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Die Schweizer lieben Kaffee – und profitieren dabei von diesen überraschenden Gesundheitsvorteilen

Im Durchschnitt trinken die Schweizerinnen und Schweizer 2,9 Tassen Kaffee am Tag. Damit liegen sie weltweit auf dem dritten Rang, wie kürzlich eine Erhebung zeigte. Nur Deutsche und Norweger liegen noch weiter vorn. Das könnte sich auch positiv auf die Volksgesundheit auswirken.

Südostschweiz
Dienstag, 26. November 2019, 09:00 Uhr
DmitryPoch

Denn Kaffee ist nicht nur der bevorzugte Wachmacher von allen, die zu früh aufstehen müssen. Studien zeigen auch zahlreiche handfeste Gesundheitsvorteile des dunklen Gebräus auf. Das mag für viele überraschend erscheinen, denn viele sehen Kaffee als ein Aufputschmittel und erwarten eher negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Bei normalem Kaffeekonsum überwiegt jedoch die positive Wirkung. Und diese ist nicht nur erstaunlich stark, sondern betrifft praktisch den gesamten menschlichen Organismus. 

Kaffee enthält wichtige Nährstoffe

Es ist vielleicht keine gute Idee, für eine ausgewogene Ernährung allein auf den Kaffeegenuss zu vertrauen. Ein wenig Obst sollte auch bei Kaffeetrinkern auf dem Speiseplan stehen. Aber auch ein schlechtes Gewissen braucht man beim Kauf einer Packung Dolce Gusto Kapseln nicht zu haben: Kaffee enthält neben Mineralien wie Magnesium, Kalium und Mangan auch die Vitamine B2, B3 und B5 in nennenswerten Mengen. Jede Tasse trägt also ein wenig dazu bei, den Tagesbedarf dieser lebenswichtigen Nährstoffe zu decken.

Kaffee verbessert die Gehirnfunktion

Wer Kaffee trinkt, der fühlt sich nicht nur wacher und leistungsfähiger. Er ist es tatsächlich: Koffein führt zur Freisetzung von wichtigen Neurotransmittern im Gehirn und verbessert so die kognitiven Funktionen. Es wurden beispielsweise positive Auswirkungen auf Gedächtnis, Wachsamkeit und Reaktionszeiten festgestellt. 

Kaffee regt den Stoffwechsel an

Die Substanzen, die im Kaffee enthalten sind, machen den menschlichen Stoffwechsel schneller. Das bedeutet, dass bei gleicher Aktivität mehr Kalorien verbraucht werden. Somit wird auch mehr Fett verbrannt – eine Wirkung, die wohl jedem willkommen sein dürfte. Kaffeetrinkern könnte es also deutlich leichter fallen, das Wunschgewicht zu halten. 

Kaffee schützt vor Demenz

Mit zunehmender Lebenserwartung der Menschen steigt leider auch die Zahl der Demenzerkrankungen immer weiter an. Die Alzheimer-Demenz tritt besonders häufig bei älteren Menschen auf und macht auch körperlich Gesunde schnell zu Pflegefällen. Eine effektive Therapie oder gar eine Heilung sind bislang nicht möglich. Umso wichtiger ist die Vorbeugung. Bei dieser kann – wieder einmal – Kaffee behilflich sein: Regelmässiger Kaffeekonsum kann das Alzheimer-Risiko zum Teil erheblich senken.

Kaffee verringert das Risiko von Depression

Die stimmungsaufhellende Wirkung von Kaffee ist nicht nur oberflächlicher Natur. 2011 veröffentlichte die Fachzeitschrift der American Medical Association eine Studie zu diesem Thema. Danach erkrankten von mehr als 100.000 Probandinnen diejenigen mit dem niedrigsten Kaffeekonsum am häufigsten an einer Depression.

Kaffee senkt das Diabetes-Risiko

Als ob das nicht genug wäre, wirkt sich Kaffee auch positiv auf das Risiko aus, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Der genaue Mechanismus hierfür ist noch nicht bekannt. In Untersuchungen wurde aber festgestellt, dass Kaffeetrinker die Krankheit etwa 30% seltener entwickeln als Vergleichsgruppen.

Eine derart lange Liste von Gesundheitsvorteilen kann kaum ein anderes Nahrungsmittel für sich beanspruchen. Kaffee scheint sich positiv auf einige der grössten Gesundheitsprobleme unserer Zeit auszuwirken. Vielleicht ist der hohe Kaffeekonsum einer der Gründe dafür, dass die Schweiz weltweit zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung zählt. In jedem Fall dürfte das Wissen um diese Eigenschaften den Genuss bei der nächsten Tasse Kaffee noch ein wenig steigern.

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