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Mehr Schlaf für Schweizer Kinder und bessere Versorgung für die Welt

Eine Bündner Schulklasse nahm an der offiziellen Feier zum 30. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention in Bern teil. Dabei trafen die Jugendlichen auch Bundesrat Alain Berset und überreichten ihm ein Buch mit Forderungen und Wünschen an die Politik. Kernthema: Späterer Schulbeginn für mehr Schlaf.

Südostschweiz
Donnerstag, 21. November 2019, 14:02 Uhr 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Über 850 Kinder haben am Mittwoch auf dem Bundesplatz in Bern zusammen mit Bundesrat Alain Berset 30 Jahre Uno-Kinderrechtskonvention gefeiert. Darunter war auch eine Sekundarschulklasse aus Graubünden. Sie informierten sich über ihre Rechte als Kinder und Jugendliche und stellten ihre Forderungen an Politik und Gesellschaft. TV Südostschweiz hat die Bündner Jugendlichen auf ihrer Reise ins Bundeshaus begleitet.

Über längere Zeit hatten sich die Bündner Jugendlichen in Vorträgen und anhand von Filmen mit verschiedenen Themen rund um Kinderrechte befasst und sich auf ihre Reise nach Bern vorbereitet. Auf dem Bundesplatz trafen sie dann mit über 800 Schulkindern aus der ganzen Schweiz zusammen. Dabei hatten sie die Gelegenheit bei zahlreichen Posten, die das Unicef in Zusammenarbeit mit anderen Kinderrechts-Organisationen aufgebaut hatte, sich zu informieren, welche Rechte sie eigentlich haben und einfordern können. Sie sahen auch wie Kinder und Jugendliche in ihrem Alter in anderen Ländern leben und mit welchen Herausforderungen diese im Alltag zu kämpfen haben.

Dazu gab es ein Treffen mit Bundesrat Alain Berset und ein Konzert des Bieler Rappers Nemo auf dem Bundesplatz. Insgesamt war es ein Tag, der bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, wie aus ihren Aussagen auf der Heimreise unschwer heraus zu hören ist. «Ich habe gelernt, wie gut es uns in der Schweiz im Vergleich mit vielen anderen Ländern», «Am besten gefallen hat mir die Übergabe des Buches mit allen Forderungen an Alain Berset. Das ist ein einmaliges Erlebnis» – Diese zwei Aussagen stehen stellvertretend für viele ähnliche Aussagen. Wobei die eine Forderung, die offenbar allen mit am wichtigsten ist, war «Die Schule sollte später anfangen, damit wir mehr Schlaf bekommen.» (ofi)

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Schüler fordern späteren Schulbeginn zwecks länger Schlafen.
1) Haben Angestellte dann auch späteren Arbeitsanfang? Lernt man in der Schule denn nicht für dieses spätere harte Leben? Wäre die richtige LEHRE daraus nicht, strikt die richtigen Politiker zu wählen, damit auch Angestellte (Mieter etc.) sich nicht auspowern lassen (denn Geld ist mehr als genug da, es wird nur ungerecht verteilt; deswegen nützen auch die aktuellen Foodwaste-Gegenaktionen wie Kühlschränke in unseren Fussgängerzonen nichts gegen den Hunger auf der Welt: es ist die Verteilungs-Ungerechtigkeit)?
Tja, liebe Schüler, Bundesrat Berset ist kein Gott; lernt das ENTSCHEIDENDE (selber und richtig denken/wählen), in der Schule dürfte das Gegenteil gelehrt werden. Gute Nacht. Apropos: wie wäre es mit früher ins Bett?
2) Schlafentzug: Alle mir bekannten Mieterumfragen listen Lärm zuoberst in der Negativ-Hitparade. DAS sollte mal studiert werden (vom Souverän samt Volks"vertretern"): Spickzettel mit den Lösungen bei mir erhältlich.