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Kanton Graubünden erreicht mit Instagram junge Leute

Seit einem Jahr ist der Kanton Graubünden auf Instagram unterwegs – und erreicht dort auch junge Menschen unter 25 Jahren. Das Ziel wurde also erreicht – wenn auch nur teilweise.

Kristina
Schmid
Dienstag, 02. Juli 2019, 04:30 Uhr Ein Jahr Instagram
Der Kanton Graubünden ist auch auf dem Sozialen Netzwerk Instagram unterwegs.
ARCHIVBILD

Der Kanton Graubünden ist zufrieden. Heute ist es genau ein Jahr her, dass er angefangen hat, auf dem Sozialen Netzwerk Instagram Bilder und Kurzvideos zu posten. Und laut Mirco Frepp läuft das gut, war doch ein Ziel des Kantons, mit dieser Aktion junge Bündner zwischen 18 und 25 Jahren zu erreichen. «Das haben wir geschafft. Unsere Nutzer sind im Schnitt deutlich jünger als die Nutzer auf unseren anderen Kanälen», sagt der Mediensprecher des Kantons Graubünden.

Konkret bedeutet dies: Auf Facebook sind die Nutzer zwischen 25 und 35 Jahre alt. Auf Instagram ist gut die Hälfte der rund 2500 Abonnenten zwischen 18 und 25 Jahre alt. Die andere Hälfte ist älter. Es ist einer der beiden Gründe, weshalb Frepp die Ziele nur als «teilweise» erreicht bezeichnet. «Immerhin hatten wir uns zum Ziel gesteckt, hauptsächlich unter 25-Jährige zu erreichen. So weit sind wir noch nicht.» Der andere Grund liegt darin, dass die meisten Follower näher bei 25 Jahren sind und nur wenige erst 18.

Keine einfache Sache

Details. Aber eben diese Details bezüglich der Nutzer behält der Kanton im Auge und sucht nach den Ursachen. «Dafür gibt es sicher viele Erklärungen. Grundsätzlich ist es aber schwierig, als kantonale Verwaltung junge Leute zu erreichen. Das sieht man auch in der Politik. Dabei wollen wir gerade mit Instagram zeigen, dass wir keine graue Maus sind, die hinter verschlossenen Türen arbeitet.»

Unter anderem gibt es deshalb auch aus dem Plantahof immer wieder Bilder – allen voran süsse Bilder.

Stories aus Tätowier-Shops?

Mit den Nutzer-Zahlen ist der Kanton Graubünden ebenfalls sehr zufrieden. Vor rund einem Jahr starteten sie mit der Pilot-Phase auf Instagram. Nach einem guten halben Jahr folgten ihnen rund 1200 Leute. Ein weiteres halbes Jahr später sind es inzwischen 2500 Follower. «Am meisten freut uns zu sehen, dass wir unter den Kantonen auf Instagram der beliebteste Kanton sind.»

Das liegt sicherlich an den schönen Bildern – aber auch an den spektakulären Sprengungen.

Beliebt will er bleiben. Und dazu auch das anfänglich gesetzte Ziel weiter verfolgen: Um noch mehr junge Leute zu erreichen, will der Kanton künftig mehr Stories machen. Und dann gibt es noch eine weitere Neuerung: Weil der Kanal bestmöglich die gesamte Verwaltung repräsentieren soll, stossen neu auch das Amt für Jagd und Fischerei sowie das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit dazu.

Will heissen: Auch Menschen, die in diesen beiden Ämtern arbeiten, werden künftig Bilder und Videos von ihrer Arbeit auf Instagram zeigen. Als Beispiel nimmt Frepp dafür das Amt für Lebensmittelsicherheit. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem Proben von Farben in Tätowier-Shops zu analysieren. «Das gäbe bestimmt tolle Bilder. Und so würde man interessante Einblicke in dieses Amt erhalten.» Der Kanton bleibt also dabei.

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