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5095 Menschen für Mehrweggeschirr

In Chur ist eine Petition gegen Wegwerfgeschirr bei Grossanlässen eingereicht worden.

Nadine
Lampert
Samstag, 23. November 2019, 04:30 Uhr Erfolgreiche Petition
Erfolgreich: Die Unterschriften werden von Stadtschreiber Markus Frauenfelder (dritter von links) entgegengenommen.
THEO GSTÖHL

Wo gefeiert wird, dort entsteht auch Abfall. Der Einsatz von Mehrweg- anstatt Wegwerfbechern und -geschirr an Grossveranstaltungen in Chur würde diesen Abfall vermindern.

Dies hat die Petition «Mehrweg statt Wegwerf – für eine saubere Veranstaltung!» zum Ziel, die gestern um 14 Uhr dem Churer Stadtschreiber Markus Frauenfelder eingereicht wurde. Innerhalb von drei Monaten konnten 5 095 Unterschriften gesammelt werden.

Einfach kopieren

«Wir müssten gar kein neues Mehrweg-System erfinden», sagte Reto Sommerau, einer der drei Köpfe hinter der Petition. Chur könnte das System von St. Gallen, Bern und Basel kopieren, welches schon seit zehn Jahren eingesetzt werde. Dabei werden Mehrwegbecher und -geschirr mit Depot genutzt, die nach dem Waschen wiederverwendet werden können.

Als ersten Schritt sei es vernünftig, wenn dabei Drei- und Fünf-Deziliter Becher eingeführt werden, sagte Sommerau. «Bereits mit diesen Massnahmen sparen wir zum Beispiel sieben oder acht Tonnen Abfall beim Churerfest.»

Nebst den Abfallmengen werde auch der Putzdienst reduziert und somit Ressourcen und Energie gespart – der Schutz der Umwelt sei aber eigentlich die Hauptidee, erklärte Sommerau weiter.

Die anderen Köpfe hinter der Petition «Mehrweg statt Wegwerf» sind Kim Bauer, Präsidentin Jugendparlament Stadt Chur, und Annatina Badrutt, Naturpädagogin.

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