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Die Bündner sind gute Blutspender

Blutspenden werden immer benötigt. Und die Blutspende in Graubünden klappt sehr gut. Eine Einbusse gab es diesen Sommer jedoch.

Anna
Nüesch
Freitag, 06. September 2019, 04:30 Uhr Das rote Gold
Eine Einbusse diesen Sommer musste das Blutspendezentrum mit den Rekruten verzeichnen.
MARCO HARTMANN

Bündner seien gute Spender, sagt Sonja Heer, Geschäftsleiterin des Blutspendedienst Graubünden. «Momentan sieht die Situation in Graubünden nicht schlecht aus.» Aber auch die Blutspende kämpfte mit einem Sommerloch. Zum einen wegen den Sommerferien, zum anderen wegen zwei Spendenaktionen mit dem Militär, die weniger einbrachten, als erhofft. «Jetzt haben aber die Schule und einige unserer Spendenaktionen wieder angefangen», so Heer.

Fehlende Rekruten

Eine grössere Einbusse gab es für das Blutspendezentrum im Juli. Zu diesem Zeitpunkt werden jeweils zwei Gruppen von Soldaten eingeplant. Verglichen mit vergangenen Jahren, kamen gemäss Heer ein Drittel weniger Soldaten, um Blut zu spenden.

Die effektive Zahl an spendenden Soldaten ist nicht bekannt. «In der Armee werden keine systematischen Zahlen über das Blutspenden erhoben», schreibt Delphine Allemand, Sprecherin der Armee auf Anfrage. Klar ist aber, dass für das Blutspenden entsprechend Freizeit gewährt wird.

Ein falscher Anreiz aus Sicht des Blutspendezentrums: «Man soll aus Überzeugung Blut spenden und nicht wegen einer Belohnung wie beispielsweise mehr Freizeit oder Arbeitsbefreiungen», so Sonja Heer. Anreiz hin oder her: Laut der Armeesprecherin beeinflusse das die Bereitschaft der Soldaten, Blut zu spenden, nicht.

Es könne dieses Jahr aber tatsächlich weniger Rekruten in Chur haben, das weiss das Blutspendezentrum nicht, wie Heer sagt.

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Die Lücke durch das fehlende «Soldatenblut» ist mittlerweile durch einen internen Aufruf im Kantonsspitals gefüllt worden. Das Personal des Kantonsspitals sei sich bewusst, wie viel Blut man benötige. Ausserdem sei das Kantonsspital der grösste Verbraucher an Blut im Kanton.

Gesucht: 0 negativ

Obwohl die Blutspende in Graubünden gut laufe, sei man immer auf der Suche nach der Blutgruppe 0 negativ. Diese Gruppe sei nämlich Universalspender und werde somit immer gebraucht.

Graubünden verfüge über ein gutes Einzugsgebiet, so Heer. Gerade mit Aktionen in Schulen oder Firmen gelinge das Spenden sehr gut. «Wir haben im ganzen Kanton grössere und kleinere Aktionen. Bei grossen Aktionen kommen gerne einmal 150 Spender.»

Und so einfach geht Blutspenden:

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