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Drohnen für die Archäologen

Die Zeiten als Archäologie etwas despektierlich wahrgenommen wurde als «Steine putzen» sind längst vorbei. Inzwischen arbeiten Archäologen genauso hochtechnisch wie viele andere Berufsfelder. In Graubünden etwa setzt der Archäologische Dienst gerne auf Drohnen.

Südostschweiz
Donnerstag, 13. Juni 2019, 11:29 Uhr Digitales Zeitalter

Der Archäologische Dienst Graubünden wurde 1967 gegründet. Damit wurde die Basis für eine professionelle Betreuung des archäologischen Kulturgutes geschaffen, schreibe der Dienst in einer Mitteilung. Die rasanten Veränderungen des 21. Jahrhunderts haben natürlich auch vor der Bündner Archäologie nicht halt gemacht.

Bereits bei der systematischen Suche nach archäologischen Fundstellen beginnt die Digitalisierung. Sie betreffe aber vor allem die digitale Dokumentation, heisst es in der Mitteilung weiter. Während die archäologischen Befunde – also Mauern, Gruben und andere Strukturen – bis vor wenigen Jahren noch detailgetreu mit Papier und Bleistift gezeichnet wurden, können heute in kurzer Zeit und mit herkömmlichen Kameras hochauflösende, digitale 3D-Modelle erstellt werden. 

Auch Multikopter kommen zum Einsatz

Für grössere Gebiete – beispielsweise eine gesamte Burganlage oder ein ausgedehntes Bergbaugebiet – werden die digitalen Bilder von einem ferngesteuerten Multikopter, im Volksmund auch Drohne genannt, aus gemacht. Eine spezielle Software errechnet die exakten Positionen sowie eine digitale «Punktwolke», die im Anschluss mit der realen Oberflächentextur des Objekts versehen wird.

Die Möglichkeiten dieser neuen digitalen Technologien verbessern und beschleunigen die Arbeit des Archäologischen Dienstes teilweise erheblich. Sie haben aber auch zur Folge, dass neue Mitarbeitende mit Spezialkenntnissen gefragt sind. Zudem kommen seit einigen Jahren enorme digitale Datenmengen in unterschiedlichen Formaten zusammen, die in eigenen Datenbanksystemen dauerhaft archiviert werden müssen. (ham) 

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