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Religion in Zeiten von Corona

Das Coronavirus macht uns allen das Leben schwer. Weil alle Versammlungen verboten wurden, finden auch keine Gottesdienste mehr satt. Dies betrifft nicht nur Reformierte und Katholiken.

Südostschweiz
Sonntag, 22. März 2020, 11:00 Uhr RSO Spirit

Während ein Churer Bischof das Coronavirus durch Beten vertreiben möchte, gehen nur noch wenige Schweizer regelmässig zum Gottesdienst. Viele christliche Schweizer besuchen die Kirche lediglich zu privaten Anlässen wie Hochzeiten oder Beerdigungen. Auch wenn viele Schweizer Muslime auch nicht regelmässig in die Moschee gehen, so hat es für viele doch einschneidende Wirkungen, wenn dies ab sofort verboten ist.

Said Wafa kam mit seiner Familie 2001 aus dem Iran in die Schweiz. «Ich bin aber nicht in die Schweiz gekommen, wie das heute viele Menschen tun. Ich bin nicht geflüchtet. Wir haben uns einfach in ein Flugzeug gesetzt und sind hierher geflogen», erklärt er. Auch hier in der Schweiz besucht Said nach Möglichkeit das Freitagsgebet in der Moschee. Doch ab sofort ist dies nicht mehr erlaubt, weil das Social-Distancing, also genügend Abstand zwischen den Besuchern, nicht mehr gewährleistet ist. Das ist für gewisse Menschen eine Herausforderung. «Im Iran wird die Predigt und das Gebet im TV übertragen. Dann kann man auch von daheim aus zuhören und beten. Aber wie das in der Schweiz laufen wird, weiss ich noch nicht. Aber dieser Ansatz wäre eine Lösung». Denn genau darum geht es Said. Das Beten zuhause sei kein Problem. Aber der Zusammenhalt und die Predigt fehlen, betont er. Dazu kommt, dass man sagt, dass das Freitagsgebet stärker wirkt, weil viele Menschen zusammen an einem Ort beten. Das ganze Gespräch gibt es hier:

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