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So geht es mit dem Sennhof weiter

Bald zügeln die Häftlinge der JVA Sennhof ins neue Gefängnis nach Cazis. Hier erfahrt Ihr, wie es mit dem alten Gefängnis in Chur danach weitergeht und wie der Zeitplan aussieht.

Südostschweiz
Donnerstag, 31. Oktober 2019, 04:30 Uhr Neue Nutzung
Sennhof
Visualisierung der geplanten Überbauung anstelle der JVA Sennhof in Chur.
VISUALISIERUNG HOCHBAUAMT GR

Vor etwa zwei Wochen fand in Cazis die Schlüsselübergabe für die neue geschlossene Justizvollzugsanstalt statt. Mit einer Belegungskapazität von 152 Insassen wird die neue JVA deutlich mehr Plätze aufweisen als noch die JVA Sennhof (57 Plätze).

Durch den Umzug wird die JVA Sennhof in Chur bald für eine neue Nutzung frei. Wie der für diese Thematik zuständige Regierungsrat Mario Cavigelli gegenüber Radio Südostschweiz erklärt, wird der Umzug Anfang 2020 erfolgen. Was danach mit dem Sennhof geschieht, ist bereits bestimmt. Die einfache Gesellschaft Sennhof übernimmt das Gefängnis per Ende März 2020 – nachdem der Kanton die Sicherheitsanlagen zurückgebaut hat. Einzig die Bündner Staatanwaltschaft hat dort vorübergehend noch Büros und ist bei der Gesellschaft eingemietet. Spätestens im Herbst 2021 zieht aber auch diese aus.  

Bereits früher, nämlich im vierten Quartal des Jahres 2020, ist gemäss This Störi, Projektleiter der einfachen Gesellschaft Sennhof, der Start der Bauarbeiten geplant.

Ein Teil des Gefängnisses wird gemäss Störi stehen gelassen. Und zwar jener, wo heute die Gefängniszellen sind. In diesem Teil entstehen gemäss früheren Bericht der «Südostschweiz» 25 modern ausgestattete Einzelzimmer, welche beispielsweise für Studenten gedacht sind. Weitere knapp 40 – ebenfalls umgebaute – Zellen werden zu mehreren sogenannten Clusterwohnungen zusammengefasst.

Während die Wohnungen in den oberen Stockwerken der teilweise vier Geschosse hohen Bauteile untergebracht sind, ist der Erdgeschossbereich für gewerbliche Nutzungen reserviert. So bleibt die heutige Gefängnisküche erhalten und soll künftig einem Restaurant dienen, das auch einen Teil des Innenhofs bewirtschaftet. Im neu zu erstellenden Bauteil sind demnach 33 Genossenschaftswohnungen vorgesehen.

Gemäss Störi ist ausserdem angedacht, dass der Sennhof gegen hinten geöffnet wird und so die dahinterliegenden Rebberge an der Planaterrastrasse gleich angeschlossen sind.

Die ganzen Investitionen belaufen sich auf ungefähr 20 Millionen Franken. Die erste Bauetappe soll per Ende 2022 abgeschlossen sein. (kup)

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