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Keine Express-S25 durch den Kanton

Die S25 von Zürich auf der Strecke Ziegelbrücke–Linthal beschleunigen, das haben CVP-Landräte gefordert. Mit den heutigen Zügen und Schienen geht das nicht, sagt dazu der Regierungsrat.

Fridolin
Rast
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 04:30 Uhr Rollmaterial zu alt
Weniger Zug: Niederurnen wird weiter bedient, aber seltener.
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Die CVP-Landratsfraktion verlangte 2016 vom Regierungsrat, den öffentlichen Verkehr zu optimieren. Dafür sollten die S25-Züge von Zürich her beschleunigt werden und nicht mehr an allen Glarner Stationen halten. Ausserdem sollte die S6 von Rapperswil her ebenfalls nach Linthal fahren, das hätte mehr oder weniger einen Halbstundentakt erlaubt.

Der Regierungsrat winkt im jüngsten Bulletin ab: «Mit der bestehenden Infrastruktur und dem verfügbaren Rollmaterial kann der Vorschlag nicht realisiert werden.»

Eckanschluss ist wichtiger

Man könnte zwar die Fahrzeiten laut Postulat einhalten, aber nur wenn man auf den Eckanschluss S25/S4 vom Glarnerland nach Mühlehorn und weiter verzichten würde. Dazu komme, dass für S25 und S6 identische Züge nötig wären. Diese habe weder SBB noch Südostbahn (SOB).

Der Eckanschluss aber sei sein strategisches Ziel, betont der Regierungsrat. Er werde ab Dezember 2022 realisiert, dank spurtstarkem Rollmaterial der SOB. Sie übernimmt schon in einem Jahr die S6-Strecke und setze ab 2022 durchgehend Niederflurzüge ein.

In Niederurnen bleibt ein Halt

Für den Eckanschluss müssen die Wartezeiten der S25 anders verteilt werden. So lässt sie ab 2022 den Halt in Nieder-/Oberurnen aus. Es bleibe aber der stündliche S6-Halt, erklärt der Regierungsrat. Und beide Orte seien auch mit Bus-Halbstundentakt und optimalen Anschlüssen erschlossen.

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