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Faszinierende Flechten in der Tektonikarena Sardona

Im Welterbegebiet Sardona haben kürzlich Schweizer Spezialisten nach seltenen Flechten und Moosen gesucht.

Südostschweiz
Samstag, 14. September 2019, 11:22 Uhr Für ein Mal nicht die Steine

Das Unesco-Welterbe Sardona ist bekannt für die verschiedenen Gesteine, die während der Alpenbildung in- und übereinander geschoben worden sind. Dies schlägt sich auch in einer vielfältigen Flora nieder. Die Schweizerische Vereinigung für Bryologie und Lichenologie hat für ihre diesjährigen Studientage Flims besucht, wie die IG Tektonikarena Sardona mitteilt. Das Ziel der Veranstaltung ist der wissenschaftliche Austausch und die Weiterbildung von Moos- und Flechtenspezialisten aus dem In- und Ausland, sowie das Fördern von Studenten.

Freie Sicht auf Flechten

Das feuchtkalte Nebelwetter verwehrte den Spezialisten zwar den Blick auf die berühmte Glarner Hauptüberschiebung, doch die Sicht auf die Moose und Flechten an den Felsen war frei. Die Arten auf den basenreichen Kalkfelsen bei Naraus sind andere als die auf dem basenarmen Verrucanofelsen auf dem Crap Sogn Gion.

Neben in der Schweiz weitverbreiteten Arten entdeckten die Exkursionsteilnehmer auch Besonderheiten wie zum Beispiel die Stern-Rentierflechte. Sie steht in der Schweiz auf der Roten Liste und ist darauf als verletzlich eingestuft.

Etwa ein Drittel der Moos- und Flechtenarten sind in der Schweiz gefährdet. Die über 1000 Moosarten und gegen 2000 Flechtenarten bilden einen wichtigen Teil der Biodiversität. (red)

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