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Eine Raserpiste für weniger Unfälle?

Immer wieder ist in den Medien von Unfällen auf Skipisten zu lesen. Erst kürzlich verunfallte ein 5-jähriges Mädchen in Arosa auf der Piste schwer (wir berichteten). Nun schlägt der oberste Skilehrer der Schweiz eine aussergewöhnliche Lösung vor.

Südostschweiz
Dienstag, 03. Dezember 2019, 10:49 Uhr Der oberste Skilehrer schlägt eine gewöhnungsbedürftige Lösung vor
Eine Piste, auf der man so schnell fahren darf, wie man will? Das soll nun Unfälle verhindern.
ARCHIV

Wo Skigefahren wird, passieren Unfälle. Manche dieser Unfälle lassen sich auf unvorsichtiges oder zu schnelles Fahren zurückführen. Für Letzteres glaubt der oberste Skilehrer der Schweiz, Riet Campell, nun eine Lösung gefunden zu haben, wie er gegenüber «SRF» erklärt: «Vielleicht wären Raserpisten mit entsprechenden Regeln die Lösung» dass man zum Beispiel warten müsse, bis derjenige vor einem unten ist, so Campell.

Gemäss «20Minuten» sind die grösseren Skigebiete der Ostschweiz von dieser Idee nicht sehr angetan. So findet zum Beispiel der CEO der Pizolbahnen AG, Klaus Nussbaumer: «Ich denke nicht, dass es so weniger Unfälle geben würde.»

Stefan Reichmuth vom Skigebiet Arosa geht noch einen Schritt weiter. Er meint, dass nicht alle Unfälle wegen zu hohem Tempo passieren würde. Somit steht auch für ihn eine «Raserpiste» ausser Frage.

Dass seine Idee vorwiegend auf Ablehnung stösst, scheint Campell nicht zu stören – gegenüber «20Minuten» hält er fest: «Es kann nicht sein, dass Unfälle passieren und nichts passiert. Es braucht Lösungen.» (mma)

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Bravo, Riet Campell (oberster Skilehrer der Schweiz):
«Es kann nicht sein, dass Unfälle passieren und nichts passiert. Es braucht Lösungen.»
Stefan Reichmuth vom Skigebiet Arosa (ausgerechnet von dort, wo – aus meiner Sicht sind die Organisatoren mitschuldig – am 16.11.2019 dieser vermeidbare, leidvolle Unfall passierte)
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2019-11-17/skifahrer-pra…
liefert mit seiner Haltung (ich übersetze: weil nicht alle Unfälle Speed als Ursache hätten, solle man nichts punkto Speed unternehmen/ändern) den Gipfel (nicht des Hörnlis) des Nicht-Mitfühlens, der Kälte, finde ich.
Also echt Leute, mit jedem Artikel über diese A...Destination wächst meine A...version. Die Bären könnt ihr euch in den A...bwärtstrend schieben.
Apropos Riet Campells Idee der Trennung verschiedener Zielgruppen (Verhaltensgruppen) und spezifischer Regeln: Genau das ist seit Jahren mein Vorschlag punkto Lärm beim Wohnen – inzwischen wird das sogar von Fluggesellschaften erwogen
Siehe meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/blogs/breistift/2019-11-15/bitte-ruhe-tei…
(früher auch von den SBB – Ruhe-Abteil – allerdings erlebe ich die SBB als sehr kundenunfreundlich, fantasielos), während es sich bei "My Home is my Castle" ja um einen ruinösen Dauerzustand handelt mit ganz anderer Langzeitdynamik der Auswirkungen. Trotz WHO und Binsenweisheit über die Schädlichkeit von Lärm in unserer Ära der Stresskrankheiten, Schmerzmittelkonsum-Verdopplung in den letzten 25 Jahren (SO 28.2.2019) etc., sehe ich weder vom Staat, noch erst recht von Krankenkassen oder gar Pensionskassen (die doch kaum noch wissen wo ihr vieles Geld investieren) eine richtungsweisende Initiative. Ich schreibe seit Jahren über meine Lösung (Gesundheitstourismus auch für Einheimische – Vorbild für die Welt), aber mir gehts wie dem obersten Skilehrer der Schweiz hier, oder?

Sorry Riet Campell ist nicht ernst zu nehmen. Der abtretende Geschäftsführer von Swiss Snowsport hätte sich lieber in den 20 Jahren seiner Direktion um das Berufsbild des Skilehrer/in kümmern sollen, als immer wieder durch absurde Ideen, wie die direkte Anwerbung von Gästen auf den Pisten, oder Skischüler als Skilehrer einzusetzen und jetzt noch eine Selbstmordpiste für alle die sich der Mordwaffe Carving- Ski ( ein absolut zu aggressiver Ski für den Normalo) kreiren will, ein völliger Schwachsinn wie mir auch einige Bergbahnverantwortliche bestättigen. Vielleicht denkt er wie in seiner Abschieds Laudatio (Fachzeitschrift Swiss Snowsport 2/2020) an Papst Johannes Paul II, der die Pistenraser vor der Himmelstüre schützen soll.