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«Überall hets Pilzli dra!»

Das Schnitzelsilo des Werkhofs Ennenda hat einen unerwünschten Bewohner. Weil es im Silo zu feucht ist, hat sich ein Pilz gebildet, der bereits Schäden verursacht hat.

Mara
Michel
Montag, 02. September 2019, 13:30 Uhr Weisser Porenschwamm eingenistet
Das Schnitzelsilo von Ennenda leidet unter Pilzbefall.
PRESSEBILD / PRESSEBILD

«Überall hets Pilzli dra!». So oder so ähnlich muss es geklungen haben, als der Pilz im Schnitzelsilo des Werkhofs Ennenda entdeckt wurde. Der Weisse Porenschwamm hat sich im Silo eingenistet, schreibt die Gemeinde Glarus in einer Mitteilung. Er gehört zur Kategorie der Braunfäulepilze. Dieser Pilz gehört zu den gefährlichsten Holzzerstörern und ist im Vergleich seltener anzutreffen als der Echte Hausschwamm oder der Kellerschwamm. Der weisse Porenschwamm benötigt für seine Entwicklung eine hohe Holzfeuchte. Danach ist er aber sehr anpassungsfähig bei Schwankungen der Feuchtigkeit.

Der Weisse Porenschwamm verursacht eine Braunfäule. Dabei baut er Zellulose, also Holz, ab. Somit verliert betroffenes Holz an Festigkeit und Masse. Bekämpft man den Pilz nicht, besitzt das Holz irgendwann keine Tragfähigkeit mehr und lässt sich zwischen den Fingern zu Pulver verreiben.

Weil der Weisse Porenschwamm fachmännisch entfernt und das Silo anschliessend entsprechend saniert werden muss, hat der Gemeinderat von Ennenda eine Kreditüberschreitung zulasten der Jahresrechnung 2019 von 40'000 Franken genehmigt. Diese Sanierungsmassnahmen müssen umgehend durchgeführt werden, um grössere Schäden zu verhindern. Dabei wird angestrebt, die Arbeiten bis zum Beginn der Heizperiode in etwa sechs bis acht Wochen fertiggestellt zu haben.

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