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Sensationeller Pilzfund in Igiser Garten

In einem privaten Garten in Igis ist ein hierzulande seltener roter Sonderling aufgetaucht: Der sogenannte «Rote Gitterling».

Kristina
Schmid
Donnerstag, 08. August 2019, 12:00 Uhr Roter Gitterling

Er sieht sehr speziell aus. Der Rote Gitterling. Sein Aussehen erinnert doch eher an Korallen im Ozean als an Pilze im Wald. Und speziell ist auch, dass er in einem privaten Garten in Igis aus dem Boden gewachsen ist. Wie Pilzkontrolleurin Maria Roffler erklärt, ist dieser Pilz wohl eingeschleppt worden, kommt er doch ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

Roffler konnte es kaum glauben, als sie den Pilz am Dienstag vor Ort kontrollierte. «Am liebsten hätte ich Freudesprünge gemacht. Man entdeckt schliesslich nicht jeden Tag einen sensationellen Pilzfund in Graubünden», sagt die Fachfrau.

Abartiger Gestank

Der Rotte Gitterling (Clathrus ruber) ist zwar nicht giftig, aber auch kein Speisepilz. Diesen zu essen, würde sowieso niemand wagen, erklärt Roffler. «Der Pilz stinkt abartig. Richtig, richtig schlimm.» 

Wenn der Pilz erst aus dem Boden schiesst, ist er rund. Im Inneren enthält er einen schwarzen Schleim, der den üblen Geruch verursacht. Dieser zieht Fliegen und Insekten an. Die Tierchen fressen sich dann durch den Pilz – bis der Schleim an ihnen kleben bleibt. Das ermöglicht dem Pilz, sich zu vermehren. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass nun weitere Rote Gitterlinge in Graubünden entdeckt werden.

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