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Zubringer in Reichenburg soll jetzt sicherer werden

Die Unfallkreuzung zwischen Benken und dem Autobahnzubringer zur A3 wird entschärft. Neu ist es verboten, von der Autobahn her bei Reichenburg links in die Speerstrasse Richtung Benken abzubiegen.

Südostschweiz
Donnerstag, 05. September 2019, 04:30 Uhr Neue Signalisation

Bei der Verzweigung Reichenburg/Speerstrasse auf dem Autobahnzubringer zur A3 besteht ein Unfallschwerpunkt. Um diesen zu entschärfen, passt das Bundesamt für Strassen (Astra) die Signalisation in diesem Bereich an. Die Signalisationsarbeiten werden nun in Angriff genommen.

Um die gehäuft vorkommenden Ein-, Abbiege- oder Auffahrunfälle infolge von Linksabbiegemanövern künftig zu verhindern, dürfen die von der Autobahn A3 in Richtung Reichenburg fahrenden Fahrzeuge vor Ortseingang Reichenburg nicht mehr links in die Speerstrasse Richtung Benken abbiegen, wie das Astra mitteilt. Ebenso dürfen die Fahrzeuge aus östlicher Richtung, von Benken her, bei der Einmündung der Speerstrasse in den Autobahnzubringer nicht mehr nach links Richtung Reichenburg abbiegen.

Das Astra hat das entsprechende Linksabbiegeverbot bereits am 18. Juni, also vor zweienhalb Monaten, verfügt. Die Vorarbeiten zur Umsetzung der neuen Signalisation sind gestern angelaufen. Heute sollen die Markierarbeiten durchgeführt werden.

«Eine der Hauptunfallursachen eliminiert»

Am Knoten ist somit neu das Abbiegen nach links untersagt, deutlich markiert durch die Signale «Abbiegen nach links verboten». Im Bereich der Kreuzung wird die gestrichelte Mittellinie als doppelte Sicherheitslinie ausgestaltet, dazwischen werden kleine Leitbaken aufgestellt. Dies soll unvorsichtige Abbiegemanöver vermeiden und verhindern, dass lange wartende Fahrzeuge den Verkehrsfluss behindern, wie das Astra ausführt. So würde die Konfliktsituation aufgelöst und eine der Hauptunfallursachen, nämlich das Linksabbiegen trotz Gegenverkehr, eliminiert.

Das Linksabbiegeverbot bedingt Änderungen an der Wegweisung, wie es weiter heisst. So fällt auf der Speerstrasse die Ortswegweisung nach links Richtung Reichenburg weg. Auf dem Zubringer gibt es einen Hinweis, dass die Speerstrasse und somit Benken über Wenden am Kreisverkehr am Ende der Strasse zu erreichen sind.

Am Knoten Benknerstrasse/Speerstrasse wird der Pfeil Richtung Wägital/Siebnen um 90 Grad gedreht. An der Einmündung Benknerstrasse/Kantonsstrasse wird zudem das Ziel Wägital aufgenommen.

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Beim Astra Winterthur (Beauftrager Information&Kommunikation) kann die meines Erachtens mangelhafte Studie zur Lösungseruierung im Sinne des Öffentlichkeitsprinzips einverlangt werden. Die meines Erachtens sehr mangelhafte Studie berücksichtigt weder die Gefahrenverlagerung ins Dorf (zu Lasten der Schulkinder), noch die Tatsache, dass die Bahnunterführung zwischen Speerstrasse und Allmeindlistrasse für LKW über 3.70m nicht befahrbar ist. Des Weiteren wirkt die Punktvergabe zu Gunsten des Linksabbiegeverbots und gegen die normale Temporeduktion willkürlich. Man Argumentiert mit den lokalen Behörden und der Bevölkerung; vergibt dann aber die Punkte genau umgekehrt. Das Linksabbiegverbot ist gegenüber einer normalen Temporeduktion ökologisch, ökonomisch, verkehrssicherheitstechnisch und finanziell ein absoluter Humbug. Meines Erachtens skandalös, wie so ein Entscheid einer Behörde auf Basis einer kontroversen Studie entgegen dem Willen der lokalen Bevölkerung und der Gemeinde durchgeboxt werden kann. Nun wird auf den Zubringer bis zum Kreisel, wo es schon verkehrstote gab, noch mehr verkehr hingeleitet. Lastwagen, die von Benken/SG her kommen und in die Obermarch wollen, müssen nun Richtung Autobahn einbiegen, dann das halbe Autobahnkreuz abfahren um dann gleich wieder die Ausfahrt zu nehmen um Richtung Reichenburg/Buttikon etc. zu kommen. Völliger Schwachsinn. Am Meisten leiden die Kinder, da die Schulhausanlagen im Dorf zweigeteilt sind (über/unter der Hauptstrasse) und durch einen sehr unübersichtlichen Fussgängerstreifen verbunden sind, wo nun viel mehr Schwerverkehr und PKWs durchrattern. Skandalöser Entscheid.

"Eine der Hauptunfallursachen eliminiert..." Ja, allerdings mit einer Lösung, die an Idiotie nicht zu überbieten ist. Fehlkonstruktion sondergleichen.

Der Unfallschwerpunkt wurde vom Astra nicht eliminiert, sondern das Problem wurde einfach in den Dorfkern verschoben. Wenn jemand bis zum Kreisel fahren muss, wird er gleich durch das Dorf fahren, dort gibt es mehr Durchgangsverkehr und folglich auch mehr Unfälle.

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