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Island im Winter: 5 unvergessliche Aktivitäten

Der Sommer gilt unbestreitbar als Hochsaison in Island. Nicht weiter verwunderlich, denn zu dieser Zeit regnet es weniger und die Tage fallen länger aus. Dass sich eine Reise im Winter allerdings ebenso lohnt, beweisen die nachfolgenden Aktivitäten, die zum Teil nur zu dieser Jahreszeit möglich sind.

Südostschweiz
Freitag, 20. September 2019, 13:30 Uhr
Foto: Guide to Iceland/Iurie Belegurschi

1. Polarlichter sehen

Einmal im Leben die Polarlichter zu bestaunen, ist ein Traum vieler Weltenbummler. Von der Schweiz aus wird das jedoch kaum möglich sein. Wer das leuchtende Schauspiel am Himmel beobachten möchte, muss gen Norden reisen. Abgesehen von Lappland oder Grönland gilt Island als eines der besten Ziele für Polarlicht-Beobachtungen. Hier beschränkt sich die Zeit der höchsten Sichtungswahrscheinlichkeit ebenfalls auf den Zeitraum zwischen September und April.

Eine Winterreise bietet also gute Chancen, Nordlichter zu erspähen. Wer die Wahrscheinlichkeit erhöhen will, sollte in der Dunkelheit die Stadt verlassen und Orte aufsuchen, an denen es möglichst wenig künstliche Beleuchtung gibt. Außerdem sind wolken- und mondlose Nächte geeigneter für Polarlicht-Touren als jene, in denen der Vollmond den Himmel erhellt und Wolken die Sicht verschleiern. Um Polarlichter zu sehen, sollten Urlauber in der kalten Jahreszeit wenigstens sieben Tage bleiben, denn ideale Bedingungen finden sich nicht in jeder Nacht.

2. Eishöhlen besichtigen

Eishöhlen sind in Island zumeist nur in den Wintermonaten zugänglich. Sobald es im Sommer wieder milder wird, fallen die meisten in sich zusammen und können folglich nicht mehr besichtigt werden. Wer den Inselstaat im Winter bereist, sollte die Gelegenheit nutzen, eine der Eishöhlen innerhalb des Gletschers Vatnajökull hautnah zu erleben. Die leuchtenden Eiswände schimmern in verschiedensten Farben und dank der vielfältigen Rundungen und Oberflächenformen fühlen sich Touristen dort wie in einer Märchenwelt.

Ohne einen Experten ist die Besichtigung leider nicht machbar. Sowohl die Anreise als auch der Aufenthalt innerhalb der Eishöhlen können beschwerlich und durchaus riskant sein. Daher ist die Begleitung eines kompetenten und erfahrenen Guides bei Eishöhlen-Touren ein absolutes Muss. Die Buchung einer Eishöhlen-Besichtigung ist zwar auch vor Ort möglich, da die Anreise per PKW von Reykjavík aus allerdings recht lange dauern kann, ist vorheriges Planen sinnvoller. So gelingt ein stressfreier Islandurlaub im Winter vor allem dann, wenn Experten die Organisation der Reise übernehmen und auf besondere Gegebenheiten wie Witterung, örtliche Gegebenheiten sowie den Zeitpunkt von Sonnenauf- und -untergang achten können.

Foto: Guide to Iceland/Iurie Belegurschi

3. Auf Tauchstation gehen

Man mag es zwar kaum glauben, doch: Tauchen in Island ist ein Geheimtipp für alle, die die Welt gerne auch unter der Wasseroberfläche entdecken möchten. Mit bunt schillernden Fischen und karibisch-blauem Meer sollte vor Ort aber niemand rechnen. Vielmehr finden sich für Taucher im isländischen Winter Orte wie die Felsschlucht Silfra. Sie liegt im Þingvellir-See und das Wasser ist so klar, dass Sichtweiten von mehr als 100 Metern möglich sind. Warm ist das Wasser in der Silfra-Schlucht aber natürlich nicht. Rund um das Jahr herrschen unter Wasser kühle zwei Grad Celsius. Touristen, die einen Tauchgang wagen möchten, sollten deshalb entsprechende Anzüge tragen.

4. Eine Schneemobiltour machen

Das Fahren mit einem Schneemobil inmitten der wilden isländischen Natur hat seinen ganz eigenen Reiz. Urlauber, die im Winter vor Ort sind, sollten diese Aktivität unbedingt in ihre Planung aufnehmen. Abgesehen davon sind Schneemobilfahrten in Island auch im Sommer möglich. Die Gletscher Mýrdalsjökull, Langjökull und Vatnajökull eignen sich gut, um die verschneite Welt in rasantem Tempo zu erleben.

5. Gletscher erwandern

Gletscher sind für Islands Natur schlicht unverzichtbar. Die langsam wandernden Eisriesen leiden jedoch erheblich unter dem Klimawandel. Erst kürzlich wurde einer von ihnen, nämlich der Ökjökull, offiziell für „tot“ erklärt. Im Rahmen einer Feier setzten Verantwortliche dem erheblich geschrumpften Gletscher ein Denkmal und stellten eine Tafel mit mahnenden Worten auf. Wer sich selbst von den Veränderungen des Ökjökull überzeugen möchte, findet im Web Bilder der NASASich richtig vorstellen, wie wertvoll und imposant so ein Gletscher ist, können Reisende vermutlich erst, wenn sie die Eiswelt einmal selbst erkundet haben. Der Winterurlaub in Island bietet sich daher an, um Gletscher wie

  • Mýrdalsjökull
  • Vatnajökull
  • oder Snæfellsjökull

zu Fuß zu erwandern. Da die Natur hier mit unglaublicher Schönheit und zugleich auch unbekannten Gefahren aufwartet, sind Gletscherwanderungen nur mit einem Guide sinnvoll. Auf eigene Faust sollten Reisende sich der Herausforderung nicht stellen, denn die Experten helfen im Zweifel ebenso dabei, die richtige Ausrüstung für eine solche Tour zusammenzustellen und im Falle widriger Witterung zügig für Sicherheit zu sorgen.

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