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Sozialhilferisiko für Ausländer in Chur mehr als drei Mal höher

Der heute veröffentlichte Kennzahlenbericht zur Sozialhilfe 2018 der Städteinitiative Sozialpolitik und der Berner Fachhochschule zeigt, dass die Churer Sozialhilfequote auf Höhe des schweizerischen Mittelwertes stabil ist. Allerdings gibt es bestimmte Risikogruppen, die bedenkliche Quoten aufweisen.

Südostschweiz
Mittwoch, 23. Oktober 2019, 10:49 Uhr Sozialhilfequote von Chur stabil
Geld
Die Quote der Sozialhilfebezüger ist in der Stadt Chur stabil.
Archiv

Laut einer Medienmitteilung der Stadt Chur wird es für Personen ohne Berufsabschluss immer schwieriger, eine Stelle zu finden, da die Anforderungen der Wirtschaft nach hoch qualifizierten Personen gestiegen sind. Der fehlende Berufsabschluss führt häufiger zu Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug. 52.4 Prozent der Sozialhilfebeziehenden in der Stadt Chur verfügen nicht über eine berufliche Ausbildung. Bei Personen mit einem Hochschulabschluss liegt die Quote bei 5.7 Prozent.

Wenig Ausländer in Chur – aber hohes Sozialhilferisiko

Im Vergleich zu 13 anderen Städten der Schweiz ist die Anzahl Ausländerinnen und Ausländer in Chur mit nur 20% am tiefsten. Jedoch ist das Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden, für Ausländerinnen und Ausländer in Chur stark erhöht – im Vergleich zur Schweizer Bevölkerung ist das Risiko drei Mal höher.

Auch Kinder und Jugendliche gefährdet

Eine überdurchschnittlich hohe Sozialhilfequote weisen ledige Männer (4.4 Prozent), geschiedene Männer (4.9 Prozent) und geschiedene Frauen (4.2 Prozent) auf. Noch höher ist das Sozialhilferisiko für Familienhaushalte mit minderjährigen Kindern in Chur (5.4 Prozent). Die Quote der Sozialhilfebezüge von Kindern und Jugendlichen in Chur stagniert bei 6.3 Prozent.

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