ist es oft schwierig, sich nicht zu nahe zu kommen», erklärt Roffler.

Insgesamt ist Roffler in diesen schwierigen Zeiten stolz auf seine Zunft. «Die Bauern setzen sich dafür ein, dass die Bevölkerung mit genügend Lebensmitteln versorgt wird – auch wenn das mit einem entsprechenden Aufwand verbunden ist.» (sz)

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