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Neues Wolfsrudel könnte sich am Mundaun gebildet haben

Drei Wolfsrudel im Kanton Graubünden sind bestätigt. Nun könnte sich im Gebiet Obersaxen/Mundaun ein viertes angesiedelt haben. Ein Jäger hat fünf Tiere beobachtet, darunter drei Jungwölfe.

Südostschweiz
Dienstag, 20. August 2019, 09:15 Uhr Sichtung bestätigt
Künftig sollen die Fotofallen erkennen, ob es sich bei dem Tier auf dem Bild um einen Wolf handelt.
ARCHIV

Ein Jäger hat am Wochenende im Gebiet Obersaxen/Mundaun drei Jungwölfe beobachtet. Der Kanton bestätigt heute Dienstag die Sichtung und dass es sich dabei wahrscheinlich um Jungtiere eines bisher nicht bekannten Wolfsrudels handeln dürfte. Zusammen mit den drei Jungen beobachtete der Jäger nämlich auch zwei ausgewachsene Tiere.

Als vermutetes Einzugsgebiet bezeichnet das Amt für Jagd und Fischerei das Gebiet zwischen Piz Mundaun und Piz Nadels sowie die umliegenden Täler. Offiziell bestätigt sei das Rudel allerdings noch nicht, da es weder DNA- noch Bildnachweise gebe. Nach den Rudeln am Calanda, im Raum Trin bis Falera und im Hinterrhein um den Piz Beverin wäre dies das vierte mehrheitlich im Kanton beheimatete Wolfsrudel.

Dem Wolf auf der Spur

Kein Rudel sondern nur ein Einzeltier ist auch im Schweizerischen Nationalpark seit mehreren Jahren unterwegs. Seit Ende 2016 hält sich ein Wolfsweibchen dort auf. Nun plant der Park ein grosses Wolfsmonitoring, bei dem eine neue Software Fotofallen-Bilder direkt auswertet. Rund 150 Fotofallen stehen im Schweizerischen Nationalpark und versuchen, Schnappschüsse des Wolfes zu machen. Nun wird mit Hilfe von Stiftungsgeldern eine Software entwickelt, mit der die Fotomotive direkt erkannt werden sollen, wie das Regionaljournal Graubünden berichtet.

Bereits jetzt werden mit den 150 Fotofallen mehrere 10'000 Bilder in einem halben Jahr produziert. Das Computerprogramm soll dank Künstlicher Intelligenz lernen, die einzelnen Tiere voneinander zu unterscheiden. Der Direktor des Schweizerischen Nationalparks, Heinrich Haller, rechnet mit zwei bis drei Jahren Entwicklungszeit, wie er gegenüber dem Regionaljournal sagt. Mit dem Programm sollen die Standorte des Wolfes verfolgt werden können und die Auswirkungen auf andere Tiere und die Natur hergeleitet werden. Ferner sei es ein Ziel, dem Wolf ein GPS-Sender umzuhängen.

Bei Projekten im amerikanischen Yellowstone Park sei durch den Wolf ein besserer Lebensraum für Insekten, Vögel und Biber geschaffen worden. Der Nationalpark will nun mit wissenschaftlichen Methoden klären, welche Auswirkungen der Wolf in Graubünden hat. (nua)

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Alles schön und guet und recht. Nu im Vergliech zum Yellowstone Nationalpark sind mier a Swissminiatürpärkli uf der Landkarta. I han garnüt gege da Wolf und finds as wunderschöns Tier, wo sicher au sini Funktion hät. Nu denk i, dass der Läbensruhm do eifach nit passend isch. Darum händ doch scho üseri Vorfahra dia Tier amol do usgrottet. Nit well eifach grad Lust derzue ka händ. Bi allna Wolfliebhaber isch alles super und jö wia herzig solangs sie nit mit amana persönlicha Ereignis konfrontiert werden.
I bin jo gspannt wia das wietergoht und wieviel Wölf bezw. Wolfsrudel as liedet bi üs.
Mini ganz persönlichi Meinig und kei Agriff uf irgend öpper (i bin jo kei Wolf 😉)